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SSV Jahn

Jahnspieler kicken mit Kuno-Patienten

Die Partnerschaft zwischen der Klinik und dem SSV Jahn Regensburg ist besiegelt. Die Kinder erfuhren gleich, wie gut das tut.
Von Gabi Hueber-Lutz, MZ

Drei Männer gegen drei Mädels: Lisa (r. neben Jahni), ihre Freundin und Saskia (r.) legten sich gegen die Profis ins Zeug.
Drei Männer gegen drei Mädels: Lisa (r. neben Jahni), ihre Freundin und Saskia (r.) legten sich gegen die Profis ins Zeug. Fotos Hueber-Lutz

Regensburg.Eine fröhliche Kickerrunde mitten im Krankenhaus? Das geht, wenn die Spieler des SSV Jahn Regensburg auf Besuch bei Kuno sind. Freunde sind sie schon lange, nun machten die Kinderuniversitäts-Klinik Ostbayern und der SSV Jahn Regensburg ihre Partnerschaft offiziell. Am Freitagnachmittag unterschrieben Kuno-Direktor Professor Dr. Michael Melter und Dr. Christian Keller, der Geschäftsführer Profifußball beim Jahn, sowie Dr. Johannes Hies, der stellvertretende Kaufmännische Direktor am Uniklinikum, einen offiziellen Kooperationsvertrag.

Zu dieser Partnerschaft werden Besuche der Jahnspieler bei den erkrankten Kindern und Jugendlichen ebenso gehören wie Besuche der Patienten im Stadion, so es ihr Gesundheitszustand zulässt. Und sogar kleine Trainingseinheiten mit den Profis sind angedacht.

Maskottchen Jahni macht Mut

Nach den offiziellen Unterschriften ging es zu den „Hauptspielern auf unserer Seite“, wie Prof. Dr. Melter sagte, zu den Kindern und Jugendlichen auf den Stationen. Jahni, das Maskottchen war mit von der Partie, und die Spieler schleppten Kisten mit Geschenken, bei denen sich alles um den Jahn drehte. Klar war da am Anfang Befangenheit auf beiden Seiten zu spüren. Doch die legte sich recht schnell. Ein kleiner Junge staunte am Arm seines Papas über Jahni, ein kleines Mädchen ließ seine Mama nicht los, wollte aber doch hin zu dem großen Kerl und traute sich dann auch. Mit Lisa (16), Saskia (16) und Florian (17) kamen die Spieler des Jahn und Dr. Keller sehr schnell ins Gespräch. Bei Lisa ergaben sich gleich prima Anknüpfungspunkte, spielt sie doch selber Fußball. Im Sturm! „Wie ich“, meldete sich Markus Ziereis. Er ermunterte Lisa, nach ihrem Unfall nicht aufzugeben und sich zurückzukämpfen.

Florian und seine Mutter ließen sich gern mit Jahni und den Fußballern Daniel Schöpf (links), Markus Palionis und Markus Ziereis (rechts) ablichten.
Florian und seine Mutter ließen sich gern mit Jahni und den Fußballern Daniel Schöpf (links), Markus Palionis und Markus Ziereis (rechts) ablichten.

Wie der Zufall so spielt, kamen gerade jetzt Lisas Freundinnen aus der Fußballdamenmannschaft zu Besuch. Harry Gfreiter und seine Mannen hatten selbstverständlich einen Ball parat und bald war das schönste Gekicke im Gang.

Sehr vorsichtig noch bei Florian, denn sein Unfall ist noch nicht lange her. Mit deutlich mehr Drive schon bei Lisa, so dass die Mama mahnte, sie solle sich nicht übernehmen. Und auch Saskia wurde von den Fußballmännern und -mädels immer wieder angespielt und gab vorsichtig zurück. Fast hätte man vergessen können, dass das ein Krankenhaus ist.

Übermitteln: Du schaffst das!

Weiter ging’s zum Kicker. Spätestens da war von Fremdheit gar nichts mehr zu spüren. Drei Männer gegen drei Mädels. „Wieviel steht’s?“, fragte einer. „4:5“, antwortete Ziereis. Für wen, vergaß er zu sagen, aber das war egal. Bald versammelte sich die halbe Station um den Kicker. Professor Melter und Harry Gfreiter vertieften sich in ein Fachgespräch über Fußball, die Mamas und Papas schossen Fotos. Dann verabschiedeten sich die Spieler und gingen ohne Kamerabegleitung zu Besuch auf die nächste Station. Zu den Kindern, die gerade akut gegen eine sehr schwere Krankheit kämpfen. Auch ihnen wollten die Sportler das Gefühl übermitteln: Du schaffst das!

SSV Jahn Regensburg und KUNO

  • Jahn Sozial:

    Brücken für Regensburg: Der Besuch in der Vorweihnachtszeit bei den Kuno-Patienten ist schon seit drei Jahren Teil der Sozialinitiative des Regensburger Fußballclubs. Nun wurde eine offizielle Kooperation unterzeichnet.

  • Jahn Delegation:

    Dr. Christian Keller, Co-Trainer Harry Gfreiter, Kapitän Markus Palionis, Markus Ziereis, Daniel Schöpf und das Maskottchen Jahni gehörten der Delegation an.

  • Spende:

    500 Euro übergaben die Besucher an Dr. Hans Brockard, den Vorsitzenden der Kuno-Stiftung. Die Summe wurde bei der Trikotversteigerung rund um das Testspiel gegen den FC Bayern II erlöst.

  • Zweck:

    „Das Ziel ist es nicht, schöne Fotos zu machen und sich zu brüsten, sondern etwas Nachhaltiges zu tun. Mit Fußball kann man viel Gutes tun“, sagte Dr. Christian Keller.

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