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Sicherheit

Lose Felspartien beseitigt

Oberhalb der Mattinger Straße war das Gestein stellenweise absturzgefährdet. Eine Expertenfirma schafft nun Abhilfe.
von Daniel Steffen

Sie arbeiten mit Hammer und Brecheisen: Oberhalb der Mattinger Straße entfernen Spezialisten absturzgefährdete Felspartien. Foto: Steffen
Sie arbeiten mit Hammer und Brecheisen: Oberhalb der Mattinger Straße entfernen Spezialisten absturzgefährdete Felspartien. Foto: Steffen

Regensburg.Ihr Weg führt hoch auf die Felsen hinauf. Ausgestattet mit Bergsteigerschuhen, Helm und Warnweste führen Spezialisten noch bis heute Nachmittag Felssicherheitsarbeiten im Bereich der Mattinger Straße durch. Sie kümmern sich darum, dass verwitterte, absturzgefährdete Felspartien sicher entfernt werden. Am Seil gesichert, bedienen sich die Arbeiter eines Hammers und Brecheisens, um die losen Partien zu beseitigen.

Dies bringt mit sich, dass das gelöste Gestein nach jedem Hieb den Abhang hinunterrollt. Um Rad- und Autofahrer sowie andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, sichert einer der Arbeiter den Bereich von der Straße aus ab. Naht etwa ein Auto heran, wird die Arbeit kurzfristig unterbrochen, bis die Verkehrsteilnehmer den Gefahrenbereich wieder verlassen haben. Dieses Prozedere hat sich, wie die Erfahrungen in den vergangenen Tagen zeigten, bewährt: Einen Umweg einzuschlagen, um den Gefahrenbereich weiträumig zu umfahren, ist deshalb nicht zwingend erforderlich. Auch deshalb nicht, weil sich die angekündigten „Wartezeiten bei der Durchfahrt“ auf ein Minimum beschränkten.

Arbeiten werden heute beendet

Bis Freitagnachmittag, so teilt die durchführende Firma Kaim mit Sitz in Wien mit, sollen sämtliche Arbeiten an der Mattinger Straße abgeschlossen sein. Für die betroffenen Verkehrsteilnehmer bedeutet dies, dass sie spätestens ab dem Wochenende die Straße wieder ohne Einschränkungen befahren können.

Die Felssicherungsarbeiten waren notwendig geworden, da die Felsen an vielen Stellen Verwitterungsmerkmale aufzeigten. Bedingt durch Frost oder Wassereinwirkung war der Kalkstein stellenweise erodiert und somit absturzgefährdet. Unter anderem bildeten sich Klüfte und Spalten, in die leicht Wurzelwerk und Wasser eindringen können. „Vor allem, wenn das Wasser gefriert, kann es den Felsen aufsprengen“, teilt die Stadt auf Anfrage der Mittelbayerischen Zeitung zum Hintergrund mit. Sie koordinierte die Arbeiten in Abstimmung mit der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung der Oberpfalz. Insgesamt erstrecken sich die Arbeiten über eine Länge von rund 500 Metern – und zwar von der Prüfeninger Fähre bis auf Höhe der Autobahnbrücke Sinzing. Da auch Eingriffe im Naturschutzgebiet Max-Schultze-Steig erfolgten, musste die Stadt eine entsprechende Sondergenehmigung von der Regierung der Oberpfalz einholen. Das Naturschutzgebiet zeichnet sich durch mehr als 20 markante Felstürme aus der Jura- bzw. Kreidezeit aus. Benannt wurde der Max-Schultze-Steig nach dem Architekten und Naturschützer Max Schultze (geboren 1845, gestorben 1926), der 1872 als Bauinspektor in den Dienst des Fürsten Maximilian Maria von Thurn und Taxis getreten war.

Arbeiten im Zwei-Jahres-Turnus

Die bis dato letzten Felssicherungsarbeiten liegen etwa zwei Jahre zurück. Ein zweijährlicher Turnus im Bereich der Mattinger Straße sei üblich. „Nach starken Frostperioden kontrollieren wir jedoch jährlich“, so ein Sprecher der Stadt. Der Bereich Max-Schultze-Steig/Mattinger Straße sei die „einzige Stelle im Stadtgebiet“, bei der Felssicherungsarbeiten in Straßennähe durchgeführt werden.

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