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Der lange Weg von der Kreide- zur Digitalzeit

Rektorin Cäcilia Mischko geht nach insgesamt 42 Dienstjahren in den Ruhestand. Konrektor Walter Burger geht mit.
Von Roland Ebner

Jetzt legen sie die Stifte weg: Rektorin Cäcilia Mischko und Stellvertreter Walter Burger. Foto: Roland Ebner
Jetzt legen sie die Stifte weg: Rektorin Cäcilia Mischko und Stellvertreter Walter Burger. Foto: Roland Ebner Foto: Roland Ebner

BURGWEINTING.Nach insgesamt 42 Dienstjahren beendet nun Schulleiterin Cäcilia Mischko ihre aktive berufliche Tätigkeit. Allein in den vergangenen 22 Jahren wirkte sie vier Jahre als Konrektorin an der Schule am Napoleonstein, acht Jahre als Rektorin an der damaligen Grund- und Teilhauptschule Großberg und schließlich zehn Jahre als Rektorin an der Grundschule Burgweinting .

„Die wichtigsten Jahre für mich waren die, in denen ich in meinem Traumberuf die Verantwortung für die Bildungs- und Erziehungsarbeit für unsere Schülerinnen und Schüler übernehmen durfte“, betont sie im Abschiedsgespräch mit der MZ. „Ganzheitliche Erziehung zur Bildung von starken Persönlichkeiten und lehrplangerechter kompetenzorientierter Unterricht“ seien dabei „Bausteine“ ihrer Arbeit gewesen.

Ein „großes Thema“ sei dabei stets die „Digitalisierung“ gewesen. Von einer „stürmischen Entwicklung allein in den vergangenen zehn Jahren“ spricht hier auch der ebenfalls in den Ruhestand scheidende Konrektor Walter Burger. Von der Matrize über den Overhead-Projektor bis hin zur digitalen Tafel habe der Weg geführt, erklärt Mischko. „Von der Kreide- zur Digitalzeit“, fasst Burger zusammen. Und in den „Corona-Monaten“ sei nun das Arbeiten „fast ausschließlich digital“ erfolgt.

Dennoch, so Mischko, seien es stets die Menschen gewesen, die sie an die Schule gebunden hätten: „Ich sehe es immer noch als meine wesentliche Aufgabe, die organisatorischen und atmosphärischen Rahmenbedingungen für eine angemessene Schulentwicklung zu schaffen, Visionen und Zielvorstellungen aufzuzeigen, die dann letztendlich von den am Schulleben Beteiligten aufgegriffen und umgesetzt werden.“ Manchmal brauche es neben Motivation und Kontrolle auch viel Geduld, Beharrlichkeit und Kraft, bis das eine oder andere Projekt im Schulalltag den erhofften Erfolg zeige.

Und an Projekten hat es nicht gemangelt: So erfolgte ab 2012/2013 der Aufbau der Ganztagsschule samt Hort im Zeichen veränderter Familienstrukturen. Damit verbunden war beinahe ständiger Um- und Ausbau der Schulgebäude.

Mischko: „Es gab Zeiten, in denen mich die Anforderungen der Bürokratie fast zur Verzweiflung brachten. Aber immer war es der Blick auf die Verantwortung für unsere Schüler, der mich darin bestärkt hat, die notwendigen Entscheidungen für unsere Schule richtig zu treffen.“ Die Grundschule habe in den vergangenen Jahren „eine starke Entwicklung gezeigt“. Dabei sei ein „eigenes Schulprofil deutlich geschärft“ worden.

Die Rektorin lobt hier die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg und dem „Förderverein Freunde der Grundschule Burgweinting“. Jugendzentrum Utopia, Kirchen, örtliche Vereine und Otto-Schwerdt-Schule finden hier ebenso Erwähnung wie das Netzwerk mit der Universität.

Und jetzt also gehen beide, die Mischko Cilli und der Burger Walter, in den Ruhestand. Zu allseitigem Bedauern der Kinder übrigens und – ganz klar – der Schulfamilie insgesamt.

Mehr Sport „für mich selbst“ und beim SV als Übungsleiterin hat sich Cäcilia Mischko ins große Freizeitprogramm geschrieben. Beim VKKK wird sie sich auch weiterhin engagieren. Und als stellvertretende Vorsitzende im Bayerischen Schulleitungsverband (BSV) hat sie bestimmt auch gut zu tun. Und da gibt’s dann auch den Ehemann, dem jetzt auch mehr Zeit gewidmet wird.

Walter Burger lässt es ruhiger angehen: Sein Ehrenamt beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) bleibt ihm aber ein Anliegen.

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