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Spatenstich

Bauen am Brandlberg: Jetzt geht’s los

Bis 2020 baut das Immobilienzentrum 500 neue Wohneinheiten. Ersten Zoff gibt es über die Namensgebung der künftigen Straßen.
Von Daniel Steffen, MZ

Das Immobilienzentrum feierte gemeinsam mit OB Joachim Wolbergs (Mitte) und Gerhard Tausendpfund (rechts daneben), der das Bauareal an das Unternehmen verkauft hatte, den Spatenstich am Brandlberg.
Das Immobilienzentrum feierte gemeinsam mit OB Joachim Wolbergs (Mitte) und Gerhard Tausendpfund (rechts daneben), der das Bauareal an das Unternehmen verkauft hatte, den Spatenstich am Brandlberg. Foto: Steffen

Regensburg. Für die alteingesessenen Brandlberger erweitert sich die Nachbarschaft in den nächsten Jahren erheblich. Am Fuße des Brandlbergs feierte das Immobilienzentrum (IZ) nun gemeinsam mit seinen Partnern den Spatenstich für ein ehrgeiziges Bauprojekt. Über 500 Wohneinheiten entstehen vor Ort, ebenso ein Nahversorgungszentrum sowie 63 öffentlich geförderte Wohnungen für Senioren.

Die Bandbreite des Angebots, so betonte das IZ, reiche „von der kleinen Wohnung bis zum Einfamilienhaus mit nahezu 200 Quadratmetern Wohnfläche“. Konkret handelt es sich um 254 Häuser, die als Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser gebaut werden, sowie 257 Wohnungen, die entstehen. Die Investition in das Projekt beläuft sich laut IZ auf rund 150 Millionen Euro.

Etwa 200 Gäste nahmen am Spatenstich teil, im Namen der Stadt hieß sie OB Joachim Wolbergs willkommen. Der Stadtchef betonte: „Wir wollen möglichst viel und möglichst schnell Baurecht schaffen.“

Er wies neben der Senioreneinrichtung auch auf ein Kinderhaus der Johanniter Unfall-Hilfe hin, das gebaut wird. Ferner sei im Zuge der Planung für den BSC Regensburg eine „zukunftsfähige Lösung gefunden“ worden, betonte Wolbergs. Der Ball-Spiel-Club bekommt 500 Meter nördlich des alten, bereits abgerissenen Vereinsgeländes eine neue Heimat mit Vereinsheim und zwei Fußballplätzen.

Christian Janele brüskiert sich

Wie sich die Hauptstraße des neuen Wohngebiets nennen wird, verriet der OB ebenfalls: „Sie wird Glashüttenstraße heißen“, sagte er. Einen Seitenhieb von ihm bekam CSB-Stadtrat Christian Janele zu spüren, dessen Namensideen Wolbergs als „nicht gut“ bezeichnete. Bereits im Oktober hatte Janele im Stadtrat vorgeschlagen, mehr Straßen nach „starken Regensburgerinnen“ benennen zu lassen.

Unter den Namensvorschlägen waren unter anderem Persönlichkeiten wie Unternehmerin Luise Händlmaier, Brauerei-Stiftungsgründerin Sofie Kneitinger oder die spätmittelalterliche Geschäftsfrau Margarethe Runtinger. SPD-Fraktionschef Norbert Hartl bezichtigte Janele darauf des Ideenraubs, da die Sozialdemokraten einen vergleichbaren Antrag schon 2012 hätten durchsetzen können.

In einem aktuellen Schreiben an die Presse entrüstet sich Janele über die Ablehnung seiner Vorschläge durch den OB. „Warum plötzlich diese Eile?“, fragt er sich, wenn sein Antrag doch erst am Dienstag in der Sitzung des Planungsausschusses behandelt werde. Daher sei es „nicht in Ordnung“, wenn der OB schon vor der Diskussion Stimmung gegen seinen Vorschlag mache.

Beim Spatenstich kam das Immobilienzentrum kurz auf die Parteispenden-Affäre um den Oberbürgermeister zu sprechen. Vorstandsvorsitzender Thomas Dietlmeier betonte, dass ihn das Thema „persönlich sehr berührt“. Die Spendenaffäre halte ihn jedoch nicht davon ab, einen Blick dafür zu haben, was wichtig sei. So nehme das Immobilienzentrum das Baugebiet Brandlberg als Verantwortung langfristig wahr.

80 Häuser sind bereits verkauft

Wie Vorstandsmitglied Ulrich Berger betonte, seien über 80 Häuser bereits verkauft worden. In den kommenden Wochen starte der Verkauf von Wohnungen am östlichen Rand des Gebiets. Nicht nur junge Familien mit Kindern, sondern auch Singles und die ältere Generation hat das IZ als Zielgruppen im Visier.

Die energetische Versorgung des Wohngebiets erfolgt über ein Rewag-Fernwärmenetz und speist sich aus Wärme, die im nahe gelegenen Walhalla-Kalkwerk aus Biogas gewonnen wird. Auf diese Weise soll ein Großteil der Wohneinheiten versorgt werden, teilt das IZ mit. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Jahr 2020 abgeschlossen sein.

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