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Integration

„Mama lernt Deutsch“ wird zum Erfolg

Zum fünften Mal in Folge haben jetzt im „Kontrast“ fremdsprachige Mütter erfolgreich einen Deutschkurs absolviert.
von Roland Ebner

Stolz zeigen die Mütter ihre Sprachzertifikate. Foto: Vivian Kallmann
Stolz zeigen die Mütter ihre Sprachzertifikate. Foto: Vivian Kallmann

Regensburg.Durchaus freuen darf sich das Familienzentrum „Kontrast“ am Hohen Kreuz über eine kleine Erfolgsgeschichte: Zum fünften Mal seit 2013 haben fremdsprachige Mütter den speziellen Kurs „Mama lernt Deutsch“ absolviert.

„Als ganz wichtig“ erachtet es Zentrumsleiterin Katja Ferstl, dass alle beteiligten 16 Mütter „durchgehalten und bestanden haben“. Neun der Frauen halten nun das Zertifikat zum sogenannten A1-Test in Händen (Einstiegskurs); sieben von ihnen konnten das B1 Zertifikat erlangen (Aufbau-Kurs).

Ein Jahr lang bestens vorbereitet

Betreuende Deutschlehrerin war wiederum Ekaterina Rohde-Chokheli. Sie war damit bereits zum fünften Mal als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache im Jugend- und Familienzentrum Kontrast tätig. „Sie hat die Frauen ein Jahr lang bestens vorbereitet“, lobt Ferstl im Gespräch mit der MZ. Und weiter: „Für die Frauen ist es immer wieder ein Erfolgserlebnis, wenn sie trotz der Unwägbarkeiten, die eine Familie mit sich bringt, Gelegenheit erhalten, einen Deutschkurs zu absolvieren.“

Als Besonderheit des Kurses, der seit 2013 im „Haus Kontrast“ durchgeführt wird, nennt sie die Tatsache, dass Frauen ihre Kinder mitbringen können und diese im gleichen Gebäude betreut werden. Ferstl: „Verlangt ein Kind nach seiner Mama, ist sie sofort erreichbar.“

Natalie Paul leitete die Kinderbetreuung „als erfahrene ehrenamtliche Mitarbeiterin“. Sie habe die Mütter professionell begleitet, „um den Kindern den Übergang zur Fremdbetreuung so leicht wie möglich zu machen“. Lilit Syta unterstützte sie dabei.

Mit 25 Müttern, die ursprünglich teilnehmen wollten, sei der Andrang aber sehr groß gewesen, so Ferstl. Deshalb sei der Kurs ab Januar geteilt worden: „Diejenigen, die bereits ein wenig Deutschkenntnisse besaßen, wurden in A2 eingestuft.“

Das habe sich als so erfolgreich erwiesen, dass auch Teilnehmerinnen aus dem Vorjahr sich erneut gemeldet hätten. Ferstl: „Die Frauen dieses zusätzlichen Deutschkurses legten ein so großes Interesse an den Tag, dass Rohde-Chokheli noch mal tüchtig aufs Tempo drückte und neun Frauen zum B1-Test antraten und dann auch erfolgreich absolvierten.“ Von einer „wahnsinnig tollen Leistung“ spricht die organisatorische Leiterin des Kurses, Katja Ferstl. Eine Rose als Anerkennung überreichte sie den Absolventinnen bei der feierlichen Zertifikatsübergabe.

Damit ist nicht Schluss, wie Ferstl versichert: „Auch in diesem Jahr startete ein neuer Kurs, obwohl noch ein Teil der Finanzierung fehlt; ein Drittel der Kosten des Kurses wurde immer je von der KJF e.V., der Stadt Regensburg und durch Spenden finanziert.“

Spendengelder fehlen noch

Allerdings konnten bisher noch keine Spendengelder akquiriert werden, bedauert Ferstl. Der Stadt Regensburg und der KJF e. V. der Diözese Regensburg danken die Organisatorinnen des Kurses ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung.

Beteiligt sind in Kooperation auch das „Stadtteilprojekt Ost“ mit Ilona Jockel und Inga Ehrenberg sowie die Schulsozialarbeiterin der Grundschule Am Hohen Kreuz, Lydia Fischer. Sie sprechen potenzielle Mütter an und ermutigen sie zur Teilnahme. „Diejenigen aber, die den Kurs im Laufe des Jahres verlassen, starten oftmals im kommenden Jahr einen zweiten Versuch“, sagt Zentrumsleiterin Katja Ferstl.

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