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Ökumene

Serbische Gemeinde findet neue Heimat

Die Pfarrei St. Josef in Reinhausen stellt Orthodoxen ihre Kirche zur Verfügung. 120 Familien gehören der Gemeinde an.
Von Daniel Steffen MZ

Priester Bojan Simic zelebriert in der Kirche St. Nikola die serbisch-orthodoxen Gottesdienste.
Priester Bojan Simic zelebriert in der Kirche St. Nikola die serbisch-orthodoxen Gottesdienste. Foto: Steffen

Regensburg.Die serbisch-orthodoxe Gemeinde Regensburg hat mit der Kirche St. Nikola eine neue spirituelle Heimat gefunden. Nach fast 40 Jahren im Ostkirchlichen Institut sah sich die Gemeinde einer räumlichen Enge ausgesetzt und suchte deshalb nach einer Alternative, die nun mit der Kirche St. Nikola gefunden werden konnte. Wie Priester Bojan Simic sagte, gehören rund 120 Familien aus Stadt und Landkreis der Gemeinde an. Sie seien über die neuen räumlichen Möglichkeiten „sehr erfreut“.

Um den örtlichen Wechsel in die Wege zu leiten, hatte die Gemeinde eine Anfrage an das bischöfliche Ordinariat gestellt, die positiv beschieden werden konnte. „Für uns war sehr schnell klar“, sagt Stadtpfarrer Josef Eichinger, „dass wir von der Pfarrei St. Josef Reinhausen die Anfrage aus dem Bischöflichen Ordinariat positiv beantworten“. Sowohl der Pfarrgemeinderat als auch die Kirchenverwaltung hätten bereitwillig ihre Zustimmung gegeben, nachdem Eichinger „grob die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Kirchen dargelegt“ hatte.

Lösung wurde schnell gefunden

So kam es jüngst zu einem ersten Zusammentreffen zwischen Priester Bojan Simic und der Pfarrei St. Josef. „Der Grund dafür war, dass die Liturgie in der katholischen und in der serbisch-orthodoxen Kirche auf verschiedene Art gefeiert wird und dafür auch unterschiedliche Voraussetzung erforderlich sind“, erklärt Pfarrer Eichinger.

Da rasch eine Lösung gefunden werden konnte, segneten Bischof Rudolf Voderholzer und der serbisch-orthodoxe Bischof Sergije Karanovic das Vorhaben ab. Am Ostersonntag machte sich Bischof Sergije persönlich ein Bild von der Kirche St. Nikola und feierte dort die Vesper mit der Gemeinde. Erfreut über die ökumenische Gastfreundschaft, verlieh er seinem Wunsch Ausdruck, dass sich aus den Beziehungen ein „gutes und fruchtbares Miteinander“ entwickle.

Der freundschaftliche Handschlag zwischen dem serbisch-orthodoxen Bischof Sergije Karanovic und Stadtpfarrer Josef Eichinger symbolisiert den Auftakt einer langjährigen ökumenischen Zusammenarbeit.
Der freundschaftliche Handschlag zwischen dem serbisch-orthodoxen Bischof Sergije Karanovic und Stadtpfarrer Josef Eichinger symbolisiert den Auftakt einer langjährigen ökumenischen Zusammenarbeit. Foto: Eichinger

Inzwischen hat sich die serbisch-orthodoxe Gemeinde nach Auffassung aller Beteiligten „gut in St. Nikola eingelebt“ und feiert dort regelmäßig ihre Gottesdienste. Weil Priester Simic auch mit der Seelsorge in den Gemeinden Passau, Burghausen, Landshut und Freising betraut ist, finden die serbisch-orthodoxen Gottesdienste in St. Nikola immer zu unterschiedlichen Zeiten statt.

Für die nächsten sechs Monate steht der Gottesdienstplan bereits. Hinweise, die Auskunft zu den Gottesdiensten der serbisch-orthodoxen Gemeinde geben, finden sich nun im Pfarrbrief von St. Josef vor.

Das Osterfest steht noch bevor

Grundsätzlich feiern die orthodoxen Serben ihren Gottesdienst auf Serbisch, allerdings gibt es auch einige geistliche Lieder, die in altkirchenslavischer Sprache gesungen werden. Das Osterfest steht in den orthodoxen Kirchen noch bevor. Die Feier beginnt am Abend des 30. April mit der Vesper und setzt sich am 1. Mai mit dem morgendlichen Gottesdienst fort. Hierbei segnet der Priester die Ostereier, die symbolisch für das Blut Christi, rot gefärbt sind.

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