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Papstbesuch

„Ruhiger als an einem Feiertag“

Die Zu- und Abfahrt der Besucher verlief unerwartet reibungslos, auch die großräumige Umgebung blieb staufrei.
Von Roman Hiendlmaier, MZ

Reibungslose Zu- und Abfahrt der Besucher. Foto: dpa
Reibungslose Zu- und Abfahrt der Besucher. Foto: dpa

Regensburg.„Die Leute hier lesen offenbar gründlich Zeitung und hören viel Radio“, sagt Dirk Matthes. Der Kölner Beamte der Bundespolizei sperrte um Mitternacht die A3 bei Neutraubling – und hatte danach wie seine rund 5000 in und um Regensburg präsenten Kollegen fast nichts mehr zu tun: „Ab 0.30 Uhr kamen die Busse, bis gegen 5 Uhr. Seit 6 Uhr ist alles ruhig“, berichtete er am Dienstag der MZ.

Eine Situation, die sich den ganzen Tag kaum mehr ändert: „Das Verkehrschaos ist ausgeblieben – im Gegenteil: Der Verkehr verlief auch für uns überraschend ruhig“, bilanzierte Polizeisprecher Arthur Stelzer. Die gravierendsten Verfehlungen waren falsches Parken.

Relativ wenige Pkw und Busse

Die Gründe dafür seien vielfältig: Nur rund 1000 Busse wurden gezählt – nicht einmal die Hälfte dessen, womit die Polizei gerechnet hatte. Rund 700 wurden auf der A3 aufgereiht, der Rest verteilte sich auf rund ein Dutzend Parkplätze. Auch die Zahl der Pkw war vorab überschätzt worden. Es waren nur einige Tausend, für 20000 wäre Platz gewesen. Am verblüffendsten war die generelle Fahrzeug-Dichte: Bis zur Mittagszeit blieb es laut Stelzer „ruhiger als an einem Feiertag“. Erst als am Nachmittag die Abfahrt der Gottesdienst-Besucher mit zunehmendem Umleitungs-Verkehr zusammentraf, wurde das Normalniveau eines Werktages erreicht.

Von traumhaften, nahezu reibungslosen Zuständen sprachen auch die Vertreter von Bahn und Regensburger Verkehrsverbund RVV. Mit der Bahn reisten viele Gläubige bereits am Montag an, so dass gestern nur rund 15000 dieses Verkehrsmittel nutzten. „Es gab in den Shuttles und Sonderzügen sogar noch viele freie Sitzplätze. Nur aus Richtung Hof, Weiden und Schwandorf wurde es in den Zügen eng, die am zeitnächsten zum Gottesdienst ankamen“, so Bahn-Pressesprecher Ingo Schüttke.

RVV-Pressesprecher Dr.Christoph Häusler war auf seine Kollegen richtig stolz: „Wir haben‘s gepackt“, resümierte er, „obwohl zu den rund 12000 Passagieren am Morgen nach dem Gottesdienst wesentlich mehr hinzu kamen.“ Nur in Burgweinting gab es längere Wartezeiten auf die RVV-Gefährte.

Paradies für Radfahrer

Einen Feiertag bescherte der Papstbesuch Radfahrern und Fußgängern. Das schöne Wetter und der spärliche Verkehr nutzten laut Polizei allein rund 5000 Radler für eine sonnige An- und Abfahrt zum Islinger Feld. In der Innenstadt hatten sie nahezu ungehindert und unbegrenzt freie Bahn. Polizeisprecher Reinhold Höhnle: „Man fühlte sich an die autofreien Sonntage erinnert.“

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