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Infrastruktur

Hier hapert es in Burgweintings Verkehr

Anwohner haben uns Knackpunkte gezeigt. Die Bürgermeisterin will sich bei einem Ortstermin ein Bild machen.
Von Daniel Steffen

Karl Heinz Seitz ist Anwohner in der Obertraublinger Straße und nannte mehrere Kritikpunkte zum Thema Verkehr in Burgweinting. Diese sollen heute bei einem SPD-Ortstermin angesprochen werden. Foto: Daniel Steffen
Karl Heinz Seitz ist Anwohner in der Obertraublinger Straße und nannte mehrere Kritikpunkte zum Thema Verkehr in Burgweinting. Diese sollen heute bei einem SPD-Ortstermin angesprochen werden. Foto: Daniel Steffen

Burgweinting.In Burgweinting liegt verkehrstechnisch viel im Argen, beklagen Anwohner wie Karl Heinz Seitz. Darüber wird heute gesprochen – bei einem Ortstermin mit der Bürgermeisterin.

Größtes Problemkind: Obertraublinger Straße

Das wohl größte Sorgenkind der Burgweintinger bleibt die Obertraublinger Straße. Anwohner wie Karl Heinz Seitz beklagen ein Verkehrsaufkommen von rund 18 000 Kraftfahrzeugen pro Tag. Zudem seien täglich an die 200 Linienbusse und (unerlaubterweise) viele Lkw über zwölf Tonnen unterwegs.

Ein LKW befährt Obertraublinger Straße Foto: Danien Steffen
Ein LKW befährt Obertraublinger Straße Foto: Danien Steffen

Eine Entlastung der Obertraublinger Straße finde nicht statt, vielmehr habe der Verkehr sowohl bedingt durch die Neubaugebiete als auch durch Verdichtung im alten Ortsteil massiv zugenommen. Enttäuscht zeigen sich Anwohner demnach darüber, dass die als Entlastung gedachte Edisonstraße vom Durchgangsverkehr „nicht ausreichend angenommen“ werde. Zudem werde häufig durch die Obertraublinger Straße gerast.

Da erst in Höhe Islinger Weg geblitzt werde, seien Autofahrer stadtauswärts teilweise mit Tempo 100 unterwegs. Zur Entspannung der Situation trügen unter anderem „Smilie-Schilder“ bei, die auf Tempo 30 aufmerksam machen, ist sich Seitz sicher.

Ampel: Bürgersteig nicht abgesenkt

Der Bürgersteig ist nicht abgesenkt. Foto: Danien Steffen
Der Bürgersteig ist nicht abgesenkt. Foto: Danien Steffen

Ebenfalls an der Obertraublinger Straße befinden sich eine Ampelanlage und ein Fußgängerüberweg, der vielfach von Schülern der benachbarten Grundschule Burgweinting sowie Gottesdienstbesuchern genutzt wird.

Warum auf der Seite der Grundschule bis heute noch nicht der Bürgersteig abgesenkt ist, fragt sich Karl Heinz Seitz seit Langem. Er berichtet, dass auch viele ältere Leute sowie Menschen mit Behinderungen die Straße passieren. Dies mit einem Rollstuhl zu tun, sei dementsprechend problematisch.

Auch die Radfahrsituation vor Ort ist Seitz ein wichtiges Anliegen, das er beim heutigen Ortstermin mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer ansprechen will: So gebe es an der Obertraublinger Straße keinen durchgehenden Radweg – und an der Hartinger Straße werde ein solcher gänzlich vermisst, betonte der Rentner.

Der Ortstermin

  • Treffpunkt: Zum Ortstermin „Verkehr in Burgweinting“ laden die SPD-Stadtratsfraktion und der SPD-Ortsverein Burgweinting-Harting-Irl um die Vorsitzende Dagmar Kick ein. Dieser findet an diesem Mittwoch um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist die Bushaltestelle an der Grundschule Burgweinting.

  • Bürgermeisterin: Anwesend wird laut Einladung der Sozialdemokraten auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sein, die vor Ort mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen möchte.

  • Zusammenfassung: Die im MZ-Artikel genannten Punkte möchte Anwohner Karl Heinz Seitz in das Gespräch mit einfließen lassen. Auch andere Punkte rund um die Verkehrssituation im Stadtteil sind ihm wichtig. Zusammengefasst finden sich die Punkte auf einem Foliensatz, der heute Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer übergeben werden soll.

