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Polizei

Autos der Jahn-Zuschauer zerkratzt

Während des Spiels in der Regensburger Continental Arena war ein Vandale unterwegs. Die Versicherung zahlt hier nur selten.
Von Anna Heidenreich

Dieser Feldweg an der Lotte-Branz-Straße war am Sonntag zum Parkplatz umfunktioniert worden. Foto: Lösch
Dieser Feldweg an der Lotte-Branz-Straße war am Sonntag zum Parkplatz umfunktioniert worden. Foto: Lösch

Regensburg. Im Zuge der Fußball-Partie am Sonntag ging es nicht nur im Stadion heiß her: Zur gleichen Zeit wurden 15 Autos verkratzt. Es handelte sich vermutlich um Fahrzeuge von Zuschauern, sagt Polizeisprecher Markus Reitmeier. Sie standen entlang eines Feldwegs bei der Lotte-Branz-Straße.

Vom Täter fehlt noch jede Spur, heißt es von der Polizei auf Anfrage der Mittelbayerischen. „Da können wir nur auf Zeugenhinweise hoffen.“ Ähnlich dürfte es den Besitzern der Autos gehen. Denn der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei insgesamt auf über 10000 Euro. Auf die Versicherung kann man jedoch in einem solchen Fall nicht immer zählen.

Kein Haftpflicht-Fall

Das bestätigt der Regensburger Versicherungsexperte Peter Mlinaric. „Es handelt sich um eine mutwillige Beschädigung, also Vandalismus“, sagt er. „Das wird nur übernommen, wenn man eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen hat.“ Die Haftpflicht übernehme nur Schäden, die man selbst anderen zugeführt habe. „Bei einer Teilkasko sind zwar Schäden am eigenen Fahrzeug abgedeckt. Darunter fallen zum Beispiel Glasbruch, Brand, Wildschäden oder Einbruchsschäden. Kratzer im Lack sind jedoch auch hier nicht inbegriffen.“

Wird der Täter jedoch gefasst, muss er Schadensersatz leisten, sagt der Regensburger Rechtsanwalt Christian Reiser. „Dazu kommen, auch abhängig von den Vorstrafen und dem Grund der Tat, eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Haft.“

Immer wieder ist das Parken bei Heimspielen des SSV Jahn ein Thema. Bei einem vollen Stadion sind die 1800 kostenpflichtigen Parkplätze an der Arena schnell belegt. Oft reichen auch die zusätzlichen Stellplätze bei der Universität und dem Klinikum nicht aus. Offenbar war das auch bei dem 10884-Zuschauer-Spiel am Sonntag der Fall.

Lesen Sie auch: Die Fans feiern, die Anwohner klagen. An Spieltagen reicht der Stadionparkplatz oft nicht aus – Betreiber findet keine Lösung.

Polizei bittet um Hinweise

Dann suchen die Fußball-Liebhaber nach Alternativen – und stellen beispielsweise Anwohner- und Kundenparkplätze oder ganze Straßen im Wohngebiet zu.

Auch der gut einen Kilometer vom Stadion entfernte Feldweg, wo die betroffenen Autos standen, ist mit einem Durchfahrtsverbot beschildert. Trotz der angespannten Lage hat es bisher im Zusammenhang mit Spielen aber noch keinen ähnlichen Vorfall gegeben, sagt die Polizei.

Sie bittet um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer am Sonntag zwischen 12.15 Uhr und 14.50 Uhr in der Nähe des Feldwegs an der Lotte-Branz-Straße gewesen ist und etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich unter der Telefonnummer (0941) 506-2001 mit der Polizeiinspektion Regensburg Süd in Verbindung setzen.

Weitere Informationen aus Regensburg finden Sie hier.

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