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Auftakt

Promi-Talk bei den Schlossfestspielen

Schloss St. Emmeram im Festspiel-Fieber: Das Regensburger Kultur-Event hatte einen heißen Start. Lesen Sie hier, wer da war.
Von Heike Haala, MZ

Drei, die sich einfach gut verstehen: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (v. l.), Gábor Tordai-Lejkó, Generalkonsul von Ungarn und der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer
Drei, die sich einfach gut verstehen: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (v. l.), Gábor Tordai-Lejkó, Generalkonsul von Ungarn und der Regensburger Bischof Rudolf VoderholzerAlle Fotos: altrofoto.de

Treffen von Durchlaucht und Bischof

Drei, die sich einfach gut verstehen: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (v. l.), Gábor Tordai-Lejkó, Generalkonsul von Ungarn und der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer
Drei, die sich einfach gut verstehen: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (v. l.), Gábor Tordai-Lejkó, Generalkonsul von Ungarn und der Regensburger Bischof Rudolf VoderholzerAlle Fotos: altrofoto.de

Die Freude über den Besuch des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer stand Fürstin Gloria von Thurn und Taxis beim Empfang im Davidshof ins Gesicht geschrieben. Sie zollte Voderholzer allen Respekt dafür, dass er trotz der Hitze im schweren, schwarzen Bischofsgewand gekommen war und organisierte ihm sofort ein Glas Wasser zur Erfrischung. Voderholzer ging die Sache pragmatisch an: „Solange ich mich nicht zu viel bewege, muss ich auch nicht schwitzen“, sagt er. Der Bischof – der sich eigentlich eher der Musik Mozarts verschrieben hat – freute sich auf die Musik des italienischen Komponisten Giacomo Puccinis. Auch wenn er die Geschichte als sehr traurig empfindet. Zu der Runde mit der Fürstin und dem Bischof gesellte sich auch Gábor Tordai-Lejkó, Generalkonsul von Ungarn. Wenn er nach Regensburg fährt, ist das für ihn immer ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Immerhin hat er hier von 2001 bis 2007 Volkswirtschaftslehre studiert. Deswegen ist er mehrmals im Jahr in der Domstadt anzutreffen. „Ich liebe es einfach, durch die Gassen zu schlendern und die Lokale zu sehen, in denen ich früher Wein oder Prosecco getrunken habe“, sagt er. Dass bei diesem Besuch auch noch seine Lieblingsoper „La Bohème“ gegeben wurde, war für ihn eine besondere Freude. Seine Mutter hat als Kostümschneiderin an einem Theater gearbeitet. Er kann sich noch gut an ihre Entwürfe für den Puccini-Klassiker erinnern.

Reinhard Söll in bester Festspiellaune

Svetlana Panfilow und Festspiel-Veranstalter Reinhard Söll zeigten sich am Freitagabend in allerbester Festspiellaune. Foto: altrofoto.de
Svetlana Panfilow und Festspiel-Veranstalter Reinhard Söll zeigten sich am Freitagabend in allerbester Festspiellaune. Foto: altrofoto.de

Für den Veranstalter der Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele, Reinhard Söll, ist mit der Premiere eine besonders interessante und rasante Zeit im Jahr angebrochen. Die vergangene Woche hat der Odeon-Concerte-Chef damit verbracht, die Aufbauten im Schloss am Petersweg von der Feuerwehr und dem Ordnungsamt auf ihre Sicherheit durchchecken zu lassen, Presseanfragen zu beantworten oder Stellproben für die Oper am Freitag zu begleiten. Der Start der Schlossfestspiele ist für ihn jedes Mal „Adrenalin pur“. Als er am Freitagabend im Schlosspark auftaucht, ist er sofort von Fotografen umringt. Im Blitzlichtgewitter steht selbstverständlich auch seine Lebensgefährtin Svetlana Panfilow. Mit ihrem Outfit, das sie von einem Italienurlaub mit nach Regensburg gebracht hat, ist sie ein Blickfang für die Gäste im Schloss. Panfilow hatte sich von Kopf bis Fuß in „Dolce & Gabbana“ eingekleidet. Das blau-weiße Ensemble aus Kleid, Schuhen, Ohrringen und Tasche war inspiriert von den Blumenmustern, die auf italienischer Majolika-Kermaik zu finden sind.

