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Kirchenmusik

„Musizieren macht fit“ – auf neuen Wegen

Bekannte und ungewöhnliche Klänge: Diakon Thomas Steffl leitete das „1. Altbayerische Adventsingen“ in St. Franziskus.
von Roland Ebner

„Jetzt fangen wir zum Singen an“ – und zwar mit dem „Burgweintinger Viergesang“. Foto: Martin Lachmayr
„Jetzt fangen wir zum Singen an“ – und zwar mit dem „Burgweintinger Viergesang“. Foto: Martin Lachmayr

Regensburg.Seit 2003 ist Thomas Steffl als Diakon und Organist in St. Franziskus im Einsatz. Überdies ist er Chef-Koordinator für die „pastorale Dimension der Kirchenmusik“ (wir berichteten). Und just in dieser Funktion leitet er verschiedene Chöre und Instrumentalgruppen – alles „St. Franz-Eigengewächse“!
Wie schön das klingen kann, haben die Beteiligten jüngst beweisen – unter großem Beifall übrigens: „FranziskusSingers“ (Kirchenchor), „FranziSoli“ (Solistenquartett), „FranzBrass“ (Blechbläserensemble), „Burgweintinger Viergesang“, „M&M-Duett“ und Hannah Lerchenberger an der Orgel sowie Johannes Buhl als Sprecher hatten sich zum „1. Altbayerischen Adventsingen“ zusammengefunden.

Anknüpfend an die Tradition des Adventsingens „wollte die Pfarrei hier dennoch neue Wege gehen“, betonte Steffl im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung. So erklangen bekannte Musikstücke neben vielleicht ungewöhnlichen Vertonungen wie Renaissancetänze, „die in einem Altbayerischen Adventsingen in der Regel nicht zu hören sind“. Orthodoxe Sakralmusik war vertreten im Wechsel mit meditativen Musikstücken aus der Salzburgischen Tradition oder Liedgut von C. Loewe aus der Romantik. Und eben auch altbayerische Lieder.

Dies alles zusammen führte thematisch über „Verkündigung“ und „Herbergssuche“ hin zur „Krippe“. Entsprechend lautete das Rahmenthema der Veranstaltung auch: „Zugegeben - ungewöhnlich!“ Und meinte damit eben mehr als eine „lediglich“ altbayerische Sitzweil...

Abgesehen vom Gastauftritt der „Obertraublinger Stubenmusi“ seien nun erstmals ausschließlich pfarreieigene Gruppierungen aufgetreten. Steffl: „Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass wir in St. Franziskus stark ambitionierte und vielseitige Musiker jeden Alters haben.“

Chorleiter Steffl versucht, sie über Ensembles zusammenzuführen und dann in die Gestaltung der Gottesdienste einzubinden.

Bei diesem eineinhalbstündigen Konzert hatte Musikus Steffl jeder beteiligten Gruppe fünf Musizierplätze reserviert, aufgeteilt auf die drei Themenblöcke. Und die Gruppen wählten dann aus ihrem Repertoire aus.

Die Probezeit dafür nahm lediglich zwei Wochen in Anspruch. „Das hat gereicht, so Steffl, „dank des sehr großen Engagements aller Beteiligten, die eben auch zu Hause fleißig üben.“

„Glücklich und zufrieden“ zeigt sich der Chorleiter „angesichts des großen musikalischen Spektrums in der Pfarrei und der Einsatzfreude aller Beteiligten“. Und weiter: „Besonders wichtig erscheint es mir, auf diese Weise den Glaubensweg der Aktiven und der Zuhörer zu vertiefen.“

„Ausschließlich positive“ Resonanz will Steffl nach diesem Konzert erfahren haben. Das hat sich niedergeschlagen im Spendenaufkommen für die neue Orgel: „Etwa 1300 Euro wurden eingesammelt“, freut sich Steffl. Und weil „musizieren fit und glücklich“ macht, werden die Beteiligten ihre Stücke in den Gottesdiensten vor Weihnachten wiederholen.

Vielseitige Musiker

  • Ehrgeiz:

    Stark ambitionierte und vielseitige Musiker sind in der Pfarrei St. Franziskus aktiv.

  • Sänger:

    Sänger snd teilweise bereits seit 40 Jahren im Einsatz (früher im Kirchenchor, jetzt bei den „FranziskusSingers“).

  • Spenden:

    Einnahmen bei Auftritten unterstützen den Kirchenbauverein bei der Anschaffung einer ersten Orgel für St. Franziskus. (er)

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