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Applaus für das Heimspiel im Schloss

Sängerin Steffi Denk ist nach der Show in Regensburg begeistert. Produzent Gerwin Eisenhauer denkt über Wiederholung nach.
von Heike Haala, MZ

  • Die Regensburger Local Heroes widmeten dem Pink-Floyd-Kultalbum „The Wall“ eine ganze Konzertshow. Foto: Bockholt
  • Die Regensburger Local Heroes widmeten dem Pink-Floyd-Kultalbum „The Wall“ eine ganze Konzertshow. Foto: Bockholt
  • Die Regensburger Local Heroes widmeten dem Pink-Floyd-Kultalbum „The Wall“ eine ganze Konzertshow. Foto: Bockholt

Regensburg.Eine entspannte, wenn auch etwas müde Steffi Denk berichtet am Mittwoch von ihrem Auftritt bei den Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen am Abend zuvor. Da präsentierte sie zusammen mit musikalischen Größen Ostbayerns wie Lisa Wahlandt, Gerwin Eisenhauer, Markus Engelstädter oder auch den jungen Sängern des Cantemus-Chors die Songs des Pink-Floyd-Kultalbums „The Wall“. Dieser Auftritt war das Heimspiel der Musiker aus der Region im Konzertreigen auf der ehrwürdigen Bühne der Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele. Eine Produktion, die Eisenhauer und Bernd Meyer extra für das Event arrangiert hatten.

Denk genoss dieses Heimspiel im Schloss vor den Regensburgern. Dabei war das Projekt zunächst ein Wagnis, auf das sie sich einließ: „Das polarisiert. An Pink Floyd wären wir niemals rangekommen, deswegen wollten wir keine Kopie abliefern“. Sie hat beobachtet, dass das Publikum zwar ein paar Takte brauchte, bis es sich auf das musikalische Experiment eingelassen hat, dann aber seien die Gäste aber großartig mitgegangen. „Das hat Spaß gemacht“, sagt sie. Von der Arbeit als Künstlerin bei den Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen ist sie begeistert, auch wenn sie die Größe des Publikums mit 3200 möglichen Gästen als beachtlich empfindet.

Cantemus auf Wolke Sieben

Auch Matthias Schlier, der Chorleiter des Cantemus-Chors, und seine jungen Sänger sind nach dem Auftritt auf „Wolke Sieben“. Die Kinder hatten Freude daran, bei den Festspielen ein Konzert zu geben, zu dem ihre Eltern und manchmal sogar deren Arbeitskollegen gekommen waren. Im Chor hatten sie während der Konzertshow mehrere Kurzauftritte hingelegt. Beispielsweise kamen sie für den zweiten Refrain des Megahits „Another Brick In The Wall“ auf die Bühne gelaufen: In mehreren Reihen stellten sie sich hinter dem Set der Musiker auf, streckten beide Zeigefinger gerade auf das Publikum zu und schmetterten den Besuchern die trotzigen Zeilen des Songs entgegen. Nach dieser Einlage gab es den ersten Zwischenapplaus des Publikums.

Schlier erzählt aber auch, dass die Proben für die Show durchaus ihre Tücken hatten. Zunächst gab es chorinterne Proben mit Klavierbegleitung. Den Sängern zu vermitteln, wie sich ihre Passagen in das Konzert fügen werden, war eine Herausforderung. „Für die Kinder ist es eben schwer zu verstehen, wenn sie zwei Takte singen sollen, dann aber vier Takte lang keinen weiteren Einsatz haben“, sagt er. Feuer und Flamme für das Projekt waren die Cantemus-Sänger aber ab dem Moment, in dem die Proben mit dem gesamten Ensemble begannen. Eine ganze Rockband als Begleitung, dazu die regionalen Größen: „Das war ein ganz besonderes Gefühl für den Chor“, sagt Schlier. Das Sahnehäubchen auf dem Auftritt mit den regionalen Stars im Schloss war für die Sänger, dass Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sie beim Soundcheck besuchte und ein Foto mit ihnen machte.

Gefühlte 87 Grad bei den Proben

Produzent Eisenhauer erinnert sich vor allem an diesen sechsstündigen Soundcheck bei gefühlten 87 Grad, wenn er auf den Mittwoch im Schloss angesprochen wird. Mit einem Chor, einer Rockband und den Solo-Sängern hat er viel in die Konzert-Show hineingepackt – das wollte zum Schluss auch entsprechend zusammengemischt werden. Der Auftritt stimmt ihn schlichtweg „happy“.

Die Reaktionen auf den Wurf seien durchwegs positiv. Deswegen hat er am Mittwochabend gleich noch Pläne geschmiedet. Er denkt sogar darüber nach „The Wall“ – eigentlich exklusiv für die Schlossfestspiele geschrieben – noch weitere Male zu zeigen. „Es wäre doch schade, die Noten jetzt einfach wieder in den Schrank zu stellen“, sagt Eisenhauer.

Habe heute noch ein Programm der Schlossfestspiele zugesteckt bekommen, auf dem steht: "Beloved Gerwin (eh' schon cool),...

Posted by Gerwin Eisenhauer on Donnerstag, 23. Juli 2015
Pink Floyds "The Wall" im Schloss

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