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Gastronomie

Neue Livebühne hinter Altstadt-Mauern

Während in Regensburg händeringend nach Bühnen gesucht wird, eröffnet in der Altstadt unverhofft eine neue Live-Bar.
Von Mathias Wagner, MZ

In den früheren Räumen der Orange Bar eröffnete der neue Liveclub mit dem ungewöhnlichen Namen.
In den früheren Räumen der Orange Bar eröffnete der neue Liveclub mit dem ungewöhnlichen Namen. Foto: Wagner

Regensburg.Viele Musiker und wohl auch ihr Publikum, einige Wirte und Veranstalter sowie auch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs sehnen sich nach mehr Livekultur in der Regensburger Altstadt. Doch während sich veranstaltungswillige Gastronomen am verordneten Maximum von jährlich nur zwölf „öffentlichen Vergnügungen“ in ihren Schankwirtschaften die Zähne ausbeißen und die Stadt laut OB Wolbergs weiterhin nach passenden Räumlichkeiten für Konzerte sucht, eröffnet wie aus heiterem Himmel ein neuer Liveclub in der Goldenen-Bären-Straße. Suite15-Chef Sascha Almahmoud sperrt am Mittwochabend in den früheren Räumen der Orange Bar seine neue Kneipe mit dem zugegeben etwas speziellen Namen „Jag deine Eltern nicht vom Hof“ auf. Unweit der Steinernen Brücke sollen künftig regelmäßig Unplugged-Konzerte über die kleine Bühne gehen, und zwar mit dem Segen des Ordnungsamts. „Wir haben eine Konzession als Livebar“, kündigt Almahmoud an. Die Musiker werden auf einer kleinen Bühne in der Kneipe auftreten – vor einem großen Fenster, mit dem Rücken zur Straße. So bekommt auch die potenzielle Laufkundschaft künftig mit, wenn drinnen musiziert wird – zumindest mit den Augen, denn hören soll man die Klänge der Musik auf der Straße nicht. Damit es auch mit den Nachbarn klappt, will der Betreiber der Livebar vorgesorgt haben. „Wir haben uns um alles gekümmert“, verspricht Almahmoud. In dem Lokal, das sich im Erdgeschoss des aufwendig sanierten Gebäudes aus dem frühen 16. Jahrhundert befindet, wurden Schallschutzfenster und eine Schallschutzdecke eingebaut, sowie auch eine Schleuse, die im Türbereich den Lärm, der nach draußen drängt, dämmen soll.

Sascha Almahmoud
Sascha Almahmoud Foto: Lex

Gitarrenrock soll Generationen verbinden

Nicht täglich, aber doch regelmäßig sollen in der neuen Bar Konzerte von lokalen Singer-Songwritern stattfinden. Wenn die Bühne im „Jag deine Eltern nicht vom Hof“ mal verwaist ist, läuft gitarrenlastige Musik aus den Boxen. „Von Led Zeppelin bis Queens of the Stoneage“, kündigt der Almahmoud an. So will er ein generationenübergreifendes Publikum anlocken. 65 Sitzplätze gibt es in dem laut Almahmoud hochwertig eingerichteten Lokal. Ein Eichendielenboden wurde verlegt, die Sitzflächen sind aus Leder, die Bar ziert ein altertümliches „Lümmelbord“. Wie es zum außergewöhnlichen Namen der Bar kam, will Almahmoud offen halten.

„Jag deine Eltern nicht vom Hof“ soll künftig ein generationsübergreifendes Publikum anlocken.
„Jag deine Eltern nicht vom Hof“ soll künftig ein generationsübergreifendes Publikum anlocken. Foto: Bulb.Disco.GmbH

Genauso wenig will er – noch – über weitere Projekte sprechen, die auf seiner Agenda stehen. Schon bald steht für Almahmoud nämlich die nächste Eröffnung ins Haus. Er betreibt künftig das „Café Spital“ in den Räumen des früheren Asia-Imbiss am Brückenbasar in Stadtamhof. Aktuell werden die Räume dort noch saniert. Und dann steht noch immer die schon längst geplante Wiedereröffnung der Suite 15 in ihren alten Räumen unter dem Petersweg-Parkhaus an. Wann das passieren wird? Sascha Almahmoud gibt sich wortkarg. „Ich kann es noch nicht sagen.“. Für ihn steht jetzt erst einmal die Eröffnung seiner Livebar im Fokus, sagt er. Erst wenn die erfolgreich über die (Live-) Bühne gegangen ist, will er sich seinen weiteren Zukunftsplänen widmen.

Jag deine Eltern nicht vom Hof

  • Öffnungszeiten:

    Die neue Livebar in der Goldenen-Bären-Straße 10 wird täglich von 20 bis 2 Uhr geöffnet sein. Regelmäßig stehen dort lokale Singer-Songwriter auf der Bühne.

  • Auftakt:

    Bei der Eröffnungsfeier am Mittwoch tritt die Akustik-Coverband Charly Tango auf. Am Donnerstag steht Hacklberry Finn aus Regensburg auf der Bühne. Das Trio interpretiert bekannte Pop-Hits im eigenen Sound.

  • Vorgänger:

    Im Gebäude, das in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde, waren bis zur Sanierung im Sommer 2013 die Orange Bar sowie die Kultkneipe Banane untergebracht.

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