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Kirche

Ein neuer Hirte für St. Anton

Der 1995 zum Priester geweihte Pfarrer Wolfgang Reischl wurde offiziell in sein Amt in der Pfarrgemeinde eingeführt.
Von Therese Wimmer

Pfarrer Wolfgang Reischl (vierter von links) feierte mit Priestern aus Regensburger Pfarreien den Festgottesdienst. Foto: Wimmer
Pfarrer Wolfgang Reischl (vierter von links) feierte mit Priestern aus Regensburger Pfarreien den Festgottesdienst. Foto: Wimmer

Regensburg.Ein festlicher Gottesdienst in der gut gefüllten Kirche St. Anton bot den würdigen Rahmen für die feierliche Amtseinführung des neuen Pfarrers Wolfgang Reischl. Die kirchliche Feier gestalteten Dekan Roman Gerl von der Pfarrei St. Emmeram sowie weitere Geistliche der Regensburger Pfarrgemeinden.

In seiner Predigt zum Evangelium über die Blindenheilung führte Dekan Roman Gerl aus, dass Jesus den Blinden nach seinen Wünschen fragt. Er bestimmt nicht einfach, was für den Blinden das Beste ist, sondern er lässt ihn selbst zu Wort kommen. Auf dessen Wunsch hin gibt Jesus dem Blinden das Augenlicht zurück mit den Worten „Dein Glaube hat dich gerettet.“

Wie dem Blinden, der durch das Wirken Jesu wieder sehen kann, möge Gott seiner Kirche offene Augen, Ohren und Herzen schenken, damit sie offen sei für die Belange der Gläubigen aber auch all derer, die am „Rande stehen“, bat der Dekan. Am Schluss der Feier dankte Pfarrer Wolfgang Reischl Dekan Roman Gerl und den Mitzelebranten aus den Nachbargemeinden.

Pfarrstelle schnell besetzt

Das Kreuz symbolisiert Gemeinsamkeit.  Foto: Wimmer
Das Kreuz symbolisiert Gemeinsamkeit. Foto: Wimmer

Der Dank des Pfarrers richtete sich auch an den Kirchenchor für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes, die Angehörigen seiner neuen Pfarrgemeinde für ihr zahlreiches Erscheinen sowie auch einige Pfarrangehörige aus seiner ehemaligen Gemeinde Steinach, die nach Regensburg gekommen waren. Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Pfarrgemeinde St. Anton in den Pfarrsaal zu einem Stehempfang eingeladen.

Helmut Schreib sprach für die Kirchenverwaltung seinen Dank an Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus, dass die Pfarrstelle so schnell besetzt wurde. Er verglich in seiner Ansprache den Amtswechsel mit einer Stabübergabe des alten an den neuen Stelleninhaber. Jedoch sei kein Staffellauf gemeint, bei dem es um Schnelligkeit gehe, sondern es werde eher im übertragenen Sinn ein Hirtenstab übergeben. Er erinnerte daran, dass die Gemeindemitglieder heute dem Hirten nicht mehr einfach nachfolgen, sondern dass die Laien großen Wert auf Mitsprache legen. Die Pfarrgemeinde wünsche sich einen Hirten, der offen auf die Menschen zugehe, aufmerksam zuhöre und den Stab mit empfindsamer Hand führe.

Gabi Friedberger, Sprecherin des Pfarrgemeinderats, beschrieb das lebendige Gemeindeleben. „St. Anton hat viele engagierte Mitglieder, die sich einfach eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Seelsorger wünschen.“

Das Kreuz vereint die Christen

Pfarrerin Marjaana Marttunen-Wagner, die selbst erst ein Jahr die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Matthäus leitet, begrüßte Pfarrer Wolfgang Reischl ebenfalls und sprach über die gemeinsamen Aktionen der beiden benachbarten Pfarrgemeinden. Als Beispiele nannte sie die jährlich stattfindenden ökumenischen Gottesdienste oder den Weltgebetstag. Sie überreichte ihrem Amtsbruder Wolfgang Reischl ein transparentes Holzkreuz. „Das Kreuz vereint uns, unsere Arbeit wird geprägt vom Blick auf das Kreuz“, sagte sie.

Pfarrer Reischl sieht seiner Aufgabe als Seelsorger in St. Anton mit Freude und Gelassenheit entgegen. „Im ersten Jahr werde ich mit vielen Menschen reden und vor allem zuhören“, meint er. Zuerst möchte er erfahren, was in der Gemeinde St. Anton so alles läuft. Er wünscht sich eine reibungslose Zusammenarbeit mit Gemeindemitgliedern, Gremien und Vereinen.

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