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Papstbesuch

Herzlicher Papst-Empfang in Pentling

Daria Kottmann begrüßte beim ersten Heimatbesuch von Papst Benedikt im Namen der Nachbarn den heiligen Vater in Pentling.
Von Karl-Heinz Weigel, MZ

Papst Benedikt XVI. schüttelt vor seinem Wohnhaus im Regensburger Vorort Pentling die Hände der wartenden Kinder.
Papst Benedikt XVI. schüttelt vor seinem Wohnhaus im Regensburger Vorort Pentling die Hände der wartenden Kinder. Foto: dpa/lby

Pentling.Herzlicher Empfang in Pentling: Einen Strauß frischer Sonnenblumen überreichte am Mittwoch gegen 16 Uhr Daria Kottmann (11). „Das ist von der Nachbarschaft. Heiliger Vater, herzlich willkommen daheim!“, sagte sie und gab dem Papst die Hand. Benedikt XVI. strahlte und freute sich sichtlich.

Geschenke für die Nachbarschaft

Er schenkte Daria einen Rosenkranz und ein Bild von sich. Auch Mutter Sonja, Vater Paul (44) und Schwester Sarah erhielten diese Geschenke, ebenso alle anderen Nachbarn mit Spezialausweis, die sich zur Begrüßung ihres berühmten Pentlinger Mitbürgers vor dessen „Häusl“ in der Bergstraße versammelt hatten. „Ich kenne Sie, Herr Kottmann! Sie haben so ein gutes Bier“, grüßte Georg Gänswein den Bischofshof-Braumeister. Vermutlich ist Prälat Don Giorgio, smarter Privatsekretär des Papstes mit charmantem Lächeln, der best aussehendste Priester im Vatikan. Frauenherzen in Italien und nun auch in Bayern fliegen ihm zu.

Sehen Sie hier einige Eindrücke von der Messe am Islinger Feld.

Der Papst traf an seinem „privaten Tag“ gegen 15.40 Uhr in Pentling ein. „Bravo-“ und „Benedetto“-Rufe empfingen den Ehrenbürger der Stadtrandgemeinde am Eingang zur Bergstraße und an der B 16, der Augsburger Straße. Die Polizei hatte Gitter aufgestellt. Sie war wegen der höchsten Sicherheitsstufe massiv präsent. Zuschauer wurden so auf Distanz zum Wohnhaus des Papstes gehalten. Papst-Verehrer harrten über Stunden in der Mittagshitze aus, um wenigstens am Absperrgitter einen Blick auf den Papst erhaschen zu können. Als Benedikt XVI. im Tross der schwarzen Autos erschien und an seinem Haus ausstieg, reckten alle ihre Hälse und stellten sich auf die Zehen, wehten mit Fähnchen.

„Man wird ja immer mehr Fan“

Unter den Papst-Fans auch Franziska Hieber aus Oberisling, eine Papstwiesen-Anrainerin. Sie wohnt vom „Islinger Feld“ 200 Meter weit entfernt. Sie hatte sich extra ein hübsches neues Dirndl für den Papstbesuch gekauft, zum MZ-Reporter: „Man wird ja immer mehr Fan von Joseph Ratzinger. Der Mann hat Charisma. Er ist ein Bayer. Er ist hier daheim.“ Frau Hieber war so aufgeregt, dass sie schon am Morgen Baldriantropfen nehmen musste. „Ich bin heute so emotional und gerührt.“

„Der Papst bewirkt was mit seinem Besuch“, zeigte sich Frau Hieber sicher. Zur großen Überraschung spreche der Papst auch viele Männer an, auch die Jugend. Glücklich über die Möglichkeit, Augenzeugin des historischen Besuchs werden zu können, sagte sie: „Ich packe Fähnchen und alle MZ-Ausgaben zum Papstbesuch in einen Karton. Das ist mein Vermächtnis für die Enkel.“

„Immer an Allerheiligen hat er das Grab seiner Angehörigen am Ziegetsdorfer Friedhof besucht.“

Karl Bauer, Nachbar

Zu den Benedetto-Fans in den Reihen der Wartenden an den Gittern war auch Karl Bauer (70). Das Haus des Ex-Malers liegt 300 Meter weit vom Papsthaus entfernt. „Ich bin ihm mindestens 20 Mal begegnet“, erinnerte sich der Mann am Gitter an Begegnungen mit dem früheren Joseph Kardinal Ratzinger. „Immer an Allerheiligen hat er das Grab seiner Angehörigen am Ziegetsdorfer Friedhof besucht.“

Ein Papst mit „Elefanten-Gedächtnis“

„Der Papst ist ein hoch sympathischer Mann. Er hat eine ehrliche Stimme, feine Hände und so ausdrucksstarke Augen. Er kann so herrlich predigen“, machte Karl Bauer Komplimente. Er erinnerte auch an das „Elefanten-Gedächtnis“ des Papstes. Einmal traf der frühere Kardinal den Maler und sagte: „Ja, ich kenne Ihre Kinder.“ Der Kardinal hatte Bauers Sohn Karl-Heinz (13), Lydia (12) und Petra (10) von einer Theaterspiel-Aufführung noch in Erinnerung.

Sehen Sie hier die wichtigsten Stationen des Papstes auf seinem Weg zum Pontifikat.

Als der Papst und sein getreuer Hausmeister Rupert Hofbauer (62) das Papsthaus betraten, hatte niemand an den Gittern eine Ahnung, wie lange sich der Heilige Vater in seinem „Häusl“ aufhalten würde. Um den Zaungästen etwas die Zeit zu vertreiben, ging Privatsekretär Gänswein auf die Wartenden in einer wahren Charme-Offensive zu und sprach mit ihnen. Auf Bitten segnete Don Giorgio Kinder, auch das sechs Wochen alte Baby Sophia Viktoria Gundl aus Regensburg.

„Ich lächle zurück“, sagte Don Giorgio auf die MZ-Frage, wie er denn auf die vielen charmanten Verehrerinnen in Italien und auf der Welt reagiere, die ihn anhimmelten. Autogrammkarten werde er sich deshalb aber nicht besorgen, sagte der schöne Don in aller Bescheidenheit.

Mehr zum Papstbesuch in Regenburg finden Sie hier.

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