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Handel

Warnstreik am Neupfarrplatz

Rund 180 Beschäftigte von Galeria Karstadt-Kaufhof, ZARA, Norma Lager, IKEA und H&M forderten in Regensburg mehr Lohn.
von Daniel Steffen

Zum Warnstreik auf dem Neupfarrplatz hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aufgerufen. Foto: Daniel Steffen
Zum Warnstreik auf dem Neupfarrplatz hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aufgerufen. Foto: Daniel Steffen

Regensburg.Sie demonstrierten am Freitagvormittag für mehr Lohn und eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE): Rund 180 Beschäftigte der Unternehmen Galeria Karstadt-Kaufhof, ZARA, Norma Lager, IKEA und H&M traten am Neupfarrplatz lautstark für ihre Forderungen ein. Sie zeigten sich unzufrieden mit den bisherigen Angeboten der Arbeitgeberseite, die den Beschäftigten im Bereich Einzelhandel ein Lohnplus von 1,5 Prozent in diesem Jahr und ein Prozent im kommenden Jahr offeriert.

Ähnliches gilt für die Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel, bei denen das Angebot bei zwei Prozent mehr Lohn in diesem Jahr und 0,5 Prozent mehr Lohn im kommenden Jahr liegt. Dies sei laut ver.di-Gewerkschaftssekretär Georg Luber zu wenig, zumal die Beschäftigten die Rolle von „Lebenskünstlern“ annehmen würden, die in teuren Städten wie Regensburg oder München ihr Leben bestreiten müssten. „Deswegen ist ihr Kampf für höhere Entgelte auch immer ein Kampf gegen die drohende Altersarmut und um Wertschätzung und Würde“, sagte er.

Sehen Sie hier ein Video vom Streik:

180 Arbeitnehmer streiken in Regensburg

Kaufhof-Mitarbeiter wollen zurück zum Tarifvertrag

Der Warnstreik fand auch deshalb im Eingangsbereich vor der Galeria Karstadt-Kaufhof statt, weil die Beschäftigten dieses Unternehmens die Rückkehr in den Flächentarifvertrag für den Einzelhandel in Bayern wünschen. Durch die Allgemeinverbindlichkeitserklärung wäre das der Fall, sagte Luber.

Für die Beschäftigten im Einzelhandel fordert ver.di ein Lohnplus von einem Euro pro Stunde und für die Auszubildenden eine um 100 Euro höhere Vergütung. Die Forderung für die Beschäftigten im Großhandel bezifferte verd.di-Gewerkschaftssekretärin Monika Linsmeier: So verlange man 6,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten – und für die Auszubildenden soll die Vergütung um 100 Euro angehoben werden.

Streikende kamen auch aus Passau

Dem einstündigen Warnstreik schlossen sich auch betroffene Beschäftigte aus Niederbayern, die mit Bussen aus Passau anreisten, an. Danach zogen die 180 Streikenden geschlossen zum Gewerkschaftshaus in der Richard-Wagner-Straße.

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