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Löschzug ist in fünf Minuten startklar

Das neue Gerätehaus der Feuerwehr in Regensburg-Winzer kommt in Sicht, ein Schlauchwagen lässt noch auf sich warten.
Von Daniel Steffen, MZ

Hier ist der Löschzug Winzer zusammen mit anderen Einheiten bei einem nächtlichen Lkw-Brand aktiv.
Hier ist der Löschzug Winzer zusammen mit anderen Einheiten bei einem nächtlichen Lkw-Brand aktiv. Foto: Löschzug

Regensburg.„Gut beschäftigt“ war der Löschzug Winzer im vergangenen Jahr: Insgesamt musste er 52-mal ausrücken – zum Beispiel bei einem Schiffsbrand auf der Donau, bei Flächen- und Zimmerbränden oder zur Großevakuierung im Stadtwesten, als in der Dornierstraße eine Fliegerbombe gefunden worden war.

„Die größte Entfernung“ mussten die Einsatzkräfte, wie Löschzugführer Martin Kiesl auf der Mitgliederversammlung im Pfarrheim St Nikolaus bilanzierte, „am Rosenmontag zurücklegen“: Damals war in Hofweinzier im Landkreis Straubing-Bogen ein Großbrand in einem Industriebetrieb ausgebrochen.

Sein Fazit klang in dieser Hinsicht durchweg positiv: „Ich bin sehr stolz, dass wir von uns sagen können, dass wir als Feuerwehr auch tagsüber uneingeschränkt alarmsicher sind.“

Auch verwies er auf das Schnelligkeit seines Teams: „Im Schnitt rücken die beiden Löschfahrzeuge innerhalb von vier bis fünf Minuten in ausreichender Besetzung aus. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit.“

Fahrzeuge lassen auf sich warten

Ärger bereitet es Kiesl, dass die „erhofften Fahrzeuge des Katastrophenschutzes immer noch nicht ausgeliefert“ wurden. Das betreffe insbesondere den Schlauchwagen SW Kats. So lange dieser fehlt, hilft sich der Löschzug mit einem Wechsellader mit Schlauchcontainer aus. Das Fahrzeug hat die Berufsfeuerwehr Regensburg dem Löschzug anvertraut.

Positive Aussichten gibt es indes bezüglich des geplanten Gerätehaus-Anbaus. Laut Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer seien die „Haushaltsmittel bereitgestellt“, so dass die Maßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Ferner ist geplant, einen neuen Mannschaftstransportwagen an die Feuerwehr Winzer zu übergeben. Mit dem Feuerwehr-Nachwuchs ist man in Winzer sehr zufrieden. So sprach Jugendwart Christian Westermeier davon, dass die Jugendgruppe mit aktuell zwölf Jugendlichen „in einem der kleinsten Stadtteile Regensburg auf ein beachtliches Maß angewachsen“ sei.

Dr. Thomas Burger, seit 2015 Verwaltungsbeirat der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg, attestierte dem Löschzug Winzer „eine beeindruckende Zuverlässigkeit“. Ferner mache sich der Löschzug um das Zusammenleben im Stadtteil verdient.

Stadtbrandrat Johann Schmidbauer ermunterte den Löschzug dazu, trotz stabiler Mitgliederzahl weiter um neue Floriansjünger zu werben. Für seinen 30-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr ehrte er das Löschzug-Mitglied Matthias Burner.

„Einer der besten Feuerwehrleute“

Abschied nehmen hieß es für Johann Westermeier: Weil dieser die Altersgrenze erreicht hat, schied er nun aus dem aktiven Einsatzdienst aus. Als Dank für seine über 40-jährige Tätigkeit überreichte ihm die Mannschaft eine Einsatzjacke mit den Unterschriften aller „Aktiven“. Das Team lobte Westermeier als „einen der zuverlässigsten Feuerwehrleute in Regensburg“. Dass ihm der Abschied vom Alarmdienst sehr schwer fällt, daraus machte Westermeier keinen Hehl.

Zum „Aktiven des Jahres“ wurde indes Denis Bachmeier gekürt, der 2015 am häufigsten an Einsätzen und Übungen teilgenommen hatte.

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Der Löschzug Winzer

  • Einheiten:

    Der Löschzug Winzer ist Teil der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg, zu der die Einheiten Weichs, Altstadt, Sallern, Wutzlhofen, Schwabelweis und Keilberg gehören – ebenso die Feuerwehren Oberisling, Graß, Harting und Burgweinting.

  • Gebiet:

    Das Einsatzgebiet des Löschzuges Winzer erstreckt sich von den Winzerer Höhen über den Stadtwesten bis zum Autobahnkreuz Regensburg. Die Mannschaftsstärke beläuft sich auf 45 Aktive, davon sind acht Feuerwehranwärter.

  • Gründung:

    Die Feuerwehr Winzer wurde 1872 gegründet – vom damaligen Bürgermeister Johann Krieger und sieben weiteren Einwohnern. Im Zuge der Eingemeindung 1924 wurde die Feuerwehr eine Teileinheit der FF Regensburg. (mds)

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