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Fussball

Jahn profitiert vom Magnet Conti Arena

Beim Neujahrsempfang des SSV Jahn Regensburg spricht Vorstand Hans Rothammer von einer „seriösen Finanzierung“.
Von Daniel Geradtz, MZ

Christian Keller, Geschäftsführer der Profiabteilung, berichtet über die sportlichen Vorgaben für den weiteren Saisonverlauf.
Christian Keller, Geschäftsführer der Profiabteilung, berichtet über die sportlichen Vorgaben für den weiteren Saisonverlauf. Foto: Geradtz

Regensburg.Hans Rothammer sprach von einem ereignisreichen Jahr, das sein Verein 2015 durchlebt hat. „Wir sind aus der dritten Liga abgestiegen, haben aber auch das neue Stadion eröffnet“, so der Vorstandsvorsitzende des SSV Jahn Regensburg beim Neujahrsempfang am Donnerstagabend in der Continental Arena. Der Verein hatte seine Sponsoren und Unterstützer eingeladen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Was den sportlichen Abstieg verursacht hat, ist für Rothammer eindeutig. Es war der Etat des Vereins, der mit 1,8 Millionen Euro zu klein gewesen sei. Demgegenüber stünden rund neun Millionen Euro, die die Spitzenmannschaften zur Verfügung gehabt hätten. „Es ist unvermeidbar, dass sich das in der Tabellensituation widerspiegelt“, meinte Rothammer.

Schon jetzt sei die laufende und die nachfolgende Spielzeit „seriös durchfinanziert“, egal ob der Verein weiterhin in der Regionalliga Bayern spielt oder in die dritte Liga aufsteige. „Mit dem Etat können wir erstmals auch in der dritten Liga konkurrenzfähig sein“, sagte Rothammer. Gleichzeitig unterstrich er, dass der finanzielle Rückhalt zwar wichtig sei, aber der Erfolg keineswegs von alleine komme.

„Mit dem Etat können wir erstmals auch in der dritten Liga konkurrenzfähig sein.“

Hans Rothammer, Vorstandsvorsitzender des SSV Jahn Regensburg

Hoher Zuspruch der Fans

Der wirtschaftliche Aufschwung kann auf den erhöhten Absatz der Fan-Artikel zurückgeführt werden. „Seit Juli hat sich der Erlös im Merchandising verdoppelt“, berichtete der Vorstandvorsitzende. Aber auch der Ticketverkauf brachte dem Verein mehr Geld ein als in der vergangenen Saison. Besuchten in der Abstiegsspielzeit 72 000 Zuschauer die 19 Heimspiele im alten Jahn-Stadion in der Prüfeninger Straße, sind es nun bereits 75 000 nach zehn Partien in der neuen Arena. „Zusammen mit den Sonderspielen, die wir seit Juli veranstaltet haben, kommen wir auf 125 000 Zuschauer“, sagt Rothammer.

Christian Keller, Geschäftsführer der Profiabteilung des Vereins, sieht die „Leistung und den Erfolg“ nur als einen Bestandteil, weshalb sich der derzeitige Tabellen-Zweite großer Beliebtheit erfreut. „Wir sind nicht naiv. Ein Teil des Zuspruchs ist auf den Neuigkeitseffekt dieses schönen Stadions zurückzuführen“, meinte Keller.

„Wir sind nicht naiv. Ein Teil des Zuspruchs ist auf den Neuigkeitseffekt dieses schönen Stadions zurückzuführen.“

Christian Keller, Geschäftsführer der Profiabteilung

Neben dem Profifußball ist die Nachwuchsarbeit ein wichtiges Geschäftsfeld des Vereins. Seit fast zwei Jahren arbeitet Keller daraufhin, die so genannte „Jahn-Schmiede“ als Nachwuchsleistungszentrum vom DFB anerkennen zu lassen. Mit Zufriedenheit stellte er fest, dass dies im Laufe des Jahres „mit höchster Wahrscheinlichkeit gelingen wird“.

Für die Rückrunde geben die Verantwortlichen ein klares Ziel aus. Die Anzahl der Gegentore muss reduziert werden. „Es wird nicht reichen, dass wir dann in der Spitzengruppe bleiben“, meinte Neu-Trainer Heiko Herrlich falls sich die 27 Gegentore aus der Hinrunde wiederholen würden. Er habe kein Fernziel vor Augen, sondern will die Probleme abarbeiten, die ihm innerhalb der Mannschaft aufgefallen sind.

Mehr zum Thema: Die Continental Arena könnte das neue „Stadium of the Year“ werden.

Mutig in die zweite Saisonhälfte

Sportchef Christian Keller sieht deswegen neben dem sportlichen Leistungsziel – es lautet, die Abwehrreihen zu verbessern – auch die psychologische Herausforderung für die Mannschaft so aufzutreten, dass sie als eine Einheit wahrgenommen wird. Die Zuschauer sollten erkennen, dass es ein Team sei, das „ganz oben stehen und für ganz Ostbayern“ spielen wolle. Nur so könne der Funken von der Mannschaft auf die Fans überspringen, die dem Verein dann weiterhin die Treue halten.

Derzeit sieht er seine Mannschaft in der Lage, die Rückrunde und eine möglicherweise darauffolgende „anstrengende Relegation“ bestreiten zukönnen. Denn der Kader sei nicht nur verstärkt worden, sondern auch fast alle verletzten Spieler hätten das Training wieder aufgenommen.

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