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Papstbesuch

Die Schmuckstücke auf dem Papst-Altar

Das Bistum hat die Altarinsel bis ins Detail liebevoll gestaltet. Das Altartuch stammt von den Mallersdorfer Schwestern.

Das Bistum hat die Altarinsel bis ins Detail liebevoll.
Das Bistum hat die Altarinsel bis ins Detail liebevoll. Foto:Archiv

Regensburg.Die Altarinsel auf dem Islinger Feld, in deren Zentrum Benedikt XVI. heute Messe feiern wird, ist ein Gesamtkunstwerk. Ein Team von Experten des Bistums hat in den vergangenen Monaten jedes Detail liebevoll gestaltet. Die MZ erklärt die wichtigsten Blickpunkte:

Der Altarhügel:

Er ragt fünf Meter aus dem Feld auf, so dass der Papst von jedem Pilger gut zu sehen ist. Benedikt XVI. hat von oben eine 180-Grad-Panorama-Aussicht, die in der Ferne bis zum Ruhmestempel „Walhalla“ reicht. Der Altarhügel besteht aus 30000 Kubikmeter Erdreich, die in den vergangenen Monaten aufgeschüttet worden sind.

Die Altarinsel:

Sie ist in mehreren Kreisen gestaltet. Ganz oben beim Altar werden Benedikt XVI. und etwa 30 konzelebrierende Kardinäle und Bischöfe sitzen, zudem Papst-Bruder Georg Ratzinger. Im zweiten Rund nehmen etwa 100 kirchliche Würdenträger und Gäste Platz. Weitere Kreise am Fuß des Hügels sind für Gäste und Vertreter verschiedener Gruppen reserviert: 15000 Ministranten, etwa 800 Priester, viele Vertreter katholischer Verbände, aber auch Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft, wie Ministerpräsident Edmund Stoiber. Für Pilger mit Behinderungen ist ebenfalls ein Areal reserviert.

Der Altarbaldachin:

Die lichte Konstruktion hat eine Höhe von 17Metern und überspannt 900 Quadratmeter Altarraum.

Der Altar:

Das Werk der Künstler Alfred Böschl und Helmut Langhammer ist in drei Teilen gestaltet. Er ist 3,80 Meter breit. Das Mittelstück, ein schlichter Steintisch mit quadratischer Platte, wird nach der Papstmesse in der Pentlinger Pfarrkirche einen dauerhaften Platz finden. Die Seitenteile glänzen golden, sie sind aus Tombak, also Bronze.

Der Ambo:

Auch der Predigerpult aus Stein und Bronze ist ein Werk der Künstler Böschl und Langhammer, das sie exakt auf den Altar abgestimmt haben.

Das Altartuch:

Das weiße Tuch haben Nonnen des Ordens der Mallersdorfer Schwestern angefertigt. Generaloberin Marion Schnödt legte es gestern persönlich auf den Altartisch.

Der Altarkelch:

Es ist der so genannte Wolfgangskelch aus dem Regensburger Domschatz, der aus der Zeit um 1250/1260 stammt. Am Fuß ist er mit sechs Rundmedaillons geschmückt, die die Heiligen Petrus und Paulus, die alttestamentarischen Könige David und Salomon sowie die Propheten Enoch und Elias zeigen.

Die Kathedra:

Auf diesem Stuhl nimmt bei der Messe Benedikt XVI. Platz – es ist die Kathedra des früheren Regensburger Bischofs Manfred Müller. Der Sessel ist aus Kalkstein, dem Material des Doms. Für den Papst wird er mit einem Lederkissen gepolstert. Über die Rückenlehne wurde eine „Husse“ mit dem päpstlichen Wappen gezogen.

Das Altarkreuz:

Rechts neben dem Altar wird das um 1370/80 entstandene schlichte Holzkreuz aus der Schottenkirche positioniert. In dem Kreuz wurde 1991 ein Sensationsfund gemacht: In einem Hohlraum fand sich ein lebensgroßer Schmetterling aus Silber, der einen Partikel vom Kreuz Christi sowie Reliquien der Heiligen Ursula und des Heiligen Achatius enthielt.

Der Wolfgangsschrein:

Vor dem Altar wird der vergoldete Reliquienschrein des Hauptpatrons der Diözese, des Hl. Wolfgang, stehen. Bei seiner Heiligsprechung war vor 950 Jahren mit Papst Leo IX. zum ersten Mal ein Papst in Regensburg.

Die Schutzmantelmadonna:

Die Statue der Schutzmantelmadonna bekommt links vom Altar einen Platz – sie ist das zentrale Gnadenbild der Marianischen Männercongregation und steht normalerweise in der Regensburger Dominikanerkirche. Das Kunstwerk wird während des Gottesdienstes mit einem Klimaschutz versehen, damit es möglichst keinen Schaden nimmt.

Die Glocke:

Es ist eine der ältesten Glocken des Bistums, entstanden in der Zeit um 1240. Sie hing im früheren Glockenturm von St. Ulrich. Ihr heller Ton wird bei der Wandlung insgesamt sechs Mal erklingen.

Alle unsere Geschichten vom Papstbesuch 2006 finden Sie hier

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