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Soziales

Ein Garten Eden mitten in Regensburg

Das Johann-Hinrich-Wichern-Haus feierte sein 20-Jähriges. Seit 1998 haben dort 154 Menschen ein Daheim gefunden.

Nach der geglückten Premiere gibt es eine bunte Flitterdusche für das Ensemble. Foto: Scheiner/Diakonie
Nach der geglückten Premiere gibt es eine bunte Flitterdusche für das Ensemble. Foto: Scheiner/Diakonie

Regensburg.Einen „Garten Eden mitten in der Stadt“ hat Bürgermeister Jürgen Huber das sozial-therapeutische Wohnheim Johann-Hinrich-Wichern-Haus genannt. Bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der diakonischen Einrichtung für psychisch kranke Menschen, bescheinigte er dem Team: „Sie sind vorbildlich!“ Pfarrerin Marjaana Marttunen-Wagner von St. Matthäus gab Bewohnern und Mitarbeitenden in ihrem Grußwort ebenfalls zu verstehen – „Ihr seid die wahren Helden“. Zusammen mit Pfarrer Dr. Anton Hierl von St. Anton sprach sie ein Gebet und segnete die Veranstaltung. Dr. Benedikt Schreiner, Leiter der Sozialverwaltung des Bezirks, sah als Vertreter des Bezirkstagspräsidenten darin „eine Aufgabe und eine Verpflichtung“, um den hier lebenden Menschen „eine Teilhabe am Leben zu ermöglichen“. In der „guten Zusammenarbeit mit dem Wichern-Haus“ sieht er die Voraussetzung für die weitere Entwicklung, die nach dem Bundesteilhabegesetz „wesentlich von den Bewohnern mitbestimmt“ werde.

Seit der Eröffnung 1998 haben „154 Menschen hier ein Zuhause gefunden“, verdeutlichte Peter Rummel, der Leiter des Wohnheims in seiner Begrüßung. Die hatte er als anonymen Brief aus Amerika getarnt und konnte so ungeniert die „lange Wartezeit“ für den genehmigten Erweiterungsbau in Richtung Dr. Helmut Reutter loswerden. Als Leiter der Evangelischen Wohltätigkeitsstiftung, der das Grundstück gehört, tritt dieser als Bauherr auf. Weitere Grußworte steuerten Thomas Blecher vom Heimbeirat und Sieglinde Keim vom Angehörigenverein ApK e.V. bei. Diakoniechefin Sabine Rückle-Rösner, richtete ihr Schlusswort direkt an Rummel: „Ihr Herz schlägt seit 35 Jahren für die psychisch Kranken und für ihre Mitarbeitenden.“ Das Wichern-Haus sei „ein Erfolgsmodell“ und viele Mitarbeitende von Anfang dabei. Das nahm sie zum Anlass und zeichnete Ilse Malle, Monika Schweiger, Helga Kinateder-Jehl und Günter Helfrich von der Kreativwerkstatt mit einer Urkunde von der Diakonie Bayern für ihr 20-jähriges Dienstjubiläum aus.

Im Saal des Wichern-Haus stellten anschließend Bewohner und Kinder des Kindergartens St. Matthäus das selbst entwickelte Theaterstück „Das Wichern-Haus rettet das Fantasieland“ vor. Gefördert von der Aktion Mensch, haben die angehenden Kunsttherapeutinnen Nicole Rak und Jessika Schilling das märchenhafte Stück in monatelanger Vorbereitung mit Bewohnern und Kindern einstudiert, die Dialoge geschrieben und auch das Bühnenbild selbst gebaut.

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