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Die Jahn-Fans sind im Freudentaumel

Sensationell dreht der SSV das Spiel gegen den lange überlegenen Hamburger SV. Am Ende kennt der Jubel keine Grenzen mehr.
Von Daniel Steffen

Demonstrativ hielten die Jahn-Anhänger auf der Hans-Jakob-Tribüne ihren Schal hoch und verwandelten den Block in ein weiß-rotes Fan-Meer. Foto: Steffen
Demonstrativ hielten die Jahn-Anhänger auf der Hans-Jakob-Tribüne ihren Schal hoch und verwandelten den Block in ein weiß-rotes Fan-Meer. Foto: Steffen

Regensburg.Seinen Tipp hat der Presse-Kollege goldrichtig abgegeben. Auf ein 2:1 für den SSV Jahn hatte er sich festgelegt, als die Spieler gerade den Platz betraten. Manch ein Fan war weniger optimistisch und zunächst froh, wenn der Jahn wenigstens einen Punkt gegen den favorisierten Hamburger SV erreichen würde. Lange Zeit sahen sich die Pessimisten am Sonntag in ihrer Ansicht bestätigt, denn der Tabellenführer machte in der Continental-Arena seine Sache richtig gut und ging zu diesem Zeitpunkt auch verdient mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

Impressionen aus dem Stadion sehen Sie in unserer Bilderstrecke:

Rund um das Jahn-Heimspiel gegen den HSV

Doch der SSV Jahn wäre nicht der SSV Jahn, wenn es ihm nicht gelingen würde, ein Spiel gegen einen vermeintlichen Favoriten zu drehen. „Der Jahn braucht seinen Rückstand“, beschrieb es ein Fan trefflich, als der Jubel längst auf das Lager der Jahn-Anhänger umgeschlagen war. „Gesegnet“ durch eine rote Karte für den HSV-Spieler Orel Mangala, schöpfte der Jahn seine Möglichkeiten voll aus und schaffte es nach Toren von Sargis Adamyan (74.) und Marco Grüttner (81.) den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nicht nur am Himmel, sondern auch bei den Fan-Gemütern hatten sich die Wolken längst verzogen und so drehten die SSV-Anhänger auf der Tribüne so richtig auf.

Der HSV steht dem Jahn gut

Als dann der heiß ersehnte Abpfiff ertönte, kannte der Jubel im Jahn-Lager keine Grenzen mehr. Ein Sprechgesang folgte auf den anderen und demonstrativ streckten die Fans ihren Jahn-Schal in die Luft. Die SSV-Party fand nach dem furiosen 5:0-Hinspielerfolg der Rothosen in der Hansestadt am Sonntag seine Fortsetzung und fühlte sich mindestens genau so gut wie an jenem 23. September im vergangenen Jahr. Entsprechend groß war die Begeisterung: „Zwei Siege und 7:1 Tore gegen den HSV, das ist schon ein Ding“, sagte Jahn-Fan Adrian, der das Spiel von der Osttribüne aus verfolgte. „Jetzt muss der Jahn dran bleiben und weiter punkten“, lautete sein Wunsch. Seiner Einschätzung nach sah er eine „schwierige erste Halbzeit“, auf die der Jahn nach dem Pausentee „seine große Aufholjagd“ folgen ließ. Den HSV jetzt ein zweites Mal in der laufenden Saison geschlagen zu haben, das sei „einfach genial“.

Netto verlängert

Hans Rothammer (l.), „Netto“-Sprecherin Christina Stylianou und Prokurist Philipp Hausner machten das verlängerte Engagement perfekt. Foto: Steffen
Hans Rothammer (l.), „Netto“-Sprecherin Christina Stylianou und Prokurist Philipp Hausner machten das verlängerte Engagement perfekt. Foto: Steffen

Dass der SSV Jahn verdient drei Punkte eingefahren hat, darin sind sich die Fans einig. „Ich finde, dass den Jahn ausgezeichnet hat, einfach weiterzukämpfen und sich am Ende zu belohnen“, sagte Fan Stefan Dechant, der sich die Knaller-Partie zusammen mit seinem zwölfjährigen Sohn Elias angeschaut hat. Der hatte zunächst nicht geglaubt, dass der Jahn es noch schafft, ließ sich aber allzu gern vom Gegenteil überzeugen. „Super geil“ fühle sich der Heimsieg an, urteilte der Junge.

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Der SSV Jahn besiegt den Hamburger SV

In der zweiten Halbzeit drehen die Regensburger das Spiel und gewinnen in der ausverkauften Continental-Arena mit 2:1.

Auch in polizeilicher Hinsicht gab es am Spieltag wenig zu bemängeln. Weder sei es zu größeren Verkehrsstörungen gekommen, noch habe es vor, während und nach dem Spiel Auffälligkeiten gegeben. Eine Ausnahme stellte ein HSV-Fan dar, der auf dem Gästeparkplatz den Beamten gegenüber den Mittelfinger ausgestreckt und ihnen vor die Füße gespuckt habe, bilanzierte die Polizeiinspektion Süd am Sonntagnachmittag in einer Mitteilung.

25 müssen „Knöllchen“ zahlen

Auch berichtet sie von 25 Falschparkern im Stadionumfeld, die nun zur Kasse gebeten werden. Dafür aber sei der Fan-Marsch von 250 HSV-Fans friedlich verlaufen. Diese hatten sich vom Regensburger Hauptbahnhof zu Fuß auf den Weg in die Continental-Arena gemacht.

Die Analyse unseres Reporters können Sie sich hier ansehen:

Beschwingt vom frisch eingefahrenen Heimsieg, fanden viele SSV-Fans nach dem Spiel den Weg in den Fan-Shop und deckten sich mit Jahn-Artikeln ein. Andere machten noch ein Foto vor dem HSV-Mannschaftsbus, um die Dokumentation des zweifelsohne besonderen Zweitliga-Spieltags zu komplettieren.

Eine Einzelkritik der Jahn-Spieler finden Sie hier

Die Einzelkritik des Jahn

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