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Soziales

VdK Konradsiedlung feiert Rekordzahlen

Der Ortsverband im Stadtnorden Regensburgs zählt in seinem 65. Jahr knapp 500 Mitglieder. Und er wächst weiter.
Von Ralf Strasser

Ortsverbandsvorsitzende Anneliese Schimbera (links) mit Albert Thumann aus der Kreisvorstandschaft (rechts) und zwei Geehrten Foto: Ralf Strasser
Ortsverbandsvorsitzende Anneliese Schimbera (links) mit Albert Thumann aus der Kreisvorstandschaft (rechts) und zwei Geehrten Foto: Ralf Strasser

Regensburg.Anneliese Schimbera, VdK-Vorsitzende in der Konradsiedlung, hatte zum 65. Geburtstag des Ortsverbandes eine gute Nachricht für die Besucher der Jahresversammlung im Vereinsheim in der VfB-Gaststätte: „Mittlerweile kratzen wir mit 498 Mitgliedern stark an der 500er Grenze“, sagte sie. Überhaupt weise der Sozialverband VdK Rekordzahlen auf, erklärte auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Albert Thumann. 677 747 Mitglieder schlossen sich im vergangenen Jahr dem Verband an, 33 Neuzugänge gab es in der Konradsiedlung. Die Tendenz: weiter steigend.

1953 war es, als der VdK auf die damals schon zunehmenden Mitgliedszahlen reagierte und im Regensburger Ortsteil Konradsiedlung einen neuen Ortsverband gründete. Am 9. Mai wurde im Saal des Gasthauses Flachlberg die Gründungsversammlung einberufen. 184 Mitglieder aus der Konradsiedlung, Wutzlhofen und Brandlberg wurden zum fünften Ortsverband in Regensburg zusammengefasst. Erster Vorsitzender war Franz Schuhmann.

Schimbera blickte zurück auf 2017: etwa auf den Neujahrsempfang in St. Konrad, die Osterbrunneneinweihung der Siedlervereinigung oder die Mutter- und Vatertagsfeier. Schimbera berichtete von Dultnachmittagen, Pfarr- und Siedlerfesten sowie von der Heldengedenkfeier im Stadtnorden. „Wir tun etwas“, betonte Schimbera, die seit 25 Jahren als Schriftführerin und seit 2011 als Vorsitzende wirkt.

Im Fokus des VdK stünden Rente, Gesundheit und Pflege, sagte Thumann. Aber auch die Sozialrechtsberatung trage zur sozialpolitischen Durchsetzungskraft bei. Die Zahlen seien beeindruckend: Insgesamt verzeichnet der VdK 366 000 Rechtsberatungen, 71 000 Anträge, 25 000 Widersprüche und 7150 Klagen für seine Mitglieder. Insgesamt erstritt er rund 40 Millionen Euro. Doch der VdK sei keine Rechtsanwaltskanzlei, sondern setze sich auch für die sozial schlechter Gestellten ein und bewirke Gesetzesänderungen zugunsten ihren Gunsten. Thumann zählte das zweite Mütterrentenjahr, die Pflegereform oder höhere Erwerbsminderungsrenten auf. Auch beim Thema Gesundheitspolitik mische der VdK mit, „wir fordern etwa eine paritätische Finanzierung der Krankenversicherung, ebenso mehr Pflegepersonal für die aktuell rund 3,2 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland.“ Der Sozialstaat stehe weiterhin im Mittelpunkt des Strebens des Verbands, so Thumann weiter, „schon aus diesem Grund bedarf es einer Umkehr in der Steuerpolitik, um die Kommunen künftig mit mehr finanziellen Spielraum für ein soziales Wirken auszustatten.“ Die Altersarmut steige. „Die durchschnittliche Rente liegt in Bayern aktuell gerade mal bei 785 Euro.“

Die Jahresversammlung ging mit einem Abendessen und der Ehrung der langjährigen Mitglieder zu Ende.

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