MyMz
Anzeige

Tradition

Winterliche Waldweihnacht am Brandlberg

Knapp 200 Gäste folgten am Brandlberg Maria und Josef bei der Herbergssuche. 18 Kinder wirkten beim Stück mit.
Von Daniel Steffen

Am Brandlberg spielten 18 Kinder die biblische Herbergssuche nach. Viele der Kinder hatten sich als Engel verkleidet. Fotos: Steffen
Am Brandlberg spielten 18 Kinder die biblische Herbergssuche nach. Viele der Kinder hatten sich als Engel verkleidet. Fotos: Steffen

Brandlberg.Die natürliche Kulisse am Brandlberg hätte kaum besser sein können: Sanft wie Puderzucker rieselte der Schnee vom Himmel und schaffte somit ideale Voraussetzungen, um die 25. Brandlberger Waldweihnacht so authentisch wie möglich aussehen zu lassen. Diese Wettervorzüge genießend, fanden sich knapp 200 Besucher zur Veranstaltung am Fuße des Brandlbergs ein. Dort wärmte zunächst die Chorgruppe Cantilena unter der Leitung von Christoph Schenk die Gemüter, ehe sich die Teilnehmer und Besucher auf zur biblischen Herbergssuche machten.

Wie es bei der Waldweihnacht Brauch ist, schritten die Akteure die Straßen des Brandlbergs hinauf, um die Herbergssuche nachzuspielen. 18 Kinder schlüpften dabei in die Rollen von Maria und Josef, Hirten und Engeln. Die drei erwachsenen Darsteller – Manfred Kautetzky, Heinz Weigert und Erhard Neugebauer – setzten sich als Herbergsväter in Szene. Anschließend fand an der Marienkapelle eine kurze Andacht statt. Das geistliche Wort sprach Kaplan Thomas Kraus, der auch den Segen spendete. Danach gingen die Veranstalter vom Männer- und Burschenverein Brandlberg zum gemütlichen Finale über und luden die Besucher zu Gebäck und heißen Getränken ein.

Der Brandlberg

  • Ursprüngliche Besiedlung:

    Am Fuße des Brandlberger Berghanges standen schon vor Siedlungsgründung in den 30er-Jahren 18 Häuser. Dort lebten Bauern, Handwerker und Arbeiter des Kalkwerks.

  • „Alt-Brandlberg“:

    Der Bau der Siedlung begann 1932, die Bauplätze vergab die Stadt an kinderreiche Familien mit arbeitslosen Vätern. Da nun nebenan ein neues Quartier entsteht, wird die Siedlung heute auch „Alt-Brandlberg“ genannt.

Während sich die Erwachsenen an einer Tasse Glühwein erfreuten, ließen sich die jüngsten Gäste den Kinderpunsch schmecken. Die Sicht auf das winterliche Regensburg genießend, verweilten viele noch auf den Höhen des Brandlbergs, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Für die Gastgeber geht nun ein ereignisreiches Vereinsjahr zu Ende. Geschäftsführer Konrad Birkmeier hat dieses als „sehr aufregend, sehr lebhaft und sehr abwechslungsreich“ erlebt. So resümiert er ein „bestens besuchtes Johannisfeuer“ im Juni, eine ebenso gefragte Josefifeier im BSC-Vereinsheim sowie ein durchwachsenes Kirchweihfest an der Marienkapelle am 14. und 15. August.

In die Hauptrollen von Maria und Josef schlüpften Vivien Janele (links) und Matilda Reichinger. Fotos: Steffen
In die Hauptrollen von Maria und Josef schlüpften Vivien Janele (links) und Matilda Reichinger. Fotos: Steffen

Zwar konnte das Kirchweihfest mit einem Rekordbesuch bei der Kinder- und Spieleolympiade glänzen, getrübt wurde diese Freude aber durch Diebe, die sich damals über Nacht an einem verschlossenen Brauereifahrzeug zu schaffen gemacht hatten. In dem Fahrzeug, das der Männer- und Burschenverein in der Nähe der Kapelle abgestellt hatte, wurden der Durchlaufkühler, mehrere Fässer Bier und weitere Getränke sowie ein Werkzeugkasten und diverse Gefäße entwendet.

Zunächst schätzte die Polizei den Schaden auf 3000 Euro. Die Schadenshöhe verminderte sich jedoch um die Hälfte, da der Durchlaufkühler und einige andere Gegenstände wieder aufgefunden werden konnten – auf einem Parkplatz zwischen Wenzenbach und Bernhardswald.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht