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Umweltschutz

Helle Freude über neues Lichtsystem

Staatssekretär Florian Pronold verlieh dem Kindergarten St. Konrad in Regensburg das Energiesparsiegel.
Von Daniel Steffen, MZ

Der Kindergarten und die Kirchenverwaltung St. Konrad freuen sich über die Auszeichnung.
Der Kindergarten und die Kirchenverwaltung St. Konrad freuen sich über die Auszeichnung. Foto: Steffen

Regensburg. Die Freude über die neuen LED-Leuchten ist im Kindergarten St. Konrad groß. Gleichsam loben Erzieherinnen wie Kinder das neue helle Licht in den Räumen. Vorbei sei es mit schlecht ausgeleuchteten Ecken und ungleichmäßig gestreuten Lichtstrahlen, betonten sie.

An die 80 neue Leuchtkörper wurden nun an Decken und Wänden installiert, auf Dauer sollen diese eine große Menge an Energie und Schadstoffen einsparen. Für sein Engagement verdiente sich der Kindergarten nun das CO2-Einsparsiegel. Dieses übergab Staatssekretär Florian Pronold der Eirichtung am Freitag im feierlichen Rahmen.

145 Tonnen Kohlenstoffdioxid werden eingespart

Der Bundestagsabgeordnete und bayerische SPD-Vorsitzende rechnete vor: „Rund 145 Tonnen Kohlenstoffdioxid spart ihr in den nächsten acht Jahren ein“, sagte Pronold. Auf diese Weise leiste der Kindergarten nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz, sondern auch für die Zukunft von Mensch und Tier. Ziel der Bundesregierung sei schließlich, den Ausstoß von Treibgasen „bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu senken“, erklärte er. Pronold bezog sich dabei auf die Ausgangswerte von 1990.

Die Umstellung auf ein energiesparendes LED-Leuchtensystem kostete insgesamt 28 042 Euro. Davon zahlte die Kirchenstiftung der Pfarrei St. Konrad als Träger des Kindergartens 14 132 Euro. Das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz leistete einen Zuschuss von 9423 Euro, die Diözese Regensburg unterstützte das Vorhaben mit 4487 Euro. Die Planung (Ingenieurbüro Gerd Meyer) und Durchführung geschah im Zeitraum von rund sechs Monaten.

„Stein des Anstoßes“ war laut Kindergartenleiterin Martina Buchner die unbefriedigende Lichtsituation vor allem in den verwinkelten Räumen. Die Kirchenverwaltung indes wusste um das Bundesförderprogramm „Klimaschutzinvestitionen in Kindertagesstätten, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Sportstätten“ (KSJS) Bescheid und knüpfte die entsprechenden Kontakte. Durch die Maßnahme erhofft sich der Träger Energieeinsparungen um die 60 Prozent.

„Auch Kleinvieh macht Mist“, sagte Pronold und motivierte die Projektbeteiligten darin, ihren umweltfreundlichen Kurs fortzusetzen. Seinen Angaben zufolge konnten seit 2008 deutschlandweit mehr als 10 000 Förderprojekte in rund 3500 Kommunen realisiert werden.

Der Kindergarten St. Konrad

  • Der Kindergarten St. Konrad

    in der Meraner Straße 2 wurde im Jahr 1993 gebaut und hatte bislang ein Beleuchtungssystem, das aus dieser Zeit stammt. An einigen Stellen wurden herkömmliche Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt.

  • Die katholische Einrichtung

    wird derzeit von etwa 100 Kindern aus zehn Nationen besucht und zählt vier Kindergruppen. Das Kindergarten-Team besteht aus elf Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. (mds)

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