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Verkehr

Ab 2017 rollt „Emil“ durch die Altstadt

Anfang des kommenden Jahres werden die ersten beiden Elektrobusse die Regensburger befördern, im Frühjahr weitere drei.
Von Heike Haala, MZ

  • RVV-Chef Frank Steinwede (v. l.), Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Manfred Koller, der Geschäftsführer der Stadtwerke, stellten den neuen E-Bus vor. Foto: Haala
  • So ähnlich wird der neue Bus aussehen. Foto: Effenhauser

Regensburg.Regensburg soll die erste Stadt Bayerns werden, die ein eigenes Antriebssystem für ihre E-Busse hat. Entwickeln werden diesen Motor ansässige Unternehmen. Dazu dürfen sie sich bald von Zeit zu Zeit einen „Emil“ von den Stadtwerken ausleihen und ihre Technik damit testen.

Emil, so werden die fünf E-Busse heißen, die die dieselbetriebenen Fahrzeuge auf der Altstadtlinie ersetzten sollen. Das gab RVV-Chef Frank Steinwede am Montag zusammen mit Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Manfred Koller, dem Geschäftsführer der Stadtwerke, bekannt. So wird Emil Teil der Innovationslinie der Stadtwerke .

Zunächst aber haben erst einmal die Regensburger selbst etwas von der neuen Linie mit E-Antrieb. Ende November werden die ersten beiden Fahrzeuge der Marke Rampini aus Perugia nach Regensburg geliefert. Anfang des kommenden Jahres sollen sie einsatzbereit sein. Emil III., Emil IV. und Emil V. sollen bis zum Frühjahr 2017 folgen. Damit verschiebt sich das im Koalitionsvertrag festgehaltene Projekt wegen der langen Bestellfristen bei Rampini um über ein Jahr.

Hier ein Interview mit SWR-Geschäftsführer Manfred Koller:

„Emil“ sticht „Wollator“ aus

„Emil – die Welterbelinie“: Der Name des neuen E-Busses ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, zu dem der Regensburger Verkehrsverbund (RVV), die Stadtwerke Regensburg (SWR) und die Regensburger Verkehrsbetriebe (RVB) die Regensburger im März aufgerufen haben. Sie sollten Vorschläge einreichen und ließen sich dabei in Sachen Kreativität nicht lumpen.

In der Endrunde setzte sich „Emil“ schließlich gegen die Namen „Rex“, „Regina“ oder „Relinio“ durch. Der Vorschlag stammt von einer Regensburgerin, die lieber anonym bleiben möchte. Die Stadtwerke dankten es ihr mit einem Gutschein für die Westbad Sauna. Obwohl Wolbergs’ persönlicher Favorit nicht zum Zug kam, steht er voll hinter Emil. Denn eine Einsendung schlug den Namen „Wolli-Express“ vor. Andere Regensburger wünschten sich dagegen Namen wie „Wollator“, „Woll-E“ oder auch „Busserl“ als Titel für den neuen Altstadtbus.

Der Tarif ändert sich nicht

Die fünf E-Busse werden die Stadt 3,5 Millionen Euro kosten. Jeder Emil kostet die Stadt 500 000 Euro. Hinzu kommt etwa noch die Ladestation unter der Galgenbergbrücke, an der die Busse nach jeder Runde durch die Altstadt neuen Öko-Strom tanken können. Emil wird auf der Altstadtlinie im Zehn-Minuten-Takt fahren, die Tarife für diese Linie werden sich nicht ändern.

Die Verkehrsplaner prüfen derzeit, ob der Altstadtbus nicht auch wieder am Samstag fahren kann – dann allerdings nicht auf der Ludwigs- oder der Gesandtenstraße. RVV-Chef Steinwede wird zudem ausloten, ob die E-Busse auch andere Strecken in der Stadt bedienen können. Das hängt aber auch davon ab, ob die Technik das durchhält. Koller berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung auch von anderen Zunkunftsplänen der Stadtwerke: dem Projekt „höherwertiger ÖPNV“. Ob es als Bus, als Tram oder auch als Tram-Bus realisiert wird – der Antrieb dafür soll elektronisch sein.

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