Neue Freunde aus Niederösterreich

Der Landeshauptmann von Niederösterreich, Erwin Pröll, und Gloria von Thurn und Taxis lernten sich bei einer Orchideentaufe kennen. Foto: altrofoto.de
Der Landeshauptmann von Niederösterreich, Erwin Pröll, und Gloria von Thurn und Taxis lernten sich bei einer Orchideentaufe kennen. Foto: altrofoto.de

Für Erwin Pröll und seine Frau Sissi war der Freitagabend gewissermaßen eine doppelte Premiere. Nicht nur, dass es der Auftakt der Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele war, den der Landeshauptmann von Niederösterreich und seine Gattin besuchten – sie waren auch zum ersten Mal bei dem Kultur-Event zu Gast. In Pröll hat Fürstin Gloria von Thurn und Taxis einen neuen Vertrauten gefunden. „Vor einem halben Jahr haben wir uns während einer Orchideentaufe in Niederösterreich kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden“, sagt er. Als die Fürstin ihn zum Festspiel-Auftakt eingeladen hat, habe er ohne zu zögern zugesagt. Von dem Konzept der Veranstaltung ist der Landeshauptmann – seine Position entspricht der eines Ministerpräsidenten – hin und weg: „Kultur auf einem Schloss und das auch noch im Freien – das ist natürlich das Überdrüber“, sagt er. In Österreich sind derartige Veranstaltungen ohnehin sehr beliebt, erzählt Pröll und erinnert an die Festspiele in Weitra und Grafeneck.

Die allerersten Gäste beim Fürstenempfang

Schauspielerin Monika Peitsch und ihr Gatte Sven Hansen Hoechstaedt waren die ersten Gäste im Davidshof. Foto: altrofoto.de
Schauspielerin Monika Peitsch und ihr Gatte Sven Hansen Hoechstaedt waren die ersten Gäste im Davidshof. Foto: altrofoto.de

04 Als Schauspielerin Monika Peitsch und ihr Gatte Sven Hansen Hoechstaedt am Freitagabend den Davidshof von Schloss St. Emmeram betreten ist sonst noch keiner da. Das Ehepaar ist regelrecht verdutzt darüber, wie schnell es den Weg auf der Autobahn nach Regensburg zurückgelegt hat. „Ja, heute sind wir sehr gut durchgekommen“, sagt Peitsch. Die Schauspielerin hat seit 1957 viele Rollen in Filmproduktionen übernommen und unter anderem auch ihrer Kollegin Audrey Hepburn zu einer deutschen Filmstimme verholfen. Peitsch schätzt ihre Freundin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis vor allem wegen ihrer Liebenswürdigkeit und ihrer Kreativität: „Sie ist eine wirklich kluge und tolle Frau“, sagt Peitsch. Auf den Schlossfestspielen war sie zuletzt vor zwei Jahren zu Gast. Sie kann sich noch gut daran erinnern wie sehr sie damals gefroren hat. Da war ihr das Sommerwetter bei der Premiere schon deutlich lieber. Dass die Sommerhitze ihr den Operngenuss verderben könnte, befürchtete Peitsch nicht: „Wer die Oper liebt, nimmt die Hitze gerne in Kauf“, sagt sie.

Schlossfestspiele als bayerisches Kulturgut

 Uschi Dämmrich von Luttitz mit Tochter Stephanie Foto: altrofoto.de
Uschi Dämmrich von Luttitz mit Tochter Stephanie Foto: altrofoto.de

Auch die Moderatorin Uschi Dämmrich von Luttitz ist eine gute Freundin von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Deswegen war es für sie eine Ehrensache, zusammen mit ihrer Tochter Stephanie zu der Eröffnung der Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele für eine Nacht nach Regensburg zu kommen. Die Fürstin und die Moderatorin haben aber noch einen anderen Termin im Jahr, den beide sehr gerne wahrnehmen und bei dem sie sich treffen: die Wahlfahrt nach Maria Vesperbild bei Günzburg. Bei den Schlossfestspielen ist Dämmrich von Luttitz am Freitag zum siebten Mal gewesen. Sie ist ein absoluter Fan dieser Veranstaltung: „Das Programm ist ein richtiges Wohlfühlpaket“, sagt sie. Die Schlossfestspiele zählen für die Moderatorin fest zum Bayerischen Kulturgut. Hingerissen von der Kombination aus Schloss, Park und dem Kultur, bricht sie am Freitag eine Lanze dafür, die bayerischen Schlösser generell mehr für Veranstaltungen zu öffnen.

Scheuers Verbindung nach Regensburg

Sabine und Andreas Scheuer Foto: altrofoto.de
Sabine und Andreas Scheuer Foto: altrofoto.de

Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ist am Freitagabend bereits zum vierten Mal auf den Schlossfestspielen zu Gast gewesen. Der Politiker hat nämlich eine ganz besondere Verbindung in die Domstadt. Und die führt über seine Frau Sabine. Sie ist eine gebürtige Regensburgerin und hat an der hiesigen Universität unter anderem Kunstgeschichte studiert. Ein Besuch bei den Schlossfestspielen ist für das Paar deswegen jedes Jahr Pflicht – auch, wenn die Temperaturen die 30-Grad-Marke am Freitag souverän geknackt hatten. Sabine Scheuer ging fest davon aus, dass die großartige Operninszenierung des Slowenischen Nationaltheaters sie die Hitze im Nu vergessen lassen wird. Damit sollte sie Recht behalten. Dennoch freute sie sich, als sich die Luft unter den Bäumen im Park am Freitagabend etwas abkühlte. (la)

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