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Kultur

„Trostpreis“ für das Ostentorkino

Die Macher hatten sich für den Kulturförderpreis beworben – ohne Erfolg. Jetzt bekommen sie als „Anerkennung“ 1500 Euro.

2018 war Matthias Brandt im Ostentorkino zu Gast Foto: altrofoto.de
2018 war Matthias Brandt im Ostentorkino zu Gast Foto: altrofoto.de

Regensburg.Beim Kulturförderpreis ging das Ostentorkino leer aus. Dafür soll es nun von der Stadt „eine besondere Anerkennung“ in Höhe von 1500 Euro bekommen. Mit dem Geld aus dem „Verfügungsfonds“ des Kulturreferenten will das Kulturamt auf Empfehlung des Kulturbeirats das Engagement der Macher und ihre Verdienste um die regionale Kulturlandschaft würdigen.

Die Beschlussvorlage, mit der das Kulturamt die Stadträte des Kulturausschusses – er tagt an diesem Mittwochabend – um ihre Zustimmung bittet, ist eine Lobrede auf das Kino. „Seit knapp 50 Jahren ist das Ostentorkino nicht mehr aus der Kulturlandschaft der Stadt Regensburg wegzudenken“, so beginnt sie. Gegründet wurde es 1972 von Werner Hofbauer in einem ehemaligen Tanzsaal, als erstes Programmkino der Stadt und damit auch eines der ältesten in ganz Deutschland. Dennoch stand es 2015 kurz vor dem Aus. „Die neuen Pächter – Hans Geldhäuser, Martin Haygis und Medard Kammermeier – haben das altehrwürdige Kino mit einem bunten Programm wieder zu neuem Leben erweckt“, hebt das Kulturamt hervor.

Vom Film bis zum Konzert

Das Kino bietet weit mehr als nur Filme, nämlich auch Lesungen, Diskussionsrunden, Kabarettveranstaltungen, Tanzvorführungen oder Konzerte an. Jährlich werden dort die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg, das Heimspiel-Filmfest und das Hard:Line-Festival – hier hat das extreme Kino seinen Platz – ausgetragen. Damit trage das Ostentorkino einen wichtigen Teil dazu bei, die Filmlandschaft Regensburgs über den Mainstream hinaus zu erweitern, Filmpremieren nach Regensburg zu holen und auch Kurzfilme in einem angemessenen Rahmen im Kino zu zeigen. Insgesamt, so das Kulturamt, habe sich das Ostentorkino „in besonderem Maße um das kulturelle Leben der Stadt Regensburg verdient gemacht und trägt seit nahezu 50 Jahren dazu bei, das kulturelle Leben in Regensburg zu bereichern“.

Betreiber freuen sich

Die erste Ostentor-Aktie aus dem Jahr 2016 Foto: Bob Meindl
Die erste Ostentor-Aktie aus dem Jahr 2016 Foto: Bob Meindl

Große Sprünge können die Betreiber des Ostentorkinos mit 1500 Euro wohl nicht machen. Trotzdem sagt Sprecher Bob Meindl: „Wir freuen uns sehr darüber. Es geht vor allem um den symbolischen Wert, die Anerkennung.“ Das Geld kann die Mannschaft hinter dem Ostentorkino, die auch die – lukrativere – Kneipe betreibt, vor allem für ihre Sonderveranstaltungen gut brauchen. Fast 100 gab es schon, seit das neue Team Anfang 2016 übernommen hat. Tatsächlich freut es sich auch über noch kleinere Beträge, erklärt Meindl. „Da wir immer knapp bei Kasse sind, haben wir die Kulturförderaktie ins Leben gerufen.“ 100 im Jahr werden verteilt, sie kosten pro Stück mindestens 20 Euro.

Im Kulturbeirat, der das Ostentorkino für die Anerkennung empfahl, sitzen neben einem Vertreter der Stadtspitze und Repräsentanten der Stadtratsfraktionen Mitglieder aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Jugend und Soziales, Kirchen und religiöse Gemeinschaften, Film und Medien, Hochschulen, Musik sowie Bürger- und Volkskultur.

Kultur

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