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Verkehr

Konradsiedlung: Stegbau in finaler Phase

Bis Sommer ist die Querung zwischen Brandlberg und der Konradsiedlung fertig. Anwohner hatten lange mit Baulärm zu kämpfen.
von Daniel Steffen

Die rollstuhlgerechte Rampe hinauf zum Steg, der ab Sommer Brandlberg und die Konradsiedlung verbindet, ist 160 Meter lang. Foto: Steffen
Die rollstuhlgerechte Rampe hinauf zum Steg, der ab Sommer Brandlberg und die Konradsiedlung verbindet, ist 160 Meter lang. Foto: Steffen

Regensburg.Die Arbeiten hätten ihnen vom Lärm her sehr zugesetzt, berichteten Anwohner aus der Konradsiedlung. Von morgens 7 Uhr bis 19 Uhr sei die Geräuschkulisse teils unerträglich gewesen. Umso froher sind sie darüber, dass die Pfeilerarbeiten an der 160 Meter langen Rampe hinauf auf den neuen Steg zwischen der Konradsiedlung und Brandlberg bereits beendet sind. Dies betonten sie am Donnerstag bei einer Bürgerversammlung, die in der Turnhalle der Konrad-Grundschule stattfand.

An die 60 Besucher fanden sich dort ein, um mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bürgermeister Jürgen Huber sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung über ihre Anliegen zu sprechen. In puncto Brandlberger Steg werden sie bis zur Fertigstellung nicht mehr lange warten müssen: Im August soll der neue Steg, der über die Pilsen-Allee und die Bahnstrecke Regensburg-Hof führt, in Betrieb genommen werden. Laut Stadtverwaltung handelt es sich um eine „schlanke, stählerne und transparente“ Konstruktion, die rollstuhlgerecht konzipiert wurde.

Ein Vorplatz entsteht

Derzeit wird am westlichen Ende des Stegs eine Treppenanlage gebaut. Diese führt auf kurzem Wege von der Posener Straße hinauf auf den Steg. Anschließend, so teilt die Stadt auf MZ-Anfrage mit, wird dort ein gepflasterter Vorplatz gebaut. Diverse Sitzgelegenheiten entstehen in diesem Bereich, der zudem mit Bäumen begrünt werden soll. Auch eine Bushaltestelle soll dort errichtet werden.

Auf dem Steg müssten „die Geländer fertiggestellt und die Beleuchtung in den Handlauf eingebaut werden“, heißt es. Auch der Straßenbelag auf der Rampe müsse noch angebracht werden, ebenfalls wie eine Asphaltschicht auf dem Wirtschaftsweg, der von Brandlberg aus zum Steg führt. Die Gesamtkosten für den Stegbau beziffert die Stadt auf drei Millionen Euro.

Bei der Bürgerversammlung sprachen die Anwohner mehrere weitere Themen an. Einige ärgerten sich etwa darüber, dass die Grüngut-Sammelstelle am Ende der Sandgasse als Sperrgut- Abladeplatz missbraucht wird. Dies sei ein „Umweltfrevel ersten Ranges“, hieß es. Umweltamt-Leiter Rudolf Gruber räumte ein, dass er das Problem auch aus anderen Stadtteilen kenne, jedoch sah er seine Hände gebunden. Die einzige Möglichkeit sei, rechtzeitig einen konkreten Hinweis an das Umweltamt zu geben, damit man gegen betreffende Personen vorgehen könne. Gehe die Meldung zu spät ein, wälze sich der angesprochene Frevel letztlich auf die Müllgebühren ab.

Bei der Forderung eines älteren Herrn, im Bereich der Grüngut-Sammelstelle die Hergänge zu filmen, blockte die Bürgermeisterin ab. „Es gibt ganz hohe Hürden für die Videoüberwachung im öffentlichen Raum“, sagte sie. Im Bereich der Grüngut-Sammelstelle seien ferner die Voraussetzungen für die Anbringung einer Kamera nicht gegeben.

Anwohner fürchten um Ortsbild

Die künftige Bebauung in der Konradsiedlung war für die Anwohner ebenso von Interesse. Viele befürchten, dass sich durch immer größere Bauten das Ortsbild der Konradsiedlung insoweit verändert, dass der ursprüngliche Charakter komplett verloren geht. Die Bürgermeisterin bat darum, Verständnis für diese Veränderungen zu haben. „Wenn man eine größere Bebauung verhindern will, dann geht dies nur mit einem Bebauungsplan. Daran ist aber sicher nicht allen gelegen“, sagte sie.Josef Mös, der ehemalige Vorsitzende der örtlichen Siedlervereinigung, schaltete sich ein: „Ich plädiere dafür, dass man einen Antrag auf einen Bebauungsplan stellen muss“, sagte er. Die anwesenden Anwohner stimmten daraufhin ab und entschieden sich per Akklamation mehrheitlich gegen einen Bebauungsplan.

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