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Konflikt

Der Kirchenparkplatz ist gesperrt

Kindergarteneltern können hier nun nicht mehr parken, wenn sie ihren Nachwuchs von der KiTa abholen oder hinbringen.
Von Josef Eder

Der Kirchenparkplatz St. Benedikt Oberisling ist gesperrt. Foto: Josef Eder
Der Kirchenparkplatz St. Benedikt Oberisling ist gesperrt. Foto: Josef Eder

Regensburg.Die Eltern müssen auf der viel befahrenen Rauberstraße im Regensburger Stadtteil Oberisling parken, wenn sie ihre Kinder zur Kindertagesstätte (KiTa) bringen oder abholen. Meist ist dann auch noch der Kindersitz auf der Fahrerseite, so dass der Nachwuchs auf der Hauptverkehrsstraße aussteigen muss, bis er hinter dem Pkw den schützenden Gehweg erreicht.

Mehr als zwei Jahrzehnte war die Situation in dem beschaulichen Dorf kein Thema, denn der Hol- und Bringdienst fand zum größten Teil auf dem Parkplatz bei der katholischen St. Benedikt Kirche statt. Natürlich gab es Eltern, denen der Weg zu weit war und die ihre Kinder trotzdem an der Betreuungsstätte aus- und einsteigen ließen.

Warum ist die Situation entstanden? Seit dem Bau der städtischen KiTa, mithin seit über 20 Jahren, gab es eine – nur mündliche – Vereinbarung, wonach die Kita die angrenzenden Parkplätze auf dem Areal der Kirche St.-Benedikt nutzen dürfe und im Gegenzug dafür die Stadt Regensburg den Winterdienst an dem an die Rauberstraße angrenzenden Gehweg mit erledige.

So wird die Sperrung des Parkplatzes erklärt. Foto: Josef Eder
So wird die Sperrung des Parkplatzes erklärt. Foto: Josef Eder

Seit dem letzten Winter nun „erinnerte“ sich die Stadt offenbar nicht mehr daran und verweigerte die bisherigen Winterdienstarbeiten. Mehrfache Schreiben an Fuhramt und Gartenamt seitens des zuständigen Pfarrers, die bereits im Sommer erfolgten, blieben unbeantwortet. Daraufhin wandte sich die örtliche Stadträtin Dagmar Schmidl gemeinsam mit ihren Fraktionskollegen der CSU mit Schreiben vom 22.10.18 an Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Nachdem aber auch auf dieses Schreiben bislang die Antwort aussteht und der Winter Einzug gehalten hat, sah sich das Pfarramt veranlasst, nunmehr, wie angekündigt, die Parkflächen abzusperren. „Der Schritt ist leider verständlich, nur mit noch mehr parkenden Pkws nun auf der Rauberstraße und den damit einhergehenden Behinderungen für den Durchfahrtsverkehr, gerade Busse, verbunden“, gibt Schmidl zu bedenken und hofft, dass die Stadt bald einlenkt. Allerdings wurde auch auf die Nachfrage der Stadträtin zu diesem Thema im Verwaltungsausschuss vom 12.12.18 trotz Zusage der Bürgermeisterin, sich des Themas anzunehmen, von Seiten der Stadt bislang noch immer nicht reagiert.

Eltern sammelten Unterschriften

  • Aktion:

    Inzwischen bekräftigte der Elternbeirat der KiTa mittels einer Unterschriftenaktion sein Anliegen. Noch vor Weihnachten ließ man der Bürgermeisterin die Unterschriften zukommen.

  • Anliegen:

    Der Elternbeirat setzt sich dafür ein, dass die Eltern auch künftig wieder vor der Kirche parken können und sie ihre Kinder nicht auf der Straße aussteigen lassen müssen.

Kirchenpfleger Alois Bösl ist nicht glücklich über die Situation. Er mutmaßt, dass ein zuständiger Sachbearbeiter in den Ruhestand getreten ist und sein Nachfolger/in von der mündlichen Absprache nicht informiert sei. Bis dato hat weder die CSU-Fraktion noch das Pfarramt noch der Elternbeirat auch nach den inzwischen verstrichenen Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel eine Antwort erhalten, so Schmidl. (lje)

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