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Initiative

Hilfe für Obdachlose in Regensburg

Die Stadt zog Bilanz zum Kälteschutzprojekt. Im Herbst 2019 wird mit dem Projekt UfO eine neue Anlaufstelle geschaffen.
Von Hannah Mages

Stehen hinter der neuen Initiative UfO: Doris Ebenhöch, Leiterin des Amtes für Soziales, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Sabine Bach, stellvertretende Leiterin des Amtes für Soziales Foto: Hannah Mages
Stehen hinter der neuen Initiative UfO: Doris Ebenhöch, Leiterin des Amtes für Soziales, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Sabine Bach, stellvertretende Leiterin des Amtes für Soziales Foto: Hannah Mages

Regensburg.Nicht jeder hat die Gewissheit, dass er an kalten Tagen und Nächten ein Dach über dem Kopf hat. Damit Obdachlose in den Wintermonaten nicht Eis und Kälte ausgesetzt sind, rief die Stadt bereits im Winter 2017/2018 ein Kälteschutzprojekt ins Leben. Auch im vergangenen Jahr öffnete die Einrichtung in der Wöhrdstraße wieder ihre Tore und bot in den Nachtstunden insgesamt 30 Schlafplätze an, für obdachlose Menschen mit Suchterkrankungen oder psychischen Problemen.

Der Bedarf steigt

„Wir haben schnell festgestellt, dass wir mehr Kapazitäten brauchen. Vor allem ein niedrigschwelliges Angebot im Kälteschutz, in dem Suchtkranke oder auch Menschen mit Hund ein Dach über den Kopf bekommen“, erklärte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. „Während die Schlafplätze im ersten Jahr noch gut ausreichten, sind wir im letzten Winter einige Male an die Grenzen gekommen und mussten Obdachlose an das Haus in der Taunusstraße verweisen“, so Sabine Bach, stellv. Leiterin des Amtes für Soziales.

Soziales

Kälteschutzhaus ist wieder offen

Auch in diesem Winter hat die Unterkunft für Obdachlose in Regensburg geöffnet. Das Angebot wurde gut angenommen.

Die Bilanz nach den vergangenen zwei Wintern zeigt deutlich, dass der Bedarf wächst – im letzten Winter fanden 2716 Übernachtungen statt. „Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 30 Prozent. Das bedeutet aber nicht, dass auch die Zahl der Obdachlosen in Regensburg steigt“, so Doris Ebenhöch, Leiterin des Amtes für Soziales. Stattdessen sei darin zu sehen, dass das Vertrauen in die Einrichtung auf Seiten der obdachlosen Menschen gewachsen ist. „Von den insgesamt 126 Obdachlosen, die unser Angebot wahrgenommen haben, konnten wir fünf in neuen Wohnraum vermitteln“, freute sich Sabine Bach.

UfO – eine neue Anlaufstelle

Da das Gebäude in der Wöhrdstraße im Zuge von Baumaßnahmen abgerissen wird, musste ein neues Objekt gefunden werden. In der Landshuter Straße 49 wurde man schließlich fündig - dort wird das UfO (Unterbringung für Obdachlose) entstehen.

„Mir ist wichtig, dass niemand auf der Straße schlafen muss.“

Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bürgermeisterin

„Zusätzlich zum Kälteschutzprojekt braucht es auch einen Tagesaufenthalt, denn die bisherigen Angebote der freien und ehrenamtlichen Träger reichen nicht aus“, sagte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Im UfO finden Obdachlose zukünftig an sieben Tagen in der Woche einen Tagesaufenthalt von 8 bis 20 Uhr sowie Übernachtungsplätze von 18 bis 9 Uhr vor. Insgesamt 56 Schlafplätze für Männer und 22 Schlafplätze für Frauen wird es geben. Zusätzlich wird es ein Stockwerk mit betreutem Wohnen geben, um Obdachlose beim Übergang in festen Wohnraum zu unterstützen. Die Eröffnung ist für Herbst 2019 geplant.

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Erweiterung des Sozialdienstes

  • Beratung:

    Zusätzlich zum UfO wird die Stadt den Allgemeinen Sozialdienst (ASD) erweitern. Ab 2020 wird der ASD eine Expertenfunktion in der Beratung um die Themen Wohnraumversorgung und -sicherung übernehmen.

  • Prävention und Nachsorge:

    Damit soll einer drohenden Wohnungslosigkeit präventiv begegnet werden. Zusätzlich wird ein Nachsorgeangebot eingerichtet.

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