  • Lösungsvorschläge: Darin formuliert sind auch Lösungsvorschläge sowie die Bitte, die jeweiligen Punkte in der Stadtverwaltung umgehend zu klären.

Hartinger Straße: „Markierung fehlt“

In die Kritik gerät bei den Burgweintinger Anwohnern auch die Hartinger Straße. Diese habe keine Fahrbahnmarkierungen beziehungsweise verfüge nicht über eine Mittellinie, beklagen sie. Und: Nach Auffassung von Karl Heinz Seitz beginnt in der Hartinger Straße die Tempo-30-Zone zu spät, da motorisierte Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Stadt unterwegs sind, gleich nach der Engstelle in der Eisenbahnunterführung „voll beschleunigen“ würden.

Eine Mittellinie ist in der Hartinger Straße nicht eingezeichnet. Foto: Daniel Steffen
Eine Mittellinie ist in der Hartinger Straße nicht eingezeichnet. Foto: Daniel Steffen

Ihm wäre es daher lieber, wenn das Tempo-30-Schild östlich der Fahrbahnunterführung aufgestellt wird. Unübersichtlich findet Karl Heinz Seitz in der Hartinger Straße auch die Vorfahrtslage: Die Rechts-vor-Links-Regelung greife zwar, sei aber vielen Autofahrern unklar – auch, weil keine Schilder an den jeweiligen Einmündungen beziehungsweise Kreuzungsbereichen vorhanden seien.

Kirchweg: „Schwellen sollen Autos bremsen“

Bremsschwellen könnten verhindern, dass Autofahrer im Kirchweg zu schnell unterwegs sind. Foto: Daniel Steffen
Bremsschwellen könnten verhindern, dass Autofahrer im Kirchweg zu schnell unterwegs sind. Foto: Daniel Steffen

Als Umfahrung der Obertraublinger Straße würden jedoch der Kirchweg und die Hartinger Straße genutzt, schildern Anwohner. Dies sei vor allem zum Schichtwechsel bei den großen Betrieben in den umliegenden Gewerbegebieten der Fall.

Damit auch im Kirchweg das Tempo der Autofahrer gemindert werden kann, schlägt Karl Heinz Seitz Bremsschwellen auf der Fahrbahn vor. Zudem erachtet er im Einmündungsbereich Kirchweg/Obertraublinger Straße die Straßenbreite als zu gering. Bei Gegenverkehr sei dort kein Platz für andere Verkehrsteilnehmer, begründet er. Demnach sei eine Neugestaltung des Einmündungsbereichs „dringend erforderlich“. Das im Einmündungsbereich befindliche Denkmal müsse entsprechend an einer anderen Stelle positioniert werden.

Kreisverkehr an der Kreuzung gewünscht

An der Kreuzung Obertraublinger Straße/Kirchfeldallee wünschen sich Anwohner einen Kreisverkehr. Foto: Daniel Steffen
An der Kreuzung Obertraublinger Straße/Kirchfeldallee wünschen sich Anwohner einen Kreisverkehr. Foto: Daniel Steffen

Für den Kreuzungsbereich Obertraublinger Straße/ Kirchfeldallee hat Seitz den Vorschlag, dass dort ein Kreisverkehr angelegt wird. Vielen Autofahrern, die weniger ortskundig sind, sei nicht bewusst, dass man gerade in den Stadtteil Burgweinting hineinfahre.

Deswegen werde an dieser Stelle häufig gerast. Abhilfe verschaffen würde dem Problem ein Kreisverkehr. Seinen Schilderungen zufolge war früher solch ein Kreisverkehr von der Stadt angedacht, jedoch verwarf man diesen Plan wieder.

Bushaltestelle auf unebenem Gelände

Die Bushaltestelle Burgweinting Bahnhof ist nach wie vor ein Provisorium. Foto: Daniel Steffen
Die Bushaltestelle Burgweinting Bahnhof ist nach wie vor ein Provisorium. Foto: Daniel Steffen

Karl Heinz Seitz fragt sich, wie lange die Bushaltestellen Burgweinting Bahnhof zu beiden Seiten der Hartinger Straße noch ein Provisorium bleiben. Ein Dauerzustand könne das nicht blieben, lautet seine Kritik dahingehend, dass dort die ein- und aussteigenden Fahrgäste keinen Bürgersteig zur Verfügung haben. Zudem sei die Bahnunterführung viel zu niedrig und gerade für Lkw ein großes Problem. Wenn sie erneuert wird, dann müsse an alle Verkehrsteilnehmer gedacht werden – auch an Fußgänger und Radfahrer.

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