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Musik

Junge Musiker erfüllten Titelwünsche

Zur Feier des 40-jährigen Bestehens gab das Jugendblasorchester St. Konrad im Regensburger Audimax ein Herbstkonzert.
von Daniel Steffen

Herbstkonzert: Gemeinsam mit rund 1000 Gästen feierte das Jugendblasorchesters St. Konrad im Audimax sein 40-jähriges Bestehen. Eine Bildershow bot Einblicke in das Vereinsleben der Musiker. Foto: Steffen
Herbstkonzert: Gemeinsam mit rund 1000 Gästen feierte das Jugendblasorchesters St. Konrad im Audimax sein 40-jähriges Bestehen. Eine Bildershow bot Einblicke in das Vereinsleben der Musiker. Foto: Steffen

Regensburg.Auch für die Musiker des Jugendblasorchesters (JBO) St. Konrad zählt er zu den großen Favoriten: Wenn der Name Andrew Lloyd Webber fällt, dann schweben einem Welthits wie „Memory“ aus dem Musical Cats oder „Don’t Cry for Me Argentina“ aus dem Musical Evita vor. Schier zeitlos ist aber auch sein Musical „The Phantom of the Opera“, zu Deutsch „Das Phantom der Oper“: Unzählige Male wurde es in vielen Ländern aufgeführt – und gerne schöpfen auch Orchester aus aller Herren Länder aus dem musikalischen Reichtum, den das Meisterwerk zu bieten hat. Einen Eindruck davon konnten sich die rund 1000 Besucher des JBO-Herbstkonzerts im Audimax machen, als das Jugendblasorchester ein Medley des Musical-Welterfolgs zum Besten gab. Das zählte zu den Höhepunkten des Sonntagnachmittags, der ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens des Jugendblasorchesters stand.

Wiedersehen mit den Dirigenten

Mehr als ein Dutzend Klarinettisten spielten auf der Bühne. Foto: Steffen
Mehr als ein Dutzend Klarinettisten spielten auf der Bühne. Foto: Steffen

Gleichermaßen im Fokus waren auch die Dirigenten, die in den 40 Jahren beim JBO den Taktstock geschwungen haben. Angefangen von Hans Moritz, dem heutigen Ehrendirigenten, bis zum aktuellen Dirigenten Florian Herzog konnten diese sich jeweils zwei Stücke für das Programm des Herbstkonzerts aussuchen. Während sich Dirigent Stephan Nürnberger für das Phantom der Oper entschieden hatte, fiel die Wahl von Hans Moritz unter anderem auf den Kaiserwalzer von Johann Strauß (Sohn): Dieser Walzer wurde anlässlich der Eröffnung des Berliner Konzertsaals komponiert und sollte in seiner ursprünglichen Form die Verbundenheit Preußens mit Österreich darstellen.

Mehr Bilder vom Konzert des Jugendblasorchesters St. Konrad sehen Sie hier:

Unter Applaus betrat Hans Moritz im Anschluss an die einwandfreie Darbietung die Bühne. Er hatte bis 2006 die musikalischen Geschicke des JBO geleitet und war zugleich der erste Dirigent der Jugendblasmusiker. Am Sonntag zeigte sich, dass viele der heutigen Musiker bereits unter seiner Ägide gespielt hatten: In großer Anzahl erhoben sich die jungen Frauen und Männer von den Plätzen, um dem Publikum einen Eindruck davon zu vermitteln.

Neben der Liebe zur Musik wird beim JBO auch die Liebe untereinander groß geschrieben: Wie Moritz betonte, hätten sich viele Paare in den Musikerreihen gefunden und zehn davon sogar den Weg zum Traualtar beschritten.

Musiker griffen in die Filmkiste

Die Vorstände Ernst Zierer (l.) und Thomas Thurow bewiesen Humor. Foto: Steffen
Die Vorstände Ernst Zierer (l.) und Thomas Thurow bewiesen Humor. Foto: Steffen

Traditionell griffen die Musiker bei ihrem Herbstkonzert auch in die Filmkiste. Dieses Mal präsentierten sie Stücke aus der Comic-Verfilmung „Batman“ um die gleichnamige Figur, die 1939 vom Autor Bill Finger und dem Zeichner Bob Kane geschaffen wurde. Wie Moderator Thomas Thurow betonte, war es der Wunsch der Musiker selbst, Stücke aus dem Kultstreifen zu spielen. Demnach gab es „The Batman Theme“, „Batdance“ und „Partyman“ für die bunt gemischten Zuschauer im Audimax zu hören.

Erneut zeigte sich das Publikum von den Darbietungen der Musiker begeistert – allen voran Schirmherr Hermann Goß. Der Direktor der Brauerei Bischofshof musste gar nicht groß erklären, warum er das Engagement der Musiker unterstützt: Die Verbindung von Blasmusik und Bier liege auf der Hand, machte er deutlich. Ein schweres Fass Gerstensaft schleppte er als Geschenk zwar nicht an, dafür aber übergab er an JBO-Vorstand Ernst Zierer einen Scheck. Den könnte das JBO „besser gebrauchen“, betonte Goß, der hierbei auch an die unter 16-jährigen Musiker dachte.

Die jungen Musiker im EinsatzFoto: Steffen
Die jungen Musiker im EinsatzFoto: Steffen

Der JBO-Nachwuchs hatte sich bereits zum Auftakt des Konzerts in Szene gesetzt. Unter anderem spielten die Musiker Passagen aus dem Musical „Les Miserables“, das am 17. September 1980 in Paris uraufgeführt wurde. Zum feierlichen Abschluss des Herbstkonzerts kehrten die Jüngsten noch einmal zurück: Über 60 Musiker spielten dann gleichzeitig das Stück „Music“, mit dem der Brite John Miles 1976 einen internationalen Erfolg feierte.

Angefangen von den Flötenspielern und Klarinettisten über die Horn- und Tenorhornspieler bis hin zu den Posaunisten und Tubaspielern fuhren alle Musiker zur finalen Höchstform auf – und verdienten sich von den Zuschauern einen Riesen-Applaus. Mit stehenden Ovationen verlangte das Publikum nach Zugabe – und sollte diesen Wunsch auch erfüllt bekommen.

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