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Bücher zeigen Benedikt als Pentlinger

Ratzinger wohnte im Regensburger Landkreis. Daran erinnert das Werk von Dr. Reinhard Richardi, seinem ehemaligen Nachbarn.
Von Josef Eder, MZ

Papst em. Benedikt XVI.
Papst em. Benedikt XVI.Foto: dpa

Pentling.Zwei Bücher mit direkten Bezug zu dem berühmten Ehrenbürger Pentlings sind in der Gemeindeverwaltung zu erhalten. Gold und Silber sind als heraldische Besonderheit nur den Päpsten vorbehalten. Auch das Buch „Papst Benedikt XVI. – Meine Wege in Pentling“ ist mit seinen 64 Seiten in diesen Farben gehalten. Professor em. Dr. Reinhard Richardi, enger Freund und Nachbar des emeritierten Kirchenoberhauptes, hat das Werk herausgegeben. Die Auflage beträgt nur 400 Stück.

Im Buch sind unter anderem die beiden Ausstellungen „Einer von uns ist Papst“ (2006) und „Meine Wege in Pentling“ (2016) dokumentiert. Papst em. Benedikt XVI. ist in Pentling immer noch präsent. Hinweistafeln am Wohnhaus von Benedikt XVI. sowie an der Papstkirche St. Johannes informieren und erinnern daran, dass der emeritiere Papst ein Pentlinger ist. Bürgermeisterin Barbara Wilhelm, hebt hervor: „Unser Kardinal ist immer ein Pentlinger geblieben auch als er als Erzbischof in die Diözese München/ Freising und später nach Rom berufen wurde. Seine tiefe Verbundenheit zur Gemeinde blieb trotz der räumlichen Distanz immer bestehen“.

Das „Institut Papst Benedikt XVI.“ hat die Predigten von Joseph Ratzinger veröffentlicht, die dieser in den 1980er- und 1990er-Jahren in Pentling bei Regensburg gehalten hat. Der Band im Verlag „Schnell & Steiner“ umfasst achtzig Seiten. Er enthält zehn Texte des späteren Papstes Benedikt XVI.

Ratzinger predigte in der Pentlinger Kirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist. Hier steht auch der Altartisch sowie der Ambo von der Papstmesse auf dem Islingerfeld im September 2006. Ratzingers ehemaliges Wohnhaus steht in der Gemeinde nur rund 1000 Meter entfernt. Ratzinger war, obwohl er als Dogmatikprofessor einen Lehrauftrag an der Universität Regensburg hatte, Seelsorger und Pfarrer für den 2500-Seelen-Ort. Als er die Professorenstelle 1969 bekam, kaufte er sich das Gebäude, in dem er zusammen mit seiner Schwester Maria einzog. 1977 wurde Ratzinger dann Erzbischof von München. Er behielt jedoch weiterhin sein Haus in Pentling. Zu unterschiedlichen Anlässen feierte der Münchner Kardinal und spätere Präfekt der Glaubenskongregation in den Jahren 1977 bis 2004 die Heilige Messe in der Pentlinger Pfarrkirche. Als Ratzinger 2006 als Papst nach Bayern reiste, besuchte er am 12. September ein letztes Mal sein Privathaus, in dem er eigentlich seinen Ruhestand verbringen wollte. Er überließ es 2010 der „Stiftung Papst Benedikt XVI.“ Dieser ist ein Institut angegliedert, das mit der Herausgabe des Gesamtwerks von Ratzinger befasst ist. Nach einer grundlegenden Renovierung des Gebäudes dient es seit 2012 als „Stätte der Begegnung mit dem Leben und Wirken Joseph Ratzingers“.

Die nun mit einem eigens dafür geschriebenen Vorwort veröffentlichten „Pentlinger Predigten“ zeugen von der Nähe und der engen heimatlichen Verbundenheit mit seinem Wohnort. Zur Erinnerung und zugleich als Einladung, „mit ihm am Sonntag in die Kirche zu gehen“, wie es im Vorwort heißt, widmete der emeritierte Papst das neue Buch seiner ehemaligen Heimatgemeinde Pentling.

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