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Ausblick

Löschzug Winzer wächst beständig

Mit 44 Aktiven und zwölf Jugendlichen ist er besser aufgestellt denn je. In den nächsten Jahren sollen neue Fahrzeuge kommen.
Von Daniel Steffen, MZ

Der Löschzug Winzer hat über 40 „Aktive“ in den eigenen Reihen. Das Bild zeigt zwei Kameraden bei einer Rettungsübung.
Der Löschzug Winzer hat über 40 „Aktive“ in den eigenen Reihen. Das Bild zeigt zwei Kameraden bei einer Rettungsübung. Foto: Matthias Burner

Regensburg. „So viele Einsätze hatten wir nie“, resümierte Löschzugführer Martin Kiesl. Wie er bei der Jahreshauptversammlung im örtlichen Pfarrheim ausführte, rückte die Feuerwehr Winzer von Januar bis Dezember 2016 insgesamt 68mal aus. Während die Anzahl der Verkehrs- und Brandeinsätze ziemlich konstant geblieben sei, habe die Anzahl der Unwettereinsätze erheblich zugenommen.

Löschzugführer Martin Kiesl (l.) gratuliert Josef Brunner zum Titel „Aktiver des Jahres“.
Löschzugführer Martin Kiesl (l.) gratuliert Josef Brunner zum Titel „Aktiver des Jahres“. Foto: Steffen

„Die klimatischen Veränderungen können wir bei der Feuerwehr besonders spüren: Die Unwetter häufen sich – und auch wegen Hochwasser müssen vermehrt ausrücken.“ Allein beim Unwetter am 26. Juli sei der Löschzug zu 30 verschiedenen Einsatzorten ausgerückt – ein Großteil dieser Einsatzorte lag seinen Worten zufolge im Stadtwesten.

Da das Einsatzgebiet westlich der Autobahn A93 ein Schwerpunkt für den Löschzug Winzer darstellt, wolle man nun verstärkt Neumitglieder aus dem Stadtwesten anwerben. Wie Kiesl sagte, sei das Vorhaben bereits erfolgreich angelaufen. Mit der Mannschaftsstärke ist er höchst zufrieden. „Wir haben momentan 44 Aktive und sind somit hervorragend aufgestellt. Auch die Anzahl der Fördermitglieder wuchs in den vergangenen Jahren von 25 auf rund 75“. Erst vor wenigen Wochen registrierte der Löschzug einen Zugang von drei Feuerwehrleuten.

Die Jugend zeigt reges Interesse

Glücklich sei ebenso die Situation mit dem Feuerwehr-Nachwuchs. „Zwölf Jugendliche – das sind für einen kleinen Ortsteil wie Winzer doch eine ganze Menge“, sagte Kiesl.

Mit seinem Fuhrpark wähnt sich der Löschzug Winter nur bedingt glücklich. Zwar sei er im vergangenen Jahr mit einem neuem Mannschaftstransportwagen ausgestattet worden, an den übrigen drei Fahrzeugen nage jedoch der Zahn der Zeit. So verfügt der Löschzug weiter über ein Wechselladerfahrzeug mit einem zwei 2000 Meter langen AB-Schlauch sowie ein 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/24. Beide Fahrzeuge sind mit großen Löschwasserbehältern ausgestattet und waren ursprünglich als kurzfristige Lösung gedacht.

Ersatz erwartet der Löschzug unter anderem für sein „Erstangrifffahrzeug“, ein Tanklöschfahrzeug vom Typ 16/25. Dies ist Kiesl zufolge nun 25 Jahre alt. Er hofft, dass es noch in diesem Jahr zu einer Neubeschaffung kommt. Zuständig für die Beschaffung ist in diesem Fall der Katastrophenschutz – und somit der Bund. Ersatz für das Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/24 indes erwartet der Löschzug im Jahr 2018 von der Stadt. Die Verwaltung habe die Mittel dafür bereits eingeplant, hieß es.

Gerätehaus-Anbau ist fast fertig

Weit vorangeschritten ist der neue Anbau am Feuerwehr-Gerätehaus. So steht der Rohbau bereits, ebenso sind dort die automatischen Tore installiert. Die neue Heizungsanlage wurde im November provisorisch in Betrieb genommen.

„Jetzt müssen wir uns noch innen um die Elektrik und die Versorgungsleitungen kümmern“, sagte Kiesl. Er geht fest davon aus, die Restarbeiten bis spätestens März erledigt sind. In dem neuen Anbau, der sich jetzt direkt neben dem Hauptgebäude befindet, ist unter anderem Platz für zwei Einsatzfahrzeuge.

Laut Kiesl belaufen sich die Kosten für die neue Halle auf 560 000 Euro. „Die Stadt als Bauherr konnte die Kosten recht niedrig halten, da unsere Kollegen tatkräftig mit angepackt haben.“ Die Abrissarbeiten am alten, nicht mehr zeitgemäßen Anbau hatten im März 2016 begonnen.

Dank des versetzten Neubaus könne der Löschzug nun noch schneller ausrücken. Zudem habe sich die Stellfläche für die Fahrzeuge deutlich vergrößert, freut sich Kiesl.

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Aktiver des Jahres

  • Nach Einsatz- und Übungsstunden

    Jedes Jahr gratuliert der Löschzug Winzer den Feuerwehrkameraden, die die meisten Einsatz- und Übungsstunden geleistet haben.

  • „Aktiver des Jahres“ 2016

    ist bei der Winzerer Feuerwehr Josef Brunner. Bei seiner Auszeichnung bekam er von Löschzugführer Martin Kiesl die Wandertrophäe überreicht. Brunner hat alle Pflichtübungen absolviert und ist bei knapp 60 Einsätzen ausgerückt.

  • Die Plätze zwei bis fünf

    gingen an die Floriansjünger Denis Bachmeier, Michael Heimerl, Moritz Reisinger und Matthias Burner. (mds)

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