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Ehrenamt

Hans Gietl feiert 90. Geburtstag

Als Gemeinderat hat der Oberislinger die Eingemeindung mitgestaltet.

Hans Gietl feiert am Sonntag seinen 90. Geburtstag. Foto: mtl
Hans Gietl feiert am Sonntag seinen 90. Geburtstag. Foto: mtl

OBERISLING.Er hat schon vieles erlebt, manches auch überlebt. Am Sonntag wird Hans Gietl 90 Jahre alt. Feiern war eigentlich nie sein Ding. Aber wenn Freunde und Bekannte gratulieren und mit ihm gesellig zusammensitzen, mag er das schon, auch wenn es mit der Zeit etwas anstrengend geworden ist.

Das Arbeiten hat er früh gelernt, auf dem Bauernhof in der Wagnergasse, dazu in der Wagnerei des Vaters. Kaum 16 geworden musste er zur „Wehrertüchtigung“, sprich zu einer Art Kurzausbildung für den Krieg. Diesen hat er überlebt, weil er „rechtzeitig stiften gegangen“ ist. Über die gefährlichen letzten Kriegsmonate und die folgende „schlechte Zeit“ kann er viel erzählen.

Hans Gietl ist als geselliger Mensch ein Vereinsmensch. Sein Schwiegervater hat ihn noch im Krieg zur Feuerwehr geholt, wo der Jubilar jetzt seit mehr als 70 Jahren Mitglied ist. Bei der CSU, beim TSV Oberisling und beim Obst- und Gartenbauverein ist er Gründungsmitglied. Seine Mutter hat ihn noch in Jugendjahren bei der Marianischen Männerkongregation angemeldet. Er wäre auch bei den Wiedergründern des Schützenvereins 1951 dabei gewesen, aber da machte er gerade die Meisterprüfung zum Schreinerhandwerk. Ein Jahr später schloss er sich dem Verein doch noch an und stellte sich 40 Jahre als Schriftführer zur Verfügung.

Vor 30 Jahren war er der erste Kirtabursch, weil er noch wusste, wie man einen Kirtabaum aufstellt. Als Schreiner legte er in der Wagnerei seines Bruders den Grundstock für die Bau- und Möbelschreinerei. 25 Jahre arbeitete er dort, sattelte dann um auf Möbelhandel und Küchenplanung. Nebenbei waren ihm die Termine für den Schafkopf und das Stockschießen wichtig. Sein Engagement für die Gemeinschaft ist sprichwörtlich, nicht zuletzt seine Courage, gesunde Skepsis und sein Wissen in vielen Bereichen. So war er Mitglied in der Kirchenverwaltung, im Aufsichtsrat bei Raiffeisen und Gemeinderat. Hier gestaltete er die Eingliederung Oberislings in die Stadt Regensburg mit.

Reisen hat er immer gerne unternommen, erst mit seiner Ehefrau Thekla, nach deren Tod dann mit seiner Gudrun. Im Alter geht zwar alles ein wenig langsamer, aber ohne seinen Garten kann er nicht sein. Auch wenn er mit Freunden und mit seiner Familie einige Stunden verbringen kann, tut ihm das wohl. Er ist zufrieden und dankbar.

Zum Jubelfest werden ihn etliche Lebensgefährten besuchen und ihm ihre Wünsche überbringen, auch seine sechs Enkel und drei Urenkel. (mtl)

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