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Lauf: Gut trainiert ist halb gewonnen

Zur Vorbereitung auf den MZ-Landkreislauf finden viele Seminare statt. Dr. Frank Möckel gab Ernährungs- und Lauf-Tipps.
Von Daniel Steffen, MZ

Am 19. September startet der MZ-Landkreislauf, der auf 70,7 Kilometern Strecke von Matting nach Mintraching führt.
Am 19. September startet der MZ-Landkreislauf, der auf 70,7 Kilometern Strecke von Matting nach Mintraching führt. Foto: MZ-Archiv

Regensburg.Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Das gilt selbstverständlich auch für sportliche Herausforderungen wie den MZ-Landkreislauf am 19. September. Um den Läufern erste Anregungen für eine optimale Laufvorbereitung mit auf den Weg zu geben, stand der Sport- und Ernährungsmediziner Dr. Frank Möckel im RFZ-Rückenzentrum im Gewerbepark den Seminarteilnehmern Rede und Antwort. Rund 30 Laufbegeisterte fanden sich im Gewerbepark ein und zückten teils auch den Stift, um sich fleißig Notizen zu machen.

Sogleich nahm Dr. Möckel den Zuhörern die Sorgen. Mit einer Länge von drei bis zwölf Kilometern und einer Höhendifferenz von maximal 100 Metern seien die Etappen gut zu bewältigen, versprach er. Auch brauche sich niemand in das Training zu stürzen. Wichtig sei, das Pensum langsam und konsequent zu steigern und immer wieder Ruhephasen einzulegen.

Ein, zwei oder drei Tage Pause zwischen den Trainingseinheiten seien somit nicht nur erlaubt, sondern auch empfehlenswert. „Wenn man sich überstrapaziert, dann geht irgendwann das Leistungsvermögen in den Keller“, erklärte er. Dr. Möckel riet dazu, die „ÖLI-Regel“ anzuwenden: „Trainiere mit der Zeit öfter, länger und intensiver“, so sein Tipp.

Laufabwechslung ist gefragt

Ebenso sei es ratsam, mal ruhig die Strecke zu wechseln. Wer also mal bergauf, mal bergab und mal „über Stock und Stein“ läuft, habe alles richtig gemacht. Genauso wie derjenige, der zwischen langsamem Dauerlauf, schnellem Dauerlauf und „Fahrtspielen“ mit Tempowechsel variiere.

Um festzustellen, wie es um die eigene Fitness bestellt ist, riet Dr. Möckel dazu, eine sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung zu machen. Diese werde „von vielen Krankenkassen unterstützt“, je nach Kasse werde ein Großteil der Kosten übernommen.

Umfassend ging Dr. Möckel auch zu Fragen um die richtige Ernährung ein. Unter anderem stellte er das „Tellerkonzept“ vor. Statt ein Schnitzel mit vielen Kartoffeln und wenig Beilagensalat zu speisen, solle die Salatportion groß und die Beilage entsprechend klein ausfallen. Wenn der Salat etwa die Hälfte des Tellers ausmache, dann sei die Portionierung richtig.

Ferner riet Dr. Möckel davon ab, morgens mit einer großen Portion Müsli in den Tag zu starten. Besser sei es, das Müsli mit Obst zu kombinieren. So würden drei Esslöffel Getreideflocken völlig genügen, wenn sie mit Äpfel- und Birnenstücken oder Beeren vermengt und einem Naturjoghurt angerührt werden.

Saft als versteckte Kalorienfalle

In puncto Getränke merkte Dr. Möckel an, dass auch in Säften jede Menge Kalorien versteckt seien. Ob nun O-Saft, Limonade oder Cola – der Zuckeranteil sei überall ähnlich hoch. Wesentlich besser sei es, zum Mineralwasser zu greifen – vor allem dann, wenn man vorhabe, beim Training ein wenig abzunehmen.

Die Frage „Bringt das was, regelmäßig zu laufen?“, konnte Dr. Möckel eindeutig bejahen. Langzeitstudien hätten gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig Bewegung in ihren Alttag einbauen, deutlich länger leben.

Die weiteren Laufseminare

  • Vorbereitung:

    Zur Vorbereitung auf den MZ-Landkreislauf am 19. September sind weitere kostenfreie Seminare geplant.

  • Verletzungen:

    Das nächste Seminar im RFZ Rückenzentrum findet am 30. Juni statt. Das Thema lautet: „Verletzungen und Überlastungen. Überlastungsprobleme beim Läufer aus orthopädischer Sicht.“ Referent ist der Orthopäde und Sportmediziner Dr. Gerhard Ascher.

  • Becken:

    Darauf folgt ein Lauf-Seminar am 14. Juli. Thema: „Beckenfehlstellungen bei Läufern.“ Es referiert Peter Hopp, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

  • Kräftigung:

    Am 23. Juli lautet das Thema: „Kräftigungsübungen für Läufer. Warum Krafttraining für Läufer und bei Rückenschmerzen nicht fehlen darf.“ Referentin ist Antje Hofmann, die Leiterin der Trainingstherapie im RFZ Rückenzentrum.

  • Rücken:

    Am Montag, 27. Juli, findet folgende Veranstaltung statt: „Der Rückenratgeber – Laufen ohne Rückenschmerzen“ – Referent ist Martin Fischer, Leiter der Physiotherapie im RFZ-Rückenzentrum.

  • Hinweis:

    Alle Veranstaltungen beginnen je um 19 Uhr im RFZ Rückenzentrum (Im Gewerbepark D50). Anmeldung unter (0941) 207 449 oder per Mail an marketing@mittelbayerische.de (mds)

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