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Auszeichnung

Domspatzen-Schule holt Musikpreis

Die Regensburger Einrichtung siegt beim Bundeswettbewerb „Musik gewinnt!“ und wird damit zum Vorbild für andere Schulen.
Von Angelika Lukesch, MZ

Petra Stadtherr, Thomas Gleißner und Andreas Büchner von den Domspatzen bei der Preisverleihung im WDR-Sendesaal
Petra Stadtherr, Thomas Gleißner und Andreas Büchner von den Domspatzen bei der Preisverleihung im WDR-Sendesaal Foto: Michael Fehlauer

Regensburg.Die Kleinen aus der Domspatzen-Grundschule haben einen großen Erfolg errungen. Sie gewannen den mit 2000 Euro dotierten Hauptpreis des 5. Bundeswettbewerbs „Musik gewinnt!“. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR 3) und der Bundesverband Musikunterricht (BMU) vergeben diesen Preis gemeinsam. Bei der Preisverleihung im Funkhaus des WDR in Köln waren die Rektorin Petra Stadtherr, der musikalische Leiter der Schule, Thomas Gleißner, und der Chorleiter Andreas Büchner vor Ort, um den Preis aus den Händen von Professor Dr. Ortwin Nimczik, Präsident des BMU, entgegenzunehmen.

Vom Chor bis zum Komponieren

Der Bundeswettbewerb „Musik gewinnt! – Musikalisches Leben in Schulen“ möchte musikalisch besonders aktive Schulen ausfindig machen und der Öffentlichkeit vorstellen. Sie sollen als Modellschulen dienen und Vorbild sein. Beim Wettbewerb sind Schulen und Schulstufen jeder Sparte aufgerufen, der Öffentlichkeit darzustellen, wie bei ihnen Musik und Musikunterricht das gemeinsame Arbeiten in der Gruppe und der gesamten Schule positiv beeinflussen. Das Ziel des Wettbewerbs ist, bei den Schülern die Lust auf gemeinsames Singen und Spielen zu fördern.

Ausgezeichnet werden Schulen, in denen das Musikleben weit über den regulären Unterricht hinausgeht sowie Musik und Musizieren im Zentrum des Schullebens stehen. Es muss eine kontinuierliche musikalische Arbeit stattfinden und außerdem eine große Vielfalt musikalischer Aktivitäten geboten werden, wie Chor, Orchester, Bläserensemble, Musical-AG, Kompositions-AG, Klassenzimmer-Musizieren und dergleichen. Dies trifft alles auf die Grundschule der Domspatzen zu.

Rektorin Petra Stadtherr ist sehr stolz auf diese Auszeichnung, die von einer hochrangigen Jury mit Professor Dr. Ortwin Nimczik, Dr. Michael Pabst-Krueger (beide Bundesverband Musikunterricht), Monika Heinrich (Strecker Stiftung), Christian Höppner (Deutscher Musikrat), Professor Dr. Karl Karst sowie Barbara Overbeck (beide WDR 3) vergeben wird.

„Die Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung der hervorragenden Bildungsarbeit in unserer neuen Grundschule“, sagt Petra Stadtherr. Bei den Domspatzen-Grundschülern steht täglich Gesang auf dem Unterrichtsplan, es gibt eine professionelle Chorausbildung und mit der sogenannten „Ward-Methode“ werden die Buben pädagogisch mit viel Spaß an die Musik herangeführt.

Immer ein Lied auf den Lippen

„Es vergeht kein Tag, an dem jeder Schüler bei uns nicht wenigstens ein fröhliches Lied gesungen hat“, sagt Stadtherr. Derzeit besuchen 123 Buben die offene Ganztagsgrundschule der Domspatzen. „Geht man durch die Gänge, so begegnet einem immer wieder ein Kind mit einem Lied auf den Lippen“, erzählt Stadtherr. Natürlich kann man an der Domspatzen Grundschule auch Instrumente erlernen. Das ganze Jahr über laufen musisch-musikalische Projekte, manchmal auch zusammen mit dem Gymnasium. Auch die kleinsten Spatzen treten in der Öffentlichkeit auf. Sie werden spielerisch darauf vorbereitet. Den Schülern stehen eine Menge sportlicher Möglichkeiten zur Verfügung. Turnhalle, Sportplatz, Beachvolleyballfeld und ein „Toberaum“ geben den Buben die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben.

Vorsing-Termine laufen

  • Termin:

    Am 18. Februar findet von 14 Uhr bis 16.30 Uhr der Tag des offenen Nachmittags an der Grundschule der Domspatzen statt. Die Schule kann besichtigt und alle Lehrkräfte können persönlich kennengelernt werden. Bereits jetzt finden die Vorsing-Termine für die Schuleinschreibung am 8. März 2016 statt.

  • Ward-Methode:

    Die Ward-Methode wird in der Grundschule der Domspatzen ab der ersten Jahrgangsstufe zusätzlich zum Musikunterricht erlernt. Sie wurde von der amerikanischen Musikpädagogin Justine Bayard Ward (1879 bis 1975) als eine Art Curriculum für den Musikunterricht an katholischen US-Schulen entwickelt.

  • Elemente:

    Die wichtigsten Elemente sind Stimmbildung, Gehörbildung, Rhythmus, Notation, Improvisation, Melodien und Lieder. In eine konzentrierte 20-Minuten-Einheit wird Bewegung für die Buben eingebaut. Sie sitzen und stehen abwechselnd. Durch melodische Gesten kommt Schwung in die Klasse.

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