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Engagement

Sich und anderen etwas Gutes tun

Seniorenarbeit in Regensburg wäre ohne den Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitern undenkbar. Sie profitieren auch selbst.
Von Manfred Rohm, MZ

Ohne Ehrenamtliche wäre mancher ältere Mensch in seiner Wohnung eingesperrt.
Ohne Ehrenamtliche wäre mancher ältere Mensch in seiner Wohnung eingesperrt. Foto: Ferstl

Regensburg.Sie besuchen ältere Menschen, denen die Decke auf den Kopf fällt, egal ob zu Hause oder im Seniorenheim. Sie reparieren einen tropfenden Wasserhahn, sie scharen Seniorinnen und Senioren um sich, die ihre Englischkenntnisse auffrischen wollen oder sie suchen gemeinsam Zerstreuung in der Literatur, und damit ist die Bandbreite ihrer Tätigkeiten noch nicht ausgeschöpft. Die Aufgaben, die die Ehrenamtlichen in der Seniorenarbeit übernehmen, sind so vielfältig wie das Leben selbst.

Klar ist: Ohne die Ehrenamtlichen geht es nicht mehr. Das weiß auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer: „Ohne ehrenamtliches Engagement wäre die Stadt – im wahrsten Sinne des Wortes – um ein Vielfaches ärmer. Sie wäre ärmer, was das gesellschaftliche Miteinander angeht, was das gegenseitige Kümmern und damit im Endeffekt die soziale Wärme in unserer Stadt betrifft.“ Die Anzahl der ehrenamtlichen Organisationen – von den Freiwilligen Feuerwehren über die Sozialen Initiativen und die Sozialdienste der Pfarreien bis hin zum Treffpunkt Seniorenbüro (TPS) – unterstreicht diese Aussage.

Ohne Ehrenamtliche geht es nicht

Vor allem der TPS ist aus der Seniorenarbeit nicht mehr wegzudenken. „Wir haben hier derzeit rund 300 ehrenamtlich Engagierte, die rund 45 verschiedene Aktionen für Seniorinnen und Senioren anbieten – ohne die Ehrenamtlichen gäbe es dieses Angebot schlichtweg nicht“, sagt die Bürgermeisterin.

Eine dieser Ehrenamtlichen ist Erika Höfler. Als guter und manchmal auch energischer Geist ist sie aus dem TPS-Büro im Mehrgenerationenhaus in der Ostengasse nicht mehr wegzudenken. Sie kann durchaus als Beispiel für die Karriere im bürgerschaftlichen Engagement gelten. „Im Ruhestand, vor ungefähr einem Dutzend Jahren, hab’ ich eine Freizeitbeschäftigung gesucht, damit mir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Ich wollte unter Menschen sein“, erzählt sie. Zwei Projekte hat sie sich ausgesucht: „Eines für den Körper, die Radgruppe, und eines für den Geist, die Englischgruppe.“

Aushilfsweise schnupperte sie in die Büroarbeit des TPS hinein und blieb hängen. „Aus Gesundheitsgründen kann ich den Körper nicht mehr so trainieren, jetzt ist der Geist alleine gefordert“, erzählt sie schelmisch. „Ich bin gern unter Menschen und ich habe festgestellt, dass ich gebraucht werde. Das Gefühl, gebraucht zu werden, ist sehr wichtig – vor allem im Alter“, findet sie.

So wie Erika Höfler kamen und kommen viele Seniorinnen und Senioren zum Ehrenamt. Erst einmal wollen sie aus wohlverstandenem Eigennutz etwas für sich selbst tun, und beginnen dann, auch für andere da zu sein. Deswegen machen sie auch nur ganz selten große Worte, auch wenn sie dann einen Job bekleiden wie Winfried Scholten, der Vorsitzender des „Fördervereins des Treffpunkts Seniorenbüro e.V.“ ist.

Der Lehrer aus Oberbayern kam über die Liebe zur Literatur zum TPS. Dort leitete er nach ein paar Jahren das entsprechende Team.

Auf der Suche nach Sponsoren

Als der Förderverein einen neuen Vorsitzenden brauchte, ließ er sich breitschlagen. Er weiß, dass er damit eine verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hat. „Es ist einfach wichtig, die Arbeit des Treffpunkts Seniorenbüro zu unterstützen.“ Und er freut sich wie ein Schneekönig, wenn es ihm wieder gelungen ist, einen neuen Sponsor aufzutreiben.

Was die Ehrenamtlichen des Treffpunkts Seniorenbüro alles zu bieten haben, das zeigt das Senioren- und Stiftungsamt am „Tag des Bürgerschaftlichen Engagements“ am 17. September von 10 bis 16 Uhr im Thon-Dittmer-Palais. Das Motto lautet „Engagement schenkt Freude und macht Freude“.

Tag der Engagements

  • Motto:

    „Engagement schenkt Freude und macht Freude“ heißt das Motto der Veranstaltung am 17. September von 10 bis 16 Uhr im Thon-Dittmer-Palais. Die Ehrenamtlichen des Treffpunkts Seniorenbüro stellen die Vielfalt ihres Angebots unter Beweis.

  • Teilnehmer:

    Das Projekt „Seniorenfreundlicher Service“, „Technik im Alter“, die Computer-Internet-Gruppe und die Erfahrungsgruppe „Älter werden als Abenteuer“ stellen sich vor. Dazu gib es eine Führung durch sanierte Innenhöfe und einen Stadtbummel.

  • Programm:

    Die Besucher erwartet auch ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit Seniorentheater und Seniorenorchester. Dazu gibt es Vorträge und Diskussionen. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer eröffnet die Veranstaltung.

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