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KAB: Im Einsatz für Gerechtigkeit

Die Regensburger KAB sieht den aktuellen Flüchtlingsstrom für sich als Chance, Christsein überzeugend zu leben.

KAB-Kreisvorsitzende Gabi Fischer, Kreisvorsitzender Albert Herold, Ortsvorsitzender Michael Bach, Diözesansekretär Martin Schulze, Vorsitzender der Kroatischen Mission Ilian Lijovic, Kreispräses Michael Alkofer und Ortspräses Pfarrer Nikolaus Grüner.
KAB-Kreisvorsitzende Gabi Fischer, Kreisvorsitzender Albert Herold, Ortsvorsitzender Michael Bach, Diözesansekretär Martin Schulze, Vorsitzender der Kroatischen Mission Ilian Lijovic, Kreispräses Michael Alkofer und Ortspräses Pfarrer Nikolaus Grüner. Foto: KAB

Regensburg.Der Kreisausschuss der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) befasste sich im Pfarrheim Winzer mit den Themen „50 Jahre II. Vatikanum“, Ehrung verdienter Mitglieder und dem Freihandelsabkommen TTIP. Kreisvorsitzende Gabi Fischer betonte in ihrer Begrüßung besonders den missionarischen Auftrag der KAB in der Welt.

Durch den aktuellen Flüchtlingsstrom werde sich zeigen, ob wir bereit sind, Menschen die ihre Heimat verlassen mussten, bei uns aufzunehmen. Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen. „Es sind Mütter und Väter mit Kindern, Jugendliche ohne Begleitung ihrer Familien. Menschen, die in ihrer Heimat nicht mehr in Sicherheit leben können. Hier zeigt sich, wie wichtig unser Einsatz als Christen für Solidarität und Gerechtigkeit ist.“

Für das besondere Engagement in der KAB wurden mit der roten Ehrennadel des Diözesanverbandes ausgezeichnet: Vorsitzender Ilian Liljovic, Kroatische Gruppe, Vorsitzender Michael Bach und Präses Nikolaus Grüner, beide vom Ortsverband Winzer.

Zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP führte Diözesansekretär Martin Schulze aus, dass der Widerstand seit Beginn der Verhandlungen im Jahr 2013 ständig angewachsen ist. Die 200 000 Demonstranten im Oktober in Berlin seien ein deutliches Zeichen. Der Referent ermutigte die Zuhörer bei den Argumenten der Befürworter gut aufzupassen. Wenn Bundeswirtschaftsminister Gabriel in einer 250 000 Euro teuren ganzseitigen Anzeige verspricht, dass es bei TTIP zu keiner Senkung der Standards kommen wird, habe er wahrscheinlich Recht. Die Gefahr bestehe aber nicht in der Absenkung der Standards, sondern in der gegenseitigen Anerkennung. Dass auf diesem Weg noch ein „gutes TTIP“ zu erreichen ist, bezweifelt Schulze deutlich. Dazu müssten z.B. Umweltverbände, Verbraucherschutzinitiativen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen mit an die Verhandlungstische. Solange aber 600 Vertreter von international agierenden Konzernen im Geheimen verhandeln, wird es für Verbraucher, Arbeitnehmer, die Menschen in den Entwicklungsländern und auch die Umwelt kein gutes TTIP geben. Den Ausführungen schloss sich eine lebhafte Debatte an. Kreisvorsitzender Albert Herold bedankte sich bei Martin Schulze. Er habe das Thema den Teilnehmern verständlich dargelegt.

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