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Papstbesuch

„Danke!“ an alle Pilger und Regensburger

Der Polizeipräsident Hans Junker verteilt 2006 gute Noten. Das Verständnis der Bürger erleichterte die komplexe Organistion.
Von Karl-Heinz Weigel, MZ

Großereignis in Regensburg: Der Heilige Vater fuhr gemeinsam mit seinem Bruder Georg Ratzinger zum Grab seiner Eltern.
Großereignis in Regensburg: Der Heilige Vater fuhr gemeinsam mit seinem Bruder Georg Ratzinger zum Grab seiner Eltern. Foto: dpa/lby

Regensburg.Polizeipräsident Hans Junker ist sehr zufrieden mit dem Verlauf des Papstbesuches und der Papstmesse auf dem „Islinger Feld“. Er stellte Pilgern und Bevölkerung ein gutes Zeugnis aus. Alles sei im Grunde genommen unproblematisch und störungsfrei verlaufen, das Verkehrskonzept habe sich bewährt. Das generelle Verständnis für Polizeimaßnahmen hätte die Arbeit erleichtert. Auf dem „Hochstand“ neben einem Polizisten: Peter Kittel organisierte die Messe im Auftrag des Bistums und lobte am Ende: „Grandios, das ist unvergesslich.“

Das Verkehrschaos blieb aus

Fazit der Bilanz nach der Messe bzw. nach dem „grandiosen Erlebnis“, wie Chefplaner Peter Kittel lobte: Weder in der Nacht noch vor Beginn der Messe kam es zu Verkehrsbehinderungen oder Staus. Die A 3 wurde zwischen Autobahnkreuz Regensburg und der Anschlussstelle Neutraubling mit 700 Bussen „problemlos befüllt.“

Insgesamt reisten Pilger in 1000 Bussen an. Die Befürchtung der Regierung der Oberpfalz, man werde im Vorfeld der Messe an der Autobahn ein „Chaos“ erleben, traf nicht ein. Was Hans Junker ebenfalls überraschte: Die geringe Zahl abgeschleppter Autos. Am Montag und am Dienstag musste die Polizei lediglich 18 verkehrswidrig abgestellte Autos an den Haken nehmen lassen.

Sehen Sie hier einige Eindrücke von der Messe am Islinger Feld.

Bis zu 250 000 Pilger nahmen an der heiligen Messe teil

Der Gottesdienst mit dem Hl. Vater verlief aus Sicht des Einsatzleiters vom Polizeipräsidium Niederbayern-Oberpfalz ebenfalls ohne Störungen und Straftaten. Nicht ganz geklärt ist ein Zwischenfall während der Messe: Ein junger Mann stürmte in Richtung Altarinsel. Er kam bis zur ersten Stufe der Altartreppe, wurde dann aber gestoppt. Ermittelt wird nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Dr. Johann Plöd nun wegen Hausfriedensbruchs.

Der Mann war in einen kurzfristig geöffneten Bereich eingedrungen. Hier hatte ein ausgewählter Kreis von 50 Personen die Gelegenheit, die Heilige Kommunion aus der Hand des Papstes zu empfangen.

Die Fahrt des Papstes im Papamobil am Montagabend zu Beginn des Pastoralbesuchs verlief laut Polizei „sehr geordnet“. Die Pilger verhielten sich diszipliniert. Sie folgten bereitwillig den Anweisungen der Polizisten und Ordner. Allerdings passierte um 20.30 Uhr ein Zwischenfall: „Ein polizeibekannter Regensburger“, so Polizeisprecher Thomas Schöniger, machte gegenüber Papst Benedikt XVI. eine beleidigende Handbewegung (Stinkefinger). Der 43-jährige Mann wurde festgenommen.

Sehen Sie hier die wichtigsten Stationen des Papstes auf seinem Weg zum Pontifikat.

Das Leben von Papst Benedikt XVI.

Die Angaben über die Zahl der Pilger gingen auseinander. Während der Pressekonferenz nach der Messe berief sich Innenminister Günther Beckstein auf Polizeischätzungen und sprach von 220 000 bis 250 000 Pilgern. Generalvikar Michael Fuchs sprach von bis zu 260 000 Besuchern. Am Abend nannte die Polizei dann die offizielle Zahl: 220 000 bis 250 000. Sprecher Schöniger wies Gerüchte zurück, wonach die Zahl bei 150 000 bzw. 180 000 gelegen hätte. Zur MZ: „Ich weiß auch nicht, wer dieses Gerücht gestreut hat.“ Innenmimister Beckstein machte vor der Presse Präsident Junker und seinen 4295 Polizistinnen und Polizisten ein Kompliment für das Einsatzkonzept, es sei aufgegangen. Auch die Bevölkerung verdiene ein Kompliment.

Großereigniss war nur durch zahlreiche Helfer möglich

Die Stadt, viele Helfer, Feuerwehr, Malteser, Bahn, ÖPNV und viele andere Organisationen sorgten dafür, dass die Messe zu einem harmonischen „Glaubensfest“ wurde, genau so, wie sich Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller das gewünscht hatte. Bei den Pressekonferenzen gestern im weißen Medienzelt war allerdings das Technische Hilfswerk (THW) nicht vertreten. Erklärung dafür: Die fleißigen THW’ler mussten arbeiten. Sie hatten einfach keine Zeit, ihren positiven Beitrag zum Gelingen des Großereignisses zu erläutern.

„Es war ein wunderschönes, ruhiges Fest“, sagte THW-Einsatzleiter Michael Thim mit Blick auf die Messe. „Wir hatten heute 420 Leute aus 48 THW-Ortsverbänden im Einsatz.“ Das THW ist bereits seit dem 1. August auf der Papstwiese permanent im Einsatz und wird bis zum 30. September mit dem Abbau beschäftigt sein. Rund ein Viertel aller anfallenden Arbeiten ruhte auf den Schulter des THW – unter anderem waren neun Kilometer Stromkabel zu verlegen sowie 100 Tonnen Gerüste und zig Zäune aufzubauen.

Mehr zum Papstbesuch in Regenburg finden Sie hier.

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