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Festspiele: Hand in Hand mit den Stars

Julia Köppel betreut die Konzerte. Bei dem von Tom Jones könnte das bedeuten, dass Damen-Slips abtransportiert werden müssen.
Von Heike Haala, MZ

  • Festspielleiterin Julia Köppel arbeitet Hand in Hand mit den Stars. Dabei hilft ihr auch der Techniker Felix Engesser. Foto: Haala
  • Morgen kommt der „Tiger“ Sir Tom Jones zu den Thurn-und-Taxis-Schlossfestspielen. Foto: dpa
  • Beim Konzert „Classic meets Cuba“ am Montagabend tanzte Gloria von Thurn und Taxis (2. v. l.) mit Gästen auf der Bühne. Wenn alle bei den Konzerten Spaß haben, ist auch Festspielleiterin Julia Köppl glücklich. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Zehn Tage Schlossfestspiele – das bedeutet für die Festspielleiterin Julia Köppel von Odeon-Concerte auch jedes Mal zehn Tage Ausnahmezustand. Zusammen mit ihrer Kollegin Nicole Zwicknagel organisiert sie die Konzerte der Stars. Das heißt für die beiden Frauen, dass sie mit Zaz, Plácido Domingo, Tom Jones & Co. die Bühne bereit machen für den großen Auftritt, bis zum letzten Moment proben, mit den Crews am Sound schleifen oder auch Gitarren an den richtigen Stellen auf der Bühne platzieren.

Dabei bleibt der Kontakt mit den Stars natürlich nicht aus. Zaz zum Beispiel ist in Köppels Augen eine sehr nette Künstlerin. Die Arbeit mit der professionellen Tournee-Crew der Sängerin kam dem Team zudem sehr entgegen. Der Auftritt von Plácido Domingo heute Abend war für Köppel dagegen zunächst keine leichte Angelegenheit. Weil sie die Konzerte in Regensburg betreuen musste, konnte sie nicht bei den Proben für den Auftritt in Augsburg dabei sein. Dort hält sich der Startenor bereits seit Montag auf, um sich auf sein einziges Konzert in Deutschland vorzubereiten. Bis Köppels Kollege ihr aus der Fuggerstadt berichtete, dass diese Proben gut gelaufen sind, hatte ihr das ganz schön zu schaffen gemacht.

Die Proben des Augsburger Ensembles sind aber nicht nur gut gelaufen, sie scheinen auch richtig angenehm gewesen zu sein: Jakob Janeschitz-Kriegl ist Cellist bei den Augsburger Philharmonikern. Er und sein Orchester haben die Ehre, heute Abend zusammen mit dem Jahrhunderttenor auf der Bühne im Schloss auftreten zu dürfen. Vor den gemeinsamen Proben mit Domingo in Augsburg sei der Cellist schon ein wenig angespannt gewesen. Aber Domingos Sicherheit bei der Arbeit hat sich vom ersten Moment an auf den Musiker übertragen: „Mit ihm zusammenzuarbeiten, ist das Gegenteil von Stress“, sagt Janeschitz-Kriegl. Unglaublich nett sei Domingo zu den Philharmonikern gewesen. Außerdem habe er jeden Selfie-Wunsch aus den Reihen des Ensembles über sich ergehen lassen. Bei einer letzten Probe, heute in Regensburg, wird sich Festspielleiterin Köppel von diesen Schilderungen selbst überzeugen können.

Läuft das Konzert erst einmal, hat sie Zeit, kurz durchzuatmen und zu genießen, dass es ihr wieder einmal gelungen ist, „eine Party für 3000 Leute“ organisiert zu haben. Wenn die letzten Damen im Abendkleid danach aus dem Schloss, Petersweg, gestöckelt sind, geht die Arbeit für das Team um Köppel noch einmal richtig los. Dann rollen schwere Lastwagen über die Wege im Park, auf denen zuvor noch die Besucher lustwandelten. Die Technik und die Instrumente der Stars wollen vom Hof geschafft werden. Ein hartes Stück Arbeit war beispielsweise die Kulisse der Oper „La Bohème“ von den ersten beiden Abenden der Festspiele. Bis vier Uhr morgens beluden Köppel und ihr Team insgesamt vier Lastwagen, bis die Bühne frei war für Zaz am Sonntag.

Morgen könnte es übrigens sein, dass das Team um Köppel nicht nur Bühnenausstattung aus dem Schloss abtransportieren muss, sondern auch eine Wagenladung Damen-Dessous. Denn an diesem Abend schleicht der „Tiger“ Sir Tom Jones auf die Bühne. Bei seinen Konzerten gehört es quasi zum guten Ton, dass die Besucherinnen Wäschestücke auf die Bühne schmeißen. Tom Jones absolviert gerade eine Live-Tour, während der er auch zu den Schlossfestspielen kommt. Die Berichte von der Tournee lassen hellhörig werden: Während die Damen beim Auftakt in der Alten Oper in Frankfurt am Main zurückhaltend waren, warfen die Münchnerinnen beim Tollwood-Festival die Wäschestücke wie eh und je auf die Bühne.

Die Schlossfestspiele im Netz

  • Erlebnis:

    Für die Besucher, die während der Schlossfestspiele allabendlich den Park und den Innenhof bevölkern, sind die Konzerte ein ganz besonderes Erlebnis. Das spiegelt sich auch in den sozialen Netzwerken wieder.

  • Suche:

    Per Hashtag-Suche können die Mitglieder der Netzgemeinde auf Facebook, auf Twitter oder auf Instagram nach den Erlebnissen der Festspielbesucher fahnden.

  • Tipps:

    Beliebte Topics, unter denen gepostet wird, sind #schlossfestspiele und #thurnundtaxis.

  • Ticker:

    Live bei den Konzerten dabei sind natürlich auch die Reporter der Mittelbayerischen Zeitung. Sie berichten im Live-Blog vom Geschehen im Schlosspark und auf den Konzerten. Den Live-Blog und alle Artikel zu den Festspielen finden Sie auf unserer Homepage .

Classic meets Cuba

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