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Tradition

Überraschung beim Baumaufstellen

Ein Bilderbuchkirta in Oberisling belohnte die Grüne-Au-Schützen. Rudi Aigner übergab an seinen Nachfolger.
Von Bernhard Gietl

  • Marlene darf auf dem Kirtabaum reiten: Der Kirtabaum des vergangenen Jahres war erneuert und mit frischem Grün und bunten Bändern geschmückt worden. Foto: Bernhard Gietl
  • Hau ruck, bald steht der Baum. Foto: Bernhard Gietl

Regensburg.Dass der Islinger Kirta jedes Jahr am Tag des offenen Denkmals stattfindet, stellt so manchen vor die schwierige Entscheidung, wohin er gehen soll, in die Stadt oder auf den Kirta. Aber eigentlich ist diese Veranstaltung auch eine Art Denkmal, heuer war es bereits der 33. Kirta. Offen ist er allemal, denn den Schützen ist es wichtig, ein Fest für die ganze Dorfgemeinschaft auszurichten. Das Kaiserwetter lockte zusätzlich viele an.

Gut 30 Schützen, begleitet von ihren Damen, trugen den frisch geschmückten Baum auf den Dorfplatz. Bei der stattlichen 25-Meter-Fichte fiel die kleine Marlene nicht ins Gewicht, die unterwegs darauf reiten durfte. Unter dem Kommando des Ersten Kirtaburschen Rudi Aigner hatten die Männer mit Hilfe von vier Scheren, langen Stangenpaaren, den Baum schon fast in die Senkrechte gehievt, als Aigner für eine Überraschung sorgte: Er bedankte sich für fast 20 Jahre sehr gute Zusammenarbeit und übergab unter starkem Beifall sein Amt an Florian Danner, der mit kräftiger Stimme das Unternehmen zu Ende brachte. Die Wadlbeißer spielten einen Tusch und die Böllerschützen verkündeten den erfolgreichen Abschluss des Baumaufstellens mit einem dreifachen Salut. Gefeiert wurde anschließend beim Feuerwehrhaus. Bratwürstl und Bier, Kaffee und Küchel, dazu die zünftigen Lieder der Musikanten, bildeten den richtigen Rahmen für eine gemütliche, fast familiäre Feier; die Herbstsonne strahlte und die Kinder hatten ihren Spaß beim Dosenwerfen; Vertreter der Schützenvereine aus der Nachbarschaft waren gekommen und ehemalige Oberislinger besuchten ihre alte Heimat.

Die Schützen hatten seit Donnerstag alle Hände voll zu tun und waren erst am Sonntag fertig, rund 40 Helfer waren ständig im Einsatz für den Islinger Kirta. Die Veranstaltung war übrigens fast abfallfrei, denn man verzichtet in Oberisling traditionell auf Pappteller und Plastikgefäße.

Zum ersten Mal war der im Winter verstorbene Erich Biederer nicht dabei, eine tragende Säule der Dorfgemeinschaft. Die Gäste würdigten ihn mit einer Gedenkminute. Die neuen Schützenmeister Caro Merz und Florian Schuster freuten sich über die großartige Beteiligung und waren für die wertvollen Tipps des bisherigen Schützenmeisters Robert Aukofer dankbar. „A schöner Kirta war’s“, fanden alle.

Die sportliche Seite

Mit dem besten Blattl (118-Teiler) gewann Florian Danner die Islinger Kirtascheibe vor Jürgen Fischer (132) und Astrid Danner (171).

Eine Gans bekam Jürgen Fischer (43-Teiler), eine Ente Astrid Danner (70). Weitere Preise, jeweils ein Gockel, gingen an Philipp Greck (82), Martin Luxi (96) und Schützenmeisterin Caro Merz (122). (mtl)

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