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Aktion

Regensburger Schüler planen Sportfest

Die Mitglieder des P-Seminars Sport am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium leben Integration. Ihr Plan: Ein Fest für alle Kulturen.
von Dr. Elisabeth Angenvoort

Die Mitglieder des P-Seminars „SOFA: Sport Ort für Alle“ freuen sich auf das integrative Familiensportfest auf dem Schulgelände des AAG. Foto: Charlotte Seiderer
Die Mitglieder des P-Seminars „SOFA: Sport Ort für Alle“ freuen sich auf das integrative Familiensportfest auf dem Schulgelände des AAG. Foto: Charlotte Seiderer

Regensburg.Während andere viele Worte zum Thema „Verantwortung(slosigkeit) gegenüber unserem Planeten“ verlieren, wollen sie aktiv Zukunft gestalten: die Mitglieder des P-Seminars „SOFA“ am Albrecht-Altdorfer Gymnasium in Regensburg.

P-Seminar, das bedeutet Praxis: Ein Projekt wird von der Themenfindung über die Planung und Organisation bis zur Durchführung eigenständig und in Gemeinschaftsarbeit gemanagt. „Über den schulischen Tellerrand hinausblicken“, nennt es Studienrat Thomas Möbius, der das Seminar als „Mediator im Hintergrund“ leitet. An diesem Anspruch könne theoretisch jedes Projekt scheitern, meint er. Doch für die Realisierung der Idee „SOFA“ sieht er diesbezüglich keinerlei Gefahr. Die Namensgebung unterstreicht die Intention der jungen Leute: „Sport Ort Für Alle“, erklärt Mit-Organisatorin Emily Elbs. Ein Sportfest als Plattform mit einer bunten Palette an Möglichkeiten, sich besser kennenzulernen und gemeinsam Freude zu erleben, ganz gleich welcher Herkunft.

Die Mitglieder des P-Seminars Sport leben dieses Miteinander bereits seit längerer Zeit. So verschieden ihre Wurzeln auch sind, alle verfolgen das gleiche Ziel: die Integration insbesondere für Jugendliche in Regensburg ein Stück leichter und schöner zu machen. „Wir sind ein relativ kleiner Jahrgang“, sagt Rostislav Ganchev, „dadurch kennen wir uns gut“. Ganchev stammt aus Bulgarien, spricht fließend Deutsch, ist leidenschaftlicher Turniertänzer, Schachspieler, Leichtathlet und hat für seine Zeit nach dem Abitur bereits konkrete Pläne. Hochmotiviert sind auch alle anderen P-Seminar-Teilnehmer.

Viele Länder, ein Ziel

Sri Lanka, Vietnam, Griechenland, Honduras, Kanada, Rumänien, Tunesien und Syrien sind ihre Heimatländer. Jeder von ihnen ist in mindestens einer Sportart aktiv: Reiten, Joggen, Tanzen, Eishockey, Fußball, Basketball oder Mixed Martial Arts – auch wenn im Jahr vor dem Abitur zeitliche Abstriche gemacht werden müssen.

Nachdem die P-Seminar-Teilnehmer seit Beginn des Schuljahres zunächst in kleinen Gruppen versucht haben, für sich selbst eine Interpretation dessen zu schaffen, was der Einzelne unter Integration versteht, gehen sie an diesem Nachmittag bereits die To-do-Liste durch.

Plakate und Flyer sollen mit den Logos der möglichen Sponsoren versehen werden, die man wegen verbindlicher Zusagen zum Teil nochmals kontaktieren muss. „Wir setzen eine Deadline“, schlägt einer der Schüler vor. Unterstützung bekommen sie bislang von einigen lokalen Firmen sowie von der Stadt Regensburg, doch wären weitere Sponsoren wünschenswert. Die Organisation des kulinarischen Angebots scheint noch die leichtere Aufgabe neben Detailfragen nach öffentlichem Plakatieren, oder eventuellen Gebühren, wenn die Schüler die 500 Quadratmeter Freifläche überschreiten. Wichtig sind den P-Seminaristen aber auch andere Punkte wie die richtige Positionierung der Hüpfburg, damit die kleineren Kinder ausreichend Platz im Schatten haben. Man ist also bestens vorbereitet auf alle Eventualitäten und Seminarleiter Möbius zeigt sich zufrieden.

Ganz Regensburg ist eingeladen

Für das Fest werden mindestens 500 Gäste erwartet, bei entsprechender Werbung könnten es bis zu 700 werden, „wenn der Sportplatz endlich für die Allgemeinheit geöffnet ist“. Um einzuschätzen, wie viele Sportler in etwa am Fußballturnier teilnehmen werden, damit die Anzahl der benötigten Bälle bestimmt und die Mannschaften eingeteilt werden können, soll die Website nochmals aktualisiert werden. Dort wird es dann ein Anmeldeportal geben.

Entscheidend ist für die Initiatoren, dass die Leute gerne kommen und Spaß haben: „Ganz Regensburg kann kommen“, sind sich die Schüler einig. Und sollte es am Ende tatsächlich einen Überschuss an Einnahmen geben, so haben sie auch schon eine Idee: Das Geld würden sie an Projekte wie Halle 37 oder Campus Asyl weiterleiten. Damit Integration in Regensburg ein Stück leichter wird.

Das Projekt „Sofa“

  • Ort:

    Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg, Minoritenweg 33

  • Zeit:

    22. Juni 2019 ab 11.30 Uhr – Open End

  • Programm:

    Minispiele, Hüpfburg, Basketball, Hockey, Volleyball, großes Turnier und viel Kulinarisches

  • Anmeldung:

    Für das Turnier können sich Interessierte unter: www.sportortfueralle.de anmelden.

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