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Die Denkmalpflege hat viele Freunde

Von der Brückensanierung bis zu den Grabungen am Donaumarkt: Der 14. Band erzählt spannende Geschichten aus Regensburg.

Stellten den neuen Band vor: (v. re.) Stadtarchäologe Dr. Lutz Dallmeier, Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Bauoberrat Klaus Heilmeier, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde, Verlegerin Elisabeth Pustet und Oberkonservator Dr. Eugen Trapp
Stellten den neuen Band vor: (v. re.) Stadtarchäologe Dr. Lutz Dallmeier, Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, Bauoberrat Klaus Heilmeier, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde, Verlegerin Elisabeth Pustet und Oberkonservator Dr. Eugen Trapp Foto: Stadt Regensburg

Regensburg.Einst eine europäische Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches, besitzt Regensburg fast 1000 schützenswerte archäologische und architektonische Zeugnisse. Das Ensemble dieser Denkmäler bildet deutschlandweit die am besten erhaltene mittelalterliche Großstadt. Sorge für den fachgerechten Umgang mit diesen Baudenkmälern tragen engagierte Mitarbeiter der städtischen Denkmalschutzbehörde.

Diese gestalteten in diesem Jahr gemeinsam mit ehrenamtlichen Fachexperten den 14. Band der Reihe „Denkmalpflege in Regensburg“. Sie ist sehr beliebt, einige Bände sind vergriffen.

Unvergleichlich in Deutschland

223 Seiten umfasst das aktuelle Buch, „das in keiner anderen deutschen Stadt in vergleichbarer Form herausgebracht wird“, so die Regensburger Verlegerin und Mäzenin Elisabeth Pustet, die gemeinsam mit Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und den Hauptschaffenden des Bandes im Stadtamhofer Café Spital das Buch vorstellte. Mit idealistischem Einsatz wurde erneut ein Druckwerk geschaffen, das die Öffentlichkeit an aktuellen Forschungen sowie Bau- und Sanierungsmaßnahmen teilhaben lässt.

„Wenn sich Denkmalpfleger für den Erhalt des historischen Bestands engagieren, dann tun sie das für uns alle“, beschreibt Oberbürgermeister Joachim Wolbergs treffend in seinem Vorwort. Traditionsgemäß wird das Engagement der letzten beiden Jahre im aktuellen Band aufgearbeitet. Das Werk bedient sich in zehn Aufsätzen nur bedingt des Fachjargons, ohne dabei den wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren. Die anschließenden Kurzbeiträge geben dem Leser einen Überblick über die jüngsten denkmalpflegerischen Maßnahmen in der Welterbestadt Regensburg. Denn wer weiß schon, warum es am Nordende der Steinernen Brücke einen sogenannten „Brückenbasar“ gibt? Oder was mit der Steinernen Brücke geschieht? Der Band berichtet auch von neuen Erkenntnissen über die Ausgrabungen am Donaumarkt und erklärt, warum sich die Denkmalpflege mit dem Eisernen Steg beschäftigt.

Die Publikationsreihe

  • Inhalt:

    Seit 1989 besteht die Publikationsreihe „Denkmalpflege in Regensburg“. Behandelt werden aktuelle Themen aus den breitgefächerten Bereichen der Regensburger Denkmalpflege. Herausgeber ist die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Regensburg.

  • Nachfrage:

    Die Bände sind so beliebt, dass fünf von insgesamt 14 Publikationen vergriffen sind. Der neue Band 14 „Berichte – Projekte – Aufgaben 2013 bis 2014“ ist für 26,95 Euro im Buchhandel erhältlich. Der Regensburger Pustet Verlag hat ihn gedruckt.

Neues zum Schloss Weichs

Das Buch solle „zu genauerem Hinsehen sensibilisieren“, sagte Dr. Eugen Trapp, Kunsthistoriker und Redaktionsleiter des Buches. Denn neben publikumswirksamen Maßnahmen wie der Sanierung der Steinernen Brücke oder der Großgrabung am Donaumarkt befassen sich die Autoren des Bands besonders mit solchen, die nicht am Stadtbild abzulesen sind. So wurden Detailrecherchen zur ehemaligen Burg Grass ebenso wie zur Innensanierung von St. Kassian und der Dreieinigkeitskirche sowie zum vergessenen Schloss Weichs aufwendig aufgearbeitet und in der nun vorliegenden Publikation aufbereitet.

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