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Kongress

Brauchen Räume für mehr als 300 Personen

Dr. Isolde Schäfer (UKR) nennt die Gründe für ein RKK: Die Tagungsräume an der Universität und am Klinikum reichen nicht aus.
Von Daniel Geradtz, MZ

Dr. Isolde Schäfer vom Universitätsklinikum Regensburg befürwortet ein RKK. Foto: Geradtz
Dr. Isolde Schäfer vom Universitätsklinikum Regensburg befürwortet ein RKK. Foto: Geradtz

Regensburg.Aus der Sicht des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) brauchen wir unbedingt ein RKK, weil wir keine ausreichenden Kapazitäten für Kongresse und Symposien verfügbar haben. Das UKR führt pro Jahr knapp 100 medizinisch-wissenschaftliche Kongresse und Symposien mit 2500 bis 3000 Teilnehmern durch. Wir haben keine ausreichenden Kapazitäten bei Räumen über 300 Personen. Diesen Bereich deckt auch das Marina-Forum nicht ab. Bis zu einer Größe von 300 Teilnehmern können wir die Räumlichkeiten über das Klinikum und die Universität abdecken, allerdings hat der Lehrbetrieb Vorrang. Das ist manchmal schwierig, weil viele Kongresse in der Verlesungszeit stattfinden. Was darüber hinausgeht, haben wir leider in Regensburg keine adäquaten Räume.

Dr. Isolde Schäfer (UKR) und Julia Köppel (Odeon Concerte) geben ihre Einschätzung zum RKK statt. Video: Geradtz

Wir bräuchten ein RKK, das auch mit einer parlamentarischen Bestuhlung Platz für 300 bis 1000 Personen bietet. Hinzu kommt, dass wir bei den Veranstaltungen auch Ausstellungflächen für unseren Industriepartner, Workshop-Räume und Räumlichkeiten für Catering brauchen. Zu den größten Tagungen gehört unter anderem der jährliche Kongress „Intensivmedizin“ mit etwa 300 Teilnehmern. Es tendiert dazu, Kongresse zu wiederholenden Veranstaltungen werden zu lassen. Ganz wichtig ist eine gute Anbindung des RKK an das öffentliche Verkehrsnetz und ausreichende Stellplätze für Pkw. Zugleich wünschen wir uns eine Auswahl von Caterern, damit man nicht nur an einen Anbieter gebunden ist. Denn Wettbewerb belebt bekanntlich das Geschäft. Wenn Kongresse außer Haus stattfinden, ist es wichtig, dass sie zu vertretbaren Kosten organisiert werden, denn sie werden vorrangig aus Teilnehmergebühren gezahlt.

Derzeit nutzen wir zum Teil das Antoniushaus oder städtische Räume für den Runtingersaal. Ein Kongressezentrum ist für die Stadt eine Aufwertung. Ich denke, dass sich an die Tagungen viele private Aufenthalte anschließen. Es wird nicht automatisch dazuführen, dass ein neuer Kongressstandort Tagungen nach Regensburg lockt. Doch sollte ein Regensburger Wissenschaftler den Vorsitz einer wichtigen Gesellschaft innehaben und seine Kollegen in die Stadt einladen, so ließe sich eine Tagung sicherlich schöner gestalten.

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