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Papstbesuch

Papst kehrt heim nach Regensburg

Papst Benedikt XVI. nach den Stationen Altötting und Marktl endlich in der Domstadt Regensburg angekommen.

Das lange Warten hat ein Ende, der Papst kehrt endlich in die Domstadt Regensburg ein. Foto: dpa
Das lange Warten hat ein Ende, der Papst kehrt endlich in die Domstadt Regensburg ein. Foto: dpa

Altötting.Benedikt XVI. betonte die Güte, Fürsorge und Hilfsbereitschaft Marias. Zugleich überlasse sie aber auch alles dem Herrn. „So lehrt sie uns beten: Nicht unseren Willen und unsere Wünsche Gott gegenüber durchsetzen wollen, sondern ihm überlassen, was er tun wird.“ Zugleich rief das Kirchenoberhaupt dazu auf, Gott Raum in der Welt zu geben und im eigenen Leben. Dies geschehe durch das „rechte Beten“.

Auf die Anschläge vom 11. September ging der Papst an deren fünften Jahrestag zunächst nicht ein. Allerdings wurde in den Fürbitten der Opfer gedacht und um Frieden in der Welt gebeten.

Im Anschluss an die Messe fand eine Prozession mit der Madonnen-Statue zur neuen Anbetungskapelle statt, die der Papst weihte. Danach schritt das Kirchenoberhaupt durch die jubelnde Menge zum St. Magdalenenkloster. Entgegen dem Protokoll ließ er sich dabei wie schon zuvor bei seinem Besuch in München viel Zeit, wich von der geplanten Route ab, grüßte, schüttelte Hände und wechselte einige Worte mit den Wartenden.

Für die anwesenden Bischöfe kamen die Abweichungen vom Protokoll überraschend. „Wir waren schon aufgestellt für den Zug zum Altar“, berichtete der Passauer Bischof Wilhelm Schraml. Da habe der Papst plötzlich gesagt: „Der Weg hat sich geändert. Ich möchte nicht den kurzen Weg gehen, sondern den langen.“

Wenige Menschen stellen sich in den Dienst Gottes

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, bescheinigte dem Papst eine „erstaunliche Leichtigkeit“. Im Bayerischen Rundfunk sagte Lehmann: „Ich denke, es ist für die Menschen gut, wenn sie mal einen ganz menschlichen Papst erleben.“

Bei einem Vesper-Gottesdienst mit Seminaristen, Priestern und Ordensleuten am Nachmittag, sagte Benedikt, es fehle an Menschen, die bereit seien, sich in den Dienst Gottes zu stellen. „Wir wissen, der Herr sucht Arbeiter für seine Ernte.“ Zugleich mahnte er Priester und Ordensleute, sich nicht von Gott zu entfernen. Die Praxis zeige: „Wo Priester das Sein beim Herrn wegen der großen Aufgaben immer kürzer und geringer werden lassen, da verlieren sie bei aller vielleicht heroischen Aktivität am Ende die innere Kraft.“

Nach dem Besuch in Altötting fuhr der Papst in seinen Geburtsort Marktl am Inn, wo ein Besuch der Pfarrkirche St. Oswald auf dem Programm stand. Später flog er mit dem Hubschrauber nach Regensburg, wo er um 19.58Uhr auf dem Gelände der Nibelungenkaserne landete. Dort wurde er von Bundes- und Europaministerin Emilia Müller, Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Landrat Hans Mirbeth und Bischof Gerhard Ludwig Müller empfangen.

Ministerin Müller begrüßte Benedikt XVI. mit den Worten: „Herzlich willkommen daheim, Heiliger Vater. Für uns alle ist es ein besonderes Ereignis, wenn wir morgen am Gottesdienst teilhaben können. Das bewegt die ganze Bevölkerung in der Oberpfalz und darüber hinaus.“ Der Papst antwortete: „Ich freue mich, dass alle Menschen soviel Anteil nehmen.“ Umjubelt von zehntausenden Gläubigen fuhr der Pontifex dann mit dem Papamobil in die Innenstadt.

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