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Kirche

Pfarreiengemeinschaft setzt auf Dialog

In Regensburg schließen sich die Pfarreien St. Magn, St. Katharina, Hl. Dreifaltigkeit und St. Nikolaus Winzer zusammen.
von Daniel Steffen, MZ

Zum ihrem Auftakt feierte die neue Pfarreiengemeinschaft Stadtamhof –Steinweg – Winzer einen Gottesdienst in Konzelebration.
Zum ihrem Auftakt feierte die neue Pfarreiengemeinschaft Stadtamhof –Steinweg – Winzer einen Gottesdienst in Konzelebration. Foto: Jürgen Buchberger

Regensburg. Seit dem 1. September sind sie vereint in einer Pfarreiengemeinschaft: Die Pfarreien St. Magn, St. Katharina, Hl. Dreifaltigkeit und St. Nikolaus Winzer intensivieren weiter ihre Zusammenarbeit. Befürchtungen, dass lediglich große Pfarrverbände gebildet werden, räumten die Beteiligten jüngst bei einem gemeinsamen „Startfest“ in Stadtamhof aus.

Die „vereinigten Chöre“ der Pfarreien stimmten in der Kirche St. Andreas musikalisch in den Gottesdienst ein – und die verschiedenen Gruppen und Vereine machten auf sich aufmerksam.

„Die Kräfte werden gebündelt“

Durch das weltliche Programm im Hof der Hochschule für Kirchenmusik führte BR-Moderator Rüdiger Nowak. Das gleichberechtigte Miteinander stand zum Auftakt der Pfarreiengemeinschaft im Mittelpunkt.

„Wir sehen die neue Zusammengehörigkeit weniger als Einbuße denn als eine Chance.“

Pfarrer Nikolaus Grüner

„Wir sehen die neue Zusammengehörigkeit weniger als Einbuße denn als eine Chance“, betonte Pfarrer Nikolaus Grüner. Schließlich könnten nun die „Kräfte gebündelt“, Menschen über Pfarreigrenzen hinaus zusammengebracht und „in einem größerem Miteinander“ etwas auf die Beine gestellt werden.

Wie er im Gespräch mit unserer Zeitung versicherte, bleiben die Kirchenverwaltungen und bisherigen Gremien bestehen. Eine Zusammenlegung der Pfarrgemeinderäte ist zunächst nicht vorgesehen, könnte intern aber durchaus thematisiert werden, sagte Pfarrer Grüner. Die nächsten Wahlen stehen allerdings erst 2018 an.

Die Gottesdienstzeiten bleiben erhalten – und auch personell gibt es keine Veränderungen. Um die Seelsorge in der Pfarreiengemeinschaft kümmern sich neben Pfarrer Nikolaus Grüner somit Pfarrvikar Dr. Werner Schrüfer, Pastoralreferentin Petra Silberhorn und Gemeindereferentin Elisabeth Rembeck.

Team mit mehr Verantwortung

„Was sich natürlich geändert hat, ist, dass wir als Team jetzt das Pfarrgebiet aller vier Pfarreien in der Verantwortung haben“, sagte Grüner. „Nach wie vor leitet Vikar Schrüfer die Gottesdienste in Stadtamhof, aber der Verantwortliche bin jetzt ich“, erklärte er.

Damit die Stadtamhofer Katholiken Pfarrer Grüner kennenlernen konnten, leitete Grüner vor wenigen Wochen „ausnahmsweise“ einen Gottesdienst in St. Magn, während Vikar Dr. Werner Schrüfer eine Messe in der Bergkirche Hl. Dreifaltigkeit gestaltete. Am vergangenen Sonntag stellte sich Grüner den Gläubigen in der Kirche St. Katharina im gleichnamigen Spital vor. „Wir schauen mal, welche Gottesdienste wir zu besonderen Anlässen gemeinsam feiern können“, sagte Grüner. „Ich denke da zum Beispiel an die Rorate im Advent.“

Darüber hinaus sollen auch Fahrten und Ausflüge sowie weitere Aktionen den Mitgliedern aller vier Pfarreien offenstehen. Einen gemeinsamen Pfarrbrief gibt es bereits: Die Erstausgabe erschien für den Zeitraum vom 18. September bis zum 22. Oktober und wurde an die entsprechenden Haushalte verteilt.

Mit großen Schritten nähert sich die feierliche Installation von Pfarrer Grüner in Steinweg. Die Festmesse findet am 23. Oktober in der Kirche St. Andreas statt.

Mehr als 4000 Gläubige

  • Angehöriger der Pfarreien

    Die Anzahl der Pfarrangehörigen beläuft sich in der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit auf etwa 2300, in St. Magn auf etwa 1200 und in St. Nikolaus Winzer auf etwa 500. Die Zahl der Pfarreimitglieder in St. Katharina liegt etwa bei 100. Somit haben Pfarrer Nikolaus Grüner und sein Seelsorge-Team mehr als 4000 Gläubige zur Betreuung in ihrer kirchlichen Verantwortung.

  • Die älteste Kirche

    Die älteste der vier Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft ist die Kirche St. Katharina („Spitalkirche“), deren Geschichte bis auf das Jahr 1287 zurückgeht. (mds)

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