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Ehrung

Schulkinder pflanzen für intakte Welt

Mit zwei Projekten wird Burgweintings Grundschule „Umweltschule in Europa“. Arbeiten zur Nachhaltigkeit wurden prämiert.
Von Roland Ebner

Cäcilia Mischko (v.l.) und Martina Schuller freuen sich mit ihren „Umelt-Kindern“. Foto: Roland Ebner
Cäcilia Mischko (v.l.) und Martina Schuller freuen sich mit ihren „Umelt-Kindern“. Foto: Roland Ebner

Regensburg.Mit Urkunde und Fahne darf sich die Grundschule Burgweinting nun schmücken. Zum zweiten Mal wurde sie ausgezeichnet mit dem Prädikat „Umweltschule in Europa - Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Unter 375 Teilnehmern aller bayerischen Schularten ist sie heuer einzige Regensburger Grundschule die derart prämiert wurde.

Zahlreiche Aktionen zum Thema

Den Hintergrund erklärt Martina Schuller, Organisatorin und Leiterin der Umwelt-AG an der Schule, im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung: „Die Bewerber müssen dazu zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, dokumentieren und einer Fachjury aus Vertretern des Umweltministeriums, des Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung und LBV vorlegen.“ Und außerdem: „Eine Darstellung, wie Nachhaltigkeit im Schulleben verankert ist, sollte die Dokumentation ergänzen.“

Und in der Tat, die Burgweintinger Grundschüler haben auch hier einiges vorzuweisen. Eine ganze Reihe von Aktionen sind an der Schule gelaufen: Mülltrennung und Biotonne, Kräuter- und Kartoffelhochbeet, Apfelaktion im Herbst, Streuobstwiese sowie Straßensammlung für den LBV und Vorträge zum „Vogel des Jahres“ nennt Schuller.

Erstes Schwerpunktthema war „Plant for the Planet“, betreut von Lehrerin Ingeborg Hecht. Diese im Jahr 2007 als Schülerinitiative ins Leben gerufene globale Bewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht, „auf der ganzen Welt Bäume zu pflanzen, um die Klimakrise zu bekämpfen“ - und was könnte derzeit weltweit aktueller sein? Die Umwelt-Ag wiederum widmete sich dem Thema „Vogelschutz“.

An der Erarbeitung der Themen des vergangenen Jahres seien etwa 20 Kinder beteiligt gewesen, erklärt Lehrerin Schuller: „Etwa zu gleichen Teilen kamen sie aus der zweiten bis vierten Klasse.“

Das Projekt „Plant for the Planet“ sei schwerpunktmäßig von Viertklässlern erarbeitet worden. Den Bereich „Vogelschutz“ hatten sich die Kinder der schulischen Umwelt-AG zur Aufgabe gemacht, ist zu erfahren. „Aber auch in den anderen Klassen laufen die unterschiedlichsten Aktionen zum Thema Umweltschutz“, freut sich Schuller.

500 Bäume gesetzt

Die Umwelt-AG treffe sich alle zwei Wochen nachmittags - freiwillig, versteht sich. Die „Pflanzaktion für den Planeten“ habe an einem Wochenende in Bad Abbach stattgefunden. „500 Bäume haben wir dort gepflanzt“, erfährt die MZ auf Nachfrage von der neunjährigen Antonia: „Vogelbeeren, Tannen, Buchen und Linden“, zählt sie dabei fröhlich auf.

Die Ausarbeitung habe dann im Unterricht stattgefunden und sei zu kindgerechten Vorträgen gestaltet worden. Diese hätten die Kinder dann erstmals beim Schulfest präsentiert und einen Apfelbaum gepflanzt. Das ist nicht alles, so Schuller: „Die Kinder geben jetzt als ‚Umweltbotschafter‘ das Gelernte in den Klassen weiter.“ Zielsetzung sei es, „Umweltbildung mit den Kindern und der ganzen Schulfamilie gemeinsam umzusetzen“.

Zweite Auszeichnung

  • Umweltschule in Europa:

    Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen. Diese müssen dokumentiert und einer Jury präsentiert werden.

  • 375 Schulen ausgezeichnet:

    In diesem Jahr wurden 375 bayerische Schulen aller Schulgattungen ausgezeichnet. Die Grundschule Burgweinting wurde zum zweiten Mal prämiert. (er)

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