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Vereinbarung

Pflegedienst neu strukturiert

Die Ambulante Krankenpflege St. Konrad und Schwabelweis wechselt den Träger. Die Caritas-Sozialstation übernimmt.
von Daniel Steffen

Am 1. Januar geht die Ambulante Krankenpflege der Pfarrei St. Konrad in die Trägerschaft des Vereins „Caritas-Sozialstation der Regensburger Pfarreien“ über. Richard Baumann, Max Schmid, Pfarrer Thomas Eckert und Kirchenpfleger Erich Tahedl (v.l.) segneten den Vertrag ab. Foto: Steffen
Am 1. Januar geht die Ambulante Krankenpflege der Pfarrei St. Konrad in die Trägerschaft des Vereins „Caritas-Sozialstation der Regensburger Pfarreien“ über. Richard Baumann, Max Schmid, Pfarrer Thomas Eckert und Kirchenpfleger Erich Tahedl (v.l.) segneten den Vertrag ab. Foto: Steffen

Regensburg.Derzeit betreuen sie etwa 120 Patienten in der Konradsiedlung, am Keilberg, in Schwabelweis und in weiteren umliegenden Stadtteilen. Die 25 Mitarbeiterinnen der ambulanten Krankenpflegestation St. Konrad und Schwabelweis sind tagtäglich für das Wohl der Menschen im Einsatz. Seit 30 Jahren werden ihre Dienste geschätzt und das soll nach dem Willen aller Beteiligten auch in Zukunft so bleiben.

Was sich allerdings ab dem 1. Januar ändert, ist die Trägerschaft der Krankenpflegestation: Seit Anbeginn ist diese in Händen der Katholischen Pfarrkirchenstiftung St. Konrad, zum Jahreswechsel jedoch übernimmt die „Caritas-Sozialstation der Regensburger Pfarreien“ die Trägerschaft.

Erich Tahedl, Kirchenpfleger von St. Konrad, stellt klar: „Weder für die Mitarbeiter noch für die Patienten der Krankenpflegestation wird sich in irgendeiner Weise etwas verändern“, sagt er. Alle hätten nach wie vor „dieselben Rechte und Pflichten“, betonte Tahedl, der am Freitag zu den Unterzeichnern des Vertrags gehörte.

Ebenso setzten Stadtpfarrer Thomas Eckert, Max Schmid als ehrenamtlicher Geschäftsführer der Krankenpflegestation sowie Richard Baumann von der Kirchenverwaltung St. Konrad ihre Unterschrift unter das Vertragswerk.

Weniger Risiko, mehr Synergien

In der neuen Trägerschaft sehen die Beteiligten mehrere Vorteile. Vor allem aber verringere sich für die Pfarreien das wirtschaftliche Risiko, betont Max Schmid. Schließlich stehe es um die Finanzen in den ambulanten Krankenpflegestationen der Pfarreien eher schlecht, begründet Schmid. Er könne aber auch positive Entwicklungen verfolgen: „Seit der neuesten Pflegereform werden die Dienste besser bezahlt“, stellt er fest.

Gegründet wurde die ambulante Krankenpflegestation St. Konrad im Jahr 1988. Wie Tahedl sagt, gehe die Gründung auf eine Initiative des damaligen Stadtpfarrers Karl Gerstl zurück, dem die ambulante Kranken- und Altenpflege „ein großes Anliegen“ gewesen sei. Auch sei die Krankenpflegestation damals „eine der ersten ambulanten Pflegedienste in Regensburg“ gewesen. Am 1. Oktober 1994 trat die Kirchenstiftung St. Georg Schwabelweis in die (fortan gemeinschaftliche) Trägerschaft ein. Grund dafür war der wesentlich größere Personalstamm in St. Konrad, von dem auch die Schwabelweiser profitieren wollten.

Die „Caritas-Sozialstation der Regensburger Pfarreien“ wurde als Trägerverein 2015 ins Leben gerufen. Unter anderem wollte man die Kooperation zwischen den Pfarreien verbessern, Synergien schaffen und das wirtschaftliche Risiko für die einzelnen Kirchenstiftungen verringern.

Initiiert wurde die Gründung durch die katholischen Kirchenstiftungen im Stadtgebiet, durch den Caritasverband der Diözese sowie den Vinzentiusverein, einer der ältesten Pflegevereine Regensburgs.

Drei Dienste sind bereits im Boot

Zunächst übernahm die Caritas-Sozialstation die Trägerschaft der ambulanten Pflegedienste Mitte-Ost (2016) und Herz Marien (2017), seit 2018 ist auch die ambulante Krankenpflege von St. Josef Reinhausen mit im Boot. Zweck des Vereins ist insbesondere der Betrieb und die Organisation der ambulanten Pflegedienste, die sowohl die Kranken- und die Altenpflege als auch die Familienpflege umfassen.

Wie Erich Tahedl erklärt, müssen die Patienten, die die Leistungen in Anspruch nehmen, weder Mitglied der jeweiligen Pfarrei sein noch einer bestimmten Religion angehören.

Pflegestation

  • Adresse:

    Die Geschäftsräume der ambulanten Krankenpflegestation St. Konrad und Schwabelweis befinden sich in der Pommernstraße 3. Im Schichtsystem arbeitend sind die Pflegerinnen von 6.30 bis 21 Uhr im Dienst. Für die übrige Zeit gibt es eine Rufbereitschaft.

  • Gründung:

    Gegründet wurde die Krankenpflegestation im Jahr 1988, Initiator ist der damalige Stadtpfarrer von St. Konrad, Karl Gerstl.

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