MyMz
Anzeige

Kirchenmusik

In St. Benedikt zieht die „Königin“ ein

Die Oberislinger Kirche erhält nach über 30 Jahren eine adäquate Pfeifenorgel. Doch noch fehlen 57 000 Euro.
Von Claus-Jürgen Guder, MZ

Stundenlang trugen drei Mitarbeiter der Firma Winterhalter alle Einzelteile in die Kirche (hier gerade das Wellenbrett, das die Signale des Manuals zu den einzelnen Pfeifen umleitet).
Stundenlang trugen drei Mitarbeiter der Firma Winterhalter alle Einzelteile in die Kirche (hier gerade das Wellenbrett, das die Signale des Manuals zu den einzelnen Pfeifen umleitet). Foto: Guder

Regensburg.Vor nunmehr 32 Jahren wurde in Oberisling die „neue“ Kirche St. Benedikt vom damaligen Bischof Manfred Müller geweiht. Doch was in all den folgenden Jahren fehlte, war eine adäquate Orgel. Nach dieser langen Zeit gelingt jetzt endlich die Fertigstellung dieses Gotteshauses. Die renommierte Orgelbaufirma Winterhalter hat mit dem Aufbau der neuen „Königin der Instrumente“ begonnen. Die Finanzierung ist zwar zu großen Teilen gesichert. Dennoch hofft der Orgelbauverein, die noch in erheblicher Höhe fehlenden Mittel in Höhe von rund 57 000 Euro über den Verkauf von Pfeifenpatenschaften und privaten Spenden abdecken zu können.

Schon seit 2007 haben der Orgelbauverein St. Benedikt e.V. und die Kirchenverwaltung unermüdlich an der Vollendung der Kirche gearbeitet. Zahlreiche Veranstaltungen wie Frühlings- und Weinfest, Wildessen oder Adventsmarkt haben nicht nur die Spendenkörbe gefüllt, sondern inzwischen auch einen festen Platz im Terminkalender des Dorfes gefunden. Doch letztlich möglich war der schnelle Erfolg nur durch das Engagement und die große Spendenbereitschaft der Oberislinger und der Freunde des Orgelklanges in den umliegenden Stadtteilen.

Einweihung am Christ-König-Tag

Nun kann das Projekt zum Abschluss gebracht werden. Nach einem umfangreichen Ausschreibungsverfahren haben sich der Orgelsachverständige der Diözese Regensburg Gerhard Siegl und die Kirchenverwaltung für die Orgelbaufirma Winterhalter aus dem Schwarzwald entschieden. Im Februar dieses Jahres wurde die neue Pfeifenorgel in Auftrag gegeben. Mit ihr erhält die Kirche ein hervorragendes Instrument, das diesem Raum angemessen ist und allen Erfordernissen von Liturgie und Konzerten gerecht werden wird. Auch der Termin der Orgelweihe steht schon fest: Am Christ-König-Sonntag (20.11.2016). wird Weihbischof Dr. Josef Graf die kirchliche Weihe vollziehen. Vorher darf die Orgel nicht gespielt werden.

Die neue Orgel mit zwei Manualen und einem Pedal wird zunächst über 16 Register verfügen. Ein weiteres ist vorbereitet und wird mit Pfeifen bestückt, sobald der Orgelbauverein weitere Mittel hierfür angespart hat.

Jede Orgel ist ein Unikat, das genau auf die Erfordernisse des künftigen Aufstellungsraumes zugeschnitten ist. So wurden auch die über 1000 Pfeifen in Handarbeit hergestellt. Die Intonation des Instruments, also die perfekte Abstimmung des Klangs auf den Kirchenraum, wird alleine vier Wochen in Anspruch nehmen.

5000 Arbeitsstunden einkalkuliert

Damit wird verständlich, dass die Firma Winterhalter diesen Neubau mit rund 5000 Arbeitsstunden kalkuliert hat. Zwar ist die Finanzierung nahezu gesichert Aber wie bei jeder Baumaßnahme werden die tatsächlichen Kosten die projektierten übersteigen. Und dann ist auch noch das ausstehende Register zu bezahlen. So hofft der Orgelbauverein weiterhin auf Spenden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht