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Politik

Die Altstadt steht im Fokus

Multifunktion birgt Konfliktpotenzial. Die Regensburger SPD-Ortsverein lädt die Bewohner am 2. Juli zur Diskussion ein.

Der Müll am Donauufer in der Altstadt beschäftigt Anwohner und Stadtverwaltung. Foto: MZ-Archiv/Haala

Regensburg.Die Regensburger Altstadt steht als Welterbe, Tourismusmagnet, Einzelhandelsstandort und Partymeile im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Doch noch wohnen über 17 000 Menschen innerhalb der Grenzen des Welterbes. Gerade diese Multifunktionalität birgt Konfliktpotential. Der SPD-Ortsverein Regensburg-Altstadt lädt deshalb zum Bürgergespräch „Leben und Wohnen in der Regensburger Altstadt“ mit Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ein, um miteinander die Chancen und Risiken des Wohnstandortes Altstadt zu diskutieren.

„Die Altstadt ist das multifunktionale Herz dieser Stadt“, so der Vorsitzende der Altstadt-SPD, Stadtrat Dr. Tobias Hammerl, „aber dieses Herz muss gesund bleiben und das geht nur, wenn Leben und Wohnen in der Altstadt auch zukünftig möglich ist.“

Die Hauptsorge der Altstadtgenossen ist, dass mehr und mehr Bewohnerinnen und Bewohner die Altstadt verlassen und an den Stadtrand ziehen. Dies würde nicht nur mehr Verkehr, mehr Flächenverbrauch, sondern auch die Verödung der Altstadt mit sich bringen. Die Lösung scheint vorgezeichnet: „Die Altstadt braucht wieder mehr Wohnqualität!“, so bringt es die stellvertretende Vorsitzende Johanna Zeitler auf den Punkt.

„Wir begrüßen ausdrücklich alle Anstrengungen rund um die Themen Einzelhandel, Tourismus und Live-Kultur, aber wir wollen auch, dass die Schaffung von Wohnqualität Ziel der städtischen Politik wird.“

Gravierende Probleme sieht Dr. Hammerl zum Beispiel beim Verkehr: „Der Verkehr in der Altstadt nimmt nach unserer Wahrnehmung zu, wir wollen zum Beispiel in den Wohnverkehrsstraßen versenkbare Poller, so dass Lieferanten und Paketdienste die Lieferzeiten einhalten müssen und ein innerstädtisches Parkraumkonzept, das den Verkehr möglichst vor der Allee abfängt.“

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Genossen ist der nächtliche Lärm: „Wir brauchen hier endlich eine wirkungsvolles Paket aus Prävention und Sanktion, welches die nächtliche Ruhestörung eindämmt.“

Die Probleme von Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt sollen deshalb Rahmen eines Bürgergesprächs mit Oberbürgermeister Joachim Wolbergs auf den Tisch gebracht werden. Der SPD-Ortsverein Regensburg-Altstadt lädt deshalb am 2. Juli um 19.30 Uhr in das Goldene Fass, Spiegelgasse 10, ein.

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