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Verkehr

Keilberger hadern mit der Linie 8

Der jüngste Fahrplanwechsel habe Nachteile im Busverkehr mit sich gebracht. Dies betonten Anwohner auf der Bürgerversammlung.
von Daniel steffen

Die Abfahrtszeiten und die Taktung der Linie 8 könnten verbessert werden, meinen Anwohner aus Keilberg. Fotos: Steffen
Die Abfahrtszeiten und die Taktung der Linie 8 könnten verbessert werden, meinen Anwohner aus Keilberg. Fotos: Steffen

Keilberg.Ein wenig wie in der Prärie fühlen sich einige der Anwohner aus Keilberg – zumindest dann, wenn sie an die Busanbindung ihres Ortsteils denken. „Samstags ab 15 Uhr fährt bei uns der Bus nur noch stündlich“, sagte eine Keilbergerin im voll besetzten Vereinsheim der DJK/SV verärgert. Sie nutzte die Gelegenheit der Bürgerversammlung für den Stadtbezirk Brandlberg-Keilberg, um ihren Ärger Luft zu machen. Wenn man schon von der Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs rede, dann solle man auch einen Blick auf Keilberg werfen, hieß es.

Im Zusammenhang mit der „Stadtwerk“-Linie 8 wurden gleich mehrere Probleme genannt. Der stündliche Turnus, in dem die Busse ab Samstagnachmittag und den ganzen Sonntag lang verkehren, ist nur eines davon. Ebenfalls stieß Anwohnern auf, dass seit dem Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres der letzte Bus nun früher abfahre als bisher. „Selbst wenn man am Samstag ins Theater geht, ist die Zeit viel zu knapp, um den Bus noch zu erreichen“, äußerte sich zum Beispiel aus der Alfons-Sigl-Straße Karl-Heinz Wegscheid zu dem Problem. Somit sei die letzte Abfahrt um 23.15 Uhr von der Albertstraße zu früh, um bedenkenlos an abendlichen Veranstaltungen in der Stadt teilnehmen zu können.

„Busumstieg wurde erschwert“

Vom Nachtbusnetz ist Keilberg weitgehend ausgenommen. SPD-Stadträtin Elisabeth Christoph merkte an, dass zwar die Linie 34 nachts in Keilberg halte, die Abfahrt dieses Busses jedoch deutlich später sei (1.15 Uhr vom Hauptbahnhof, Anmerkung d. Red.). Unter dem Strich, so waren sich die Keilberger einig, fühle man sich an den Wochenenden von der Stadt abgeschnitten.

Der Fahrplanwechsel brachte aus Sicht der Keilberger auch ein Umstiegs-Problem mit sich. „Jetzt fährt in Keilberg der Bus zwei Minuten später ab. Vorher habe ich immer noch den Vierer-Bus erreichen können, um weiter zum Arnulfsplatz zu fahren“, skizzierte eine Anwohnerin die Situation. Der Umstieg an der Haltestelle Donaueinkaufszentrum vom „Achter“ in die Linie 4 sei für sie optimal gewesen, um abends beim Kneitinger-Wirt am Arnulfsplatz den Stammtisch zu besuchen.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hörte sich die Anliegen an, hatte aber Bedenken hinsichtlich des wirtschaftlichen Aspekts: „Es ist immer eine Frage der Nutzung. Wenn nur ein bis zwei Menschen im Bus sitzen, dann wird es für die Verkehrsbetriebe teuer“, sagte sie. Generell werde die Buslinienführung im Stadtnorden derzeit überarbeitet.

Stadtwerk will einlenken

„Stadtwerk“-Sprecher Martin Gottschalk reagierte auf die geschilderten Situationen mit Verständnis. „Diese Probleme sind uns bekannt. Wir arbeiten in diesem Zusammenhang, insbesondere was die Verdichtung des Taktes und die letzte Abfahrt angeht, an einer Lösung“, teilte er mit. Das Unternehmen versichere, „dass es in absehbarer Zeit zu einer Verbesserung kommen wird“. Zu einem möglichen Zeitpunkt, wann die konkreten Maßnahmen umgesetzt werden, könne Gottschalk jedoch noch keine Angaben machen.

Strittiger Standort

  • Tempo-30-Schild:

    Ob das Tempo-30-Schild an der Vorderen Keilbergstraße (Höhe „An der Schauergrube“) richtig platziert ist, darüber sind die Keilberger geteilter Meinung. Ein Anwohner plädierte dafür, dass das Schild näher am Ortseingang stehen soll, weil im vorangehenden Abschnitt ohnehin schneller gefahren werde.

  • Pro:

    Ein Familienvater meinte, dass Schild sei an der Stelle richtig, weil seine Kinder dort ihren Weg zum Bushalt beschreiten.